§28 XU Brief. Relation von den geistlichen Gebäuden,
auf gab ihm der Kardinal die Lehre: Man könne zwar denken, der pabst sey ein - *allein es sey weder nöthig noch rathjam, es zu sagen.
Pallast der Der Pallast der Inquisition selbst, und die Gefängnisse für diejenigen, welche das Un-Inquisition. glück haben, in ihre Hände zu verfallen, ist an einem andern Orte, nicht weit von St. Pe-ter: und erfahret man so wenig von dem innern Zustande dieses Gebäudes, als man zu Kon-stantinopel vom Serail sprechen darf. Viele Fenster desselben sind mit Holz also verwah-ret, daß das Licht nur von oben hineinfällt, wie man auch an theils Nonnenklöstern be-merket.
Inäex xurZz- Was den Segen oder Fluch über die gedruckten Bücher anlangt: so kömmt es damitKstorlus. gar vwl auf die Dominicaner an, sowohl wegen des XlaL'üro clel 8»cro kal^o, der allezeitaus diesem Orden ist, und ohne dessen Erlaubniß niemand in Rom ein Buch drucken, oderwenn es sonst verbothen ist, lesen darf; sondern auch, weil jederzeit ein DominicanermönchSecretär von der LonAeeZatioue «lell'IulliLe ist, von welcher man die Erlaubniß holen muß,wenn man außer dem Gebiethe der Stadt Rom verbothene Bücher lesen will. Das Lou-ciliuln IriäLutinum hat den ersten Inäicem libroeum pcobibitoemn und derer in andernsonst erlaubten Büchern enthaltenen gefährlichen Stellen herausgegeben, welches von derobgenannten (lonAeezatione IncliciZ von Zeit zu Zeit noch geschieht. Mit was schlechterUeberlegung und geringem Verstände aber solches zuweilen ins Werk gerichtet werde, kaunIgnoranz man daraus abnehmen, daß ein solcher Inquisitor dem die Worte, VirZo taw oü,
der Bücher- arisgestrichen hat, mit dem Beysahe: ?copolitio bawetica; nsm non clmuc kätum. Miteensorum. g^ich^ trefflichen Einsicht bemerkte er bey einer Stelle: boc ilclem äetrMtQijctano, fol-gendes : kcnpoluio lcanclrilosti. blmn LajewiE inortuug eli in 6cle.
Odeliscus bey Nahe bey den rucisribus des alten Tempels der Minerva, nämlich in dem Garten der8. I^gris so- Dominicaner, hat man eine mit vielen ägyptischen IIiceoAlvplüci8 (davon aber viele be-xra Minerva, (,„d ) gezierte Pyramide gefunden. Sie ist drey und zwanzig kalnü Koingni, oder
ungefähr sechszehn bis siebenzehn Fuß hoch, und hat sie der Pabst ?Üexander der siebente imJahre 1667 vor der Kirche 8. Xlaria loprs Xlinerva aufrichten lassen, und zwar solcherge-stalt, daß sie auf dem Rücken eines Elephanten, welchen Bernini verfertiget hat, ruhet.Die zwo am Piedestal befindlichen Jnscriptionen sind nicht übel gerathen.
I.
Vetercm Obelilcnmkiiüaäis AAvptia: monumentumbl telluro eruttunVt in XlinervL olimXunL Oeipacre Ocnitricisboco ereälum
OivinX 8apientiT ^lexancler VII. (
Oechogvit ^nno 8a1utisX1VLI.XVH.
II.
Layienlis
Insculptas Obelilco tiguraz/tb bllepbanto belluaruin kortistim»
Zeüan guisguiz bic vieler
l)o-