Band 
[Erste Abtheilung.]
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Duldung deröffentlich lü-derlichenWeibesper-sonen.

Anzahl der-selben.Bewandnißdamit in demheidnischenRom-

LontiUoriaÜbbiiniim.kornices 1i-

tuü.

XLVin. Brief. Vor: der Luft und Lebensart

Währendem Conclave wurden eine Menge geschriebener Pasquinaden wider den vori-gen Pabst und die Kardinäle ohne Scheu irr den Coffehäusern den Fremden verkaufet, dasBlatt für einen halben Paolo oder zween gute Groschen. Der Ursprung des Namens sol-cher satirischen Schriften von der gestümmeltcn Statue, bey welcher ein lustiger und nasen-weiser Schneider, oder wie andere wollen, ein Schuster, Pasquino genannt, wohnete, ist be-kannt.

Heut zu Tage werden auch die obrigkeitlichen Befehle an dieser Statue angeklebet.Man sieht nicht weniger daselbst anderthalb Mann hoch von der Erde ein Zeichen und eineJnscription, welche andeuten, wie hoch das Master von einer Ueberschwemmung der Tyberunter dem Pabste Clemens dem siebenten gestanden sey.

Was die in öffentlicher Lächerlichkeit lebende Frauenspersonen anlangt, so zweifele ich,ob alles wahr sey, was man von den Einkünften der päbstlichen Kammer aus der also ge-nannten Milchzinse zu schreiben pfleget. Diejenigen, so ibre Zahl auf zwanzig tausend rech-nen, bedenken nicht, daß kaum fünfzig tausend FrauenspcMnen, alt und jung zusammen ge-rechnet, in Rom sind. Was für Weibspersonen sich bey dem Barigello angeben, und ih-ren Namen, Alter, Vaterland, Familie und Wohnung in das dazu verordnete Buch ein-schreiben lassen, sind gemeiniglich häßliche schlechte Leute und eine solche Waare, welche inNeapolis und andern Orten keinen Abgang mehr gehabt hat. Der Prosit, so davon zu ma-chen seyn möchte, wird vermuthlich in den Händen des Barigello und der Sbirren klebendbleiben, welche Achtung geben, daß die Mönche und Pfaffen nicht diese verbokhene Wegegehen, und weder in der Osterwoche, Advent-und Fastenzeit, noch an Fast - und FesttagenEinspruch bey diesen viölimis oder rloarls publiris geschehe. Man versichert, daß ihre An-zahl sich nicht über achthundert belaufe. In dem heidnischen Rom waren sie in verschiede-nen Gegenden zusammen logirct, und die Oerter, wo sie des Abends sich versammlet findenließen, nennet wrnrvr.l.i.^xvs sä klxorem, lib. II, csp. 6 , Lanlllloria r) libielmum pu-blicarum, mit welcher AuSdrückung die lullüoria matronarum beym svrionio in bloro-ne cap. 27 überein kommen. Ueber ihren Gcwolbcrn oder kornicibus (von welchen die Be-nennung toinicakio herstammet) war einer jeden Inwohnerinn Namen nebst dem Preise zulesen, und zielet Iuvmal darauf, wenn er von der Messalina schreibt:tnnL nnlla papilliz

Lonkiitit auratis, tituluin mentita I.vcilcAe.

In der Ill!Üoii.r ä?oi.l.onii liest man eine dergleichen wunderliche Ueberschristmit folgenden Worten:

(chiieungue Darlmm clelloraveritI^leäiam läbrana clabit;lllollea populo patebit

Ac! liuAulos lolläos k).

Vor

üb. XVI

scheint der erste zu seyn, welcher das Wort con-Morwm für eine Versammlung von Rathenbrauchet.

n/rni'l/ri.. !ll>. II:

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Lonrrovers. II, p. m. § 2 .!

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