Band 
[Erste Abtheilung.]
Seite
496
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8. Oioleppccie ksIeßNLmr

8. OiovLiuükalt. in fönte.

Von Kon-stantins desgroßenTaufe.

Fenster,durch wel-ches der En-gel Gabrielgekommen.

8. Oiovannil-aterLnenle.'

496 XU Brief. Relatiolk vor; den geistlichen Gebäuden,

öc stäei verö 6ermanreHonens XIII. Vebr. älDLl.XXX. ann. bXX.

Kell^uit buic "llemplo scuta 4222.

' kolleris äestäerlum.

Die Kirche 8. Oiosoppe öe ?gIeAnnmi ist auf Unkosten der Tischler, Zimmerleute undWagner, welche eine geistliche Brüderschaft aufgerichtet haben, nach dem Risse des berühm-ten 6iac. ckolla korto erbauet, und finden sich darinnen gute Gemälde, absonderlich aber dieGeburt Christi vom Carlo Maratti. Unter dieser Kirche und gleichsam in ikrem Grund-gewölbe ist 8. kietro, in Larcere.

8. 6iov»nni kattiüa in tonte ist am Lateran, und wegen des Taufsteines, worinnennach der heutigen Römer Vorgeben Konstantin der große vom St. Sylvester getaufet wor-den F) , berühmt.

Ißt sieht man in der Mitte dieses achteckigen Gebäudes ein großes Gefäß aus ?ietmLZIrria mit einem Deckel von verguldetem bronxo. Rings herum stehen acht außerordent-lich große porphyrne Seulen, so bey fünfzehn Fuß hoch und anderthalb Klaftern dick sind.Wie etliche vorgeben, so hat man solche aus demPallaße deö Pilatus zu Jerusalem genom-men. Die acht Gemälde der Cuppola sind vom Andrea Sacchi, und die kreloo-Stücke inder Kirche vom Carlo Maratti, Gimignani, Camassei und Magnoni. Was man von denehemaligen Reichthümern dieser Kirche und den unglaublichen Geschenken Konstantins desgroßen an dieselbe schwaßet, sind allem Ansehen nach Fabeln, welche sich samt der Tradi-tion von Konstantins des großenTaufe zu Rom auf nichts gründen, als auf die verdächtigeVirus ?0Mi6culN, so dem St. Damahls zugeschrieben werden. Allhier wird jährlich amSonnabend vor dem Ostertage die Taufe der Türken und Juden durch den Kardinalvica-rium verrichtet.

Auf der einen Seite dieser Kirche geht man in die Kapelle 8. lob. Baptist«, und gegen-über in die Kapelle 8. soll. LvauAslistw. An beyderseits Pforten sind zwo kleine Porphyr-senlen, und werden niemals Weibspersonen eingelassen. Vor der ersten Kapelle gegen den-Tausstein hin, sieht man eine große eiserne Thür, die ehemals in Konstantins des großenHause gewesen. Selbst die Kapelle 8. soll. L-iytiü« soll diesem Kaiser zur Wohnung undKammer gedienet haben. Man zeigt hierinnen das kleine Fenster, durch welches der EngelGabriel zu der h. Mutter Maria gekommen. Anißt ist es zugemauert.

Nächst hieran stößt die Kapelle der heil. Ruffina und Seconda, nebst der von St.Venantio, in welcher letztem zehn schöne schwarz-marmorne Seulen und zwey wohlgearbei-tete Grabmaale der Kardinäle Ceva zu sehen sind.

Man besieht diese gemelkte Kapellen bequemlich zugleich mit der LaMica äi 8. Oio-vanni I>3ter-mentö, über deren äußerstem Eingänge und der Hauptpforte an dem Architravefolgende Versus beouiiü zu lesen sind:

DoAiugte kapsli ä-itur, öc stinul Imperiali,s)uoä stm cunÄr>rum bckater Laput Hccleiiarum,

Vliuc 8a1v3toris coelestia reAna cistorisbiouüue sauxeruut, cum cuucsta peraclla sueruut,

81c

Eustbius und andere karre- vom vierten große gegen das Ende seines Lebens zu Nikome«Jahrhunderte versichern, daß Konstantin der dien oder zu Theffalonich getaufet worden.