Band 
[Erste Abtheilung.]
Seite
463
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zu Rom.

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Vor der Abendzeit oder der neunten Stunde des Tages war es vor Alters nicht erlau-bet, oder wenigstens nicht gewöhnlich, daß diese lüderlichen Personen sich öffentlich darstelle-ten, und scheint solches die Ursache zu seyn, warum persius ein solches Mensch blonarimn Nonaris.nennet. Ihren Aufenthalt erkennete man an Veit brennenden Rampen oder Lichtern, so anihren Thüren bemerket wurden, und worauf srr«avi.ri>rxvs zielet, wenn er aä nxorem '

lib. II, o. 6 seht: Komtur I)ei anLÜln in laribus alieriis, A inter ülos oinnibus boooribuscl-emonum, onrnikns toleinnibus re^uin, incipiente incnle niclore tburi» ositabitur: L7

seinem tLpoloAetico schreibt er gleichfalls: Lur ciis lseto non laureis polies aeiuinbramns?nec lnoernis äiein inbrinZimus? lionelia res oll lolemnitste publica exiAente inöueere eio-inui tu« babitnm alicujus novi luponaris.

Beym uon ^ ri 0 kömmt vor:

- - lud clara nucia lucorna.

und beym ivvxx /rl. 1:

Oblenrisgue Aenis türkis lninogue lucernse.

Sowohl dieser Misbrauch der Lampen, als die gesunde Vernunft scheinen Ursache ge-geben zu haben, daß die ersten Christen nicht wenig wider die bey Hellem Tage in den Tem-peln der Heiden angezündete Kerzen geeifert; und i.^ci'nni'ivs lib. Vl schreibt: ^.c-

oonclunt lmnina velut in teucbris a^enti Oeo /).

Es ist aber auch noch heut zu Tage in Rom gewöhnlich, daß auf der Straße vor denGewölbern oder Kammern, in welchen öffentlich liederliche Frauenspersonen sich aufhalten,

Lampen brennen, welche solange weggenommen werden, als die Wirthinn einen Besuchempfangt. In Spanien erkennet man aus dem Degen, welchen derjenige, der eine solchehäßliche Visite giebt, vor der Thüre stehen läßt, daß der Platz besetzet sey. Uebrigcns ge-traue ich mir nicht zu entscheiden, ob auf obgedachten Gebrauch der Lichter gezielet worden,wenn nach Aussage des alten römischen Kalenders, welchen Lambecius aus einem Manu-scripte der kaiserlichen Bibliothek herausgegeben hat, der Monat April, welcher der Venusgeheiliget war, vorgestellet ist unter einem vor der Statue der Venus lustig hüpfenden Manne,wobey vor besagter Statue ein Leuchter mit einem brennenden Wachslichte steht. Daßman in dessen Flamme Weihrauch geworfen, bezeuget Ausonii Tetrastichon auf den MonatApril mit folgenden Worten:

Lonteäbnn örchrrto Venerein veneratnr /tpriüs.

Tennen rburis babet, guo nitct alina Ceres.

Lereus r> stextra ÜZmings ciilffinäit oäoras,

Lallama non cielunt, gneis reclolet ?gpbie.

Pius der fünfte war ein abgesagter Feind der öffentlichen Huren; und ob er gleich sei- Pms desne Absicht nicht erreichte, sie gänzlich aus der Stadt zu schaffen, so verordnete er doch, daß fünften Ber-ste ordnungen

- - Nomen tunm pepenclit infronte, rxuro^ivs Arbiter: r«-« e^s

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xnäiciti-l gleich zu Anfange: /,r

lub ipüs Ichiciinrun lituüs.

/) Eine abgeschmackte Ursache, warum manbey Tage keine Kerzen aufden christlichen Kirch-höfen anzünden sell, giebt das im Jahre ,;o; ge-haltene Lvncilnim Llibericsiniw., wenn es c. Z4Verordnet: ra-»//>er/o

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