Band 
[Erste Abtheilung.]
Seite
419
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nach Rom. 419

Man rühmet insbesondere die treffliche Treppe des Pallastes, wie auch einen echom'schenSaal, wsrinnen vier einander an der Wand gegenüber stehende Personen mit einander spre-chen können, ohne daß die fünfte, so in der Mitte bleibt, etwas davon versteht. Wennman in der Mitte dieses Zimmers mit dem Fuße gegen den Boden stößt, hören diejenigen,welche außerhalb des Gemaches sind, einen Lärmen, als wenn eine Pistole losgeschossen wor-den wäre. Die klakouäs und kriles verschiedener Zimmer sind von den zweenen BrudernThaddaus und Friderich Zuccaro gemalt, welche absonderlich in der Schlafkammer des Kar-dinals ihre Geschicklichkeit an den Tag geleget haben. Die poetischen Erfindungen zu dieserleßtgedachten Arbeit kommen vom Commandeur Annibal Caro, wie man aus eiuem Schrei-ben des Kardinals an denselben, welches vom 2 Nov. 1562 <M Rom gegeben ist, beweisenkann c). Insgemein machet man in den Beschreibungen von Caprarola aus dem Namendes ißtangeführten Caro den Maler Annibal Caracci, da doch dieser erst im Jahre 1560 ge-bühren ist.

Dem Garten zu Caprarola fehlet es gleichfalls nicht an Schönheiten und guter Ein-richtung.

Die nächste Poststation bey diesem angenehmen Orte ist Ronciglioni, so nur drey ita- Ronciglioni.lienische Meilen davon entfernet liegt. Gedachter Ort gehöret nebst der dazu gehörigenGrafschaft gleiches Namens den Herzogen von Parma.

Von Ronciglioni bis MonteRosi, einem gut bebaueten Orte, sind sieben italienische Monke Rost.Meilen, und eben so viele von MonteRosi nach Baccano. Bis hieher und noch eine Postweiter, nämlich bis Storta ist die Gegend wieder uneben und die Straße nicht wohl gepfla- ^uete Gstert. Dem Lande mangelt es allenthalben an gehöriger Bebauung, und daher bewächst es ^

häufig mit einer Art von langer Heide, welche unter jeder andern als der päbstlichen Ober-herrschaft schon längst ausgerottet seyn würde, zumal da es dem Lande nicht an Feuchtigkeitmangelt, und die Viehzucht leicht verbessert werden kann. Allein die Unterthanen habenschlechten Muth zur Arbeit, wo sie wissen, daß, wann sie viel haben, man ihnen auch vielesnehme, und am Ende doch nichts für sie übrig bleibe. Bey Baccano hat die päbstliche Baccano.Kammer gute Schwefelwerke.

Aus dem I.3AO äi kgccano fließt der kleine Bach Cremera, welcher die Landstraße BachCreme-durchschneidek, und drey Meilen von bannen sich in die Tiber ergießt. Heut zu Tage wird ra.er l-a Varo.1 genennt, und ist er in der Historie wegen der großen Niederlage, welche die Anmerkun-Fabier allhier von den Vejis durch Hinterlist erlitten, berühmt worden. Livius und andere Niederlage^römische Geschichtschreiber berichten, daß bey solcher Gelegenheit dreyhundert und sechs Fa- der Fabier.bier umgekommen, und von der ganzen Familie nur ein einziger ^/), der wegen seiner kind-lichen Jahre nicht mit zu Felde ziehen können, sondern in Rom zurück gelassen worden, übriggeblieben. Es ist aber zu bewundern, daß vernünftige Leute, wie Livius und seines glei-chen sind, solche Umstände als wahr annehmen, und ihren Geschichten einverleiben können.

Livius und EurropittS melden, daß unter diesen dreyhundert und sechs Fabiern kein ein-ziger gewesen, welcher nicht einen General en Lbek eines großen Kriegsheeres hätte abgebenkönnen. Ob nun gleich dieses nicht so genau nach dem Buchstaben zu nehmen ist, so bleibt

Ggg 2 doch

e) Siehe I-ettere ksmiliari llcl LonimenäZtore te relicluin llirpemAentiksdlse - - tuNirum.

^nnibsle Lsro, Vol. II, p. desgleichen NI- Dieser war eil! Anherr des FablUS Mapimus, voncULkvsow Irgite äe Is Neinture L lle welchem LNNIV8 sagt:

Lculpture, lorn. III, p. Virus gui nodis cunÄsnclo relilturt rein.

ss) I.IVIV8 lib. II, c. ;o: kskios LdVI pe- Lons. VIR.ÜIL. Lnelä. VI, v. L47.

rriÜe lstis convemt: unum prope puderen» setz-