Band 
[Erste Abtheilung.]
Seite
476
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476 xn Brief. Relation von den geistlichen Gebäuden,

tel von orientalischem Alabaster steht unter einem Himmel, der auf vier wohl polirten por-phyrnen Seulen ruhet.

Die (Bnonici von St. Salvakore bedienen diese Kirche, und werden allhier

.. die Lämmer aufgezogen, deren Wolle hernach zu den geweihetcn iäillüs dienet, welche derk-LlUa verfer- ^^st den Erzbischöfcn, und durch ein besonderes Privilegium etlichen wenigen Bischöfen zutiget wcrdeiu schicken pfleget, wofür sie sich wieder mit zehn tausend ja zwanzig tausend Thalern und mehreinzustellen haben, nachdem ihr Bißthum mittelmäßiger Einkünfte oder sehr reich ist. Daserzbischöfliche mainzische stallium mußte schon zur Zeit der Reformation mit dreyßigtausendGulden eingelöset werden, und stürben damals in kurzer Zeit drey Erzbischöfe hinter einan-der. Heut zu Tage zahlet der Erzbischof von Salzburg oder vielmehr sein Land jedesmalhundert tausend Gulden dafür. Die Einsegnung der zwei) Lämmer geschieht am St. Agnes-tage den iO Ienncr. Die stallia sind nichts anders als schmale Striche von wollenem Zeu-ge, so weder vor Hitze noch Kälte helfen können, auch nirgends verordnet sind, oder zu eini-ger Zierde etwas beytragen; unterdessen zielet man doch auf die durch Mosem den Levitengegebene Kleidungen, wenn unter andern über diese Lämmer zu sprechenden Gebethen auchfolgendes vorkömmt: Ommpoteu8 6c mileoicor.8 Dons, gest per Xlovleii stumilmn tmmrstoutistcibu8 'lübermiculo inlcrviemibus iustumeMa iustituisti, 6c per lanäkos /Lposto!o8Inas lacerstotibm 6c strLlulibusDvmgelicis vestiments lacra provististi, tn-rm 7^^'

üsr ste guornm vollere stiera pgllia pro stimm is stoutist-

cibu8, katriarestis Arcstlepilcopis conlleienäa stint, ut gni ei8 ntuntur, una cnm plebetibi eommista r'Mrrrr/AME stipcr cuju8 tumbam

vrsmus, äst -cternam beatitustürein perclaearrtur per Llmistom Dooüaum iiostoum. st.Amen.

Den mystischen Verstand des stallst giebt Clemens der zweyte in der Bulle, die er beyder Ertheilung des stallst an Johann Bischof von Salerno ausgefertiget, und liest mandavon folgende Worte in des n-enorcii ü-imalibus steelest Dom. XI, aä an. 1047,«-XII. P. 165:

In nomine katris, stllst 6 c 8pirItM 8auäki, ärestiepistopgli pallio oostra äpostolicamann clileäticmem vestmm inlignivimus, guo utaris toties in anno. gnotiez puleceüorestnos eo nsti8 kuiste coistlat. In guu, gnia cle vcllere ovi8 est, lutelligete ovium pastorem.klt guia eo circnincingeri8 6 c etiam circa stnmero8 portas, cognostesn 6 c nncligns circmn-Issieigz, ne aligna erret, 6 c in morstis incistat lnpornm. tznoci 6 alignanäo s guocl abstt )cvntigerit, eain stabsss in stnmero8 äst caul-im reporttre, 6 c pristinre locietati coastnnare.E^nost vero ante 6 c retro crnx Ooinini liabetur, illnst üpustolicnin iemper stoeet ante ocu-I03 tu«: menti8 liabere: lVlilst munstn8 erncistxn8 est, 6 c ego munsto. Weil die staliia,nachdem sie von den Nonnen, welchen der Pabst stäche Arbeit übergeben, gewebet worden,nach gewissen verrichteten Gebethen eine Nacht lang bey den Leichnamen der Apostel Petriund Pauli gelassen werden , st nennt man sie auch stalln, ste corpore 8. stetri stimta.

8. LnaKzliÄ 8-mta änastasta in Velabro ist eine artige Kirche, in welcher die schönen Gemälde, undr» Velabro. unter andern hinter dem Haupraltare die Geburt Christi verdienet gesehen zu werden. Ei-nige

«) Es halt schwer die Arten und Farben der nicht vor Augen hat und zeigen kann. Ehemalsvielerley Marmor und anderer kostbaren Stet- verkaufte Chitarella für dreyßig Scudi ein Kast-«e, welche a» Seulen und dergleichen Werken chen voll vier hundert und ftchszig besonderngebraucht werden, zu beschreiben, wo man sie Sorten von allerley geschliffenem Marmor, und

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