Band 
[Erste Abtheilung.]
Seite
529
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Z29

und pabstlichen Pallästen in Rom.

Documeiitum iMelliAoinenttL eise

Lolicigm sapieotiam suliiuere.

Da diese sehte Jnscription selbst andeutet, daß man den Elephanten wegen seiner Stärke er-wählet, uiy daraus ein Denkmaal der alten ägyptischen Weisheit zu sehen, so hat man nichtnöthig, auf andere Muthmaßungen zu fallen. Auf einer Münze des Kaisers Philipp,', wel-che Augustmus herausgegeben hat, zeigt ein Elephant, worauf ein Knabe mit einem Bundevon Pfeilen sitzt, Lteeiüt-ncm an, wie solches aus der Umschrift, Ltermtas AuZg. abzuneh-men ist.

8. Xlsria äe'kvlonti liegt zwar im Thäte, hat aber ihren Namen von denen herumlie-genden Bergen, dem Esquilino, Viminali und Quirinali. Sie ist schön und verdienet son-derlich wegen der auserlesenen Gemälde in Augenschein genommen zu werden.

8. Ivl.il'!!, in biavicella hat gute krelco-Gemälde vom Julio Romano und Perino delVague. Den Namen führt sie von einem marmornen Kahne, der vor der Kirche steht, undals ein Gelübde nach überstandener Sturmgefahr hieher gekommen seyn soll. Die Kircheist die meiste Zeit verschlossen, weil sie in einer ganz einsamen und wenig bewohnten Gegendder Stadt liegt.

8. Xlar-ia bbiova wird auch 8. krancelca koman .1 genennt, weil diese lehte Heiliginnin einem schönen Monument von Oislpro und andern kostbaren Steinen allhier begrabenliegt. Das Werk ist vom Bernini angegeben, und braucht also keines fernern Lobes.Wenn man nach dem Hauptaltare geht, steht man rechter Hand zweene mit eisernen Gitternverwahrte Marmorsteine, worinnen zwo Einbeugungen als Eindrücke von Knieen zu findensind. Dabey liest man die Worte: ln guelie pietre pole le Ainocbia 8. kiekro, guaucio iveinoüü poel. 8imon Xla^o per aria , und gründet sich alles auf die Fabel von des Si-monis Magi Flug in der Lust, bis er auf das Gebeth des Apostels Petri vor den Augen desKaisers Nero herunter gestürzet und die Beine gebrochen, von welchem Falle er in etlichenTagen darauf seinen Geist aufgeben müssen. Vor dem 'Altare stehen zween Engel vonweißem Marmor, welche die Lampen halten. Auf dem Altare selbst ist das Bildniß Ma-riä vom Evangelisten Lukas gemalet, und werden von diesem Stücke viele sonderbare Be-gebenheiten erzählet. Man sieht auch hier das Grab Gregorius des eilften mit einem schö-nen bgz-relief, so dessen Einzug vorstellet, als er den päbstlichen Sih von Avignon wiedernach Rom gebracht. Diese Verlegung hat den Römern allzuviele Vortheile gebracht, alsdaß sie ihrer nicht mit einer dankbaren Jnscription, die man dabey liest, hatten eingedenkseyn sollen. Solche ist unter Gregorius dem dreyzehnten aufgerichtet mit folgenden Worten:

Lbr. 8,il.

(n'SAorio Xl. keinovicenli, bumanitate, cioclrina, pietateguo aclmirabili, cpii utItalic leättiombus laborauti mcäeretur, loäein koMiöciam Ävenionein äiu transla-tsm Divino aNams bluinine, boniinumgue maximo plaulu, poli auuo8 septua^int»Komam seliciter reöuxit, kont. llii anno Vll.

8. k. K.

Dsirt2cKe1iAiom8 L Lenelicii non immemor, Orezorio XIII. ?ont. opt. L-lsx. coin-probante, Anno ab Orbe reclempto XI. v. XXXXIV. kos.

Die Kirche selbst war ehemals ein Theil vom Vorhofe des goldenen Hauses Neronis, gegen-über dem Platze, wo man noch die ruäera des l eiupli kscis sieht.

Trr In

Bedeutungder Elephan-ten.

8. Claris äc'

k^OIItl.

8. Uaria i»k^avicellr.

8. k^LriL

I^uova.

Eindruck derKniee Pet«in Stein.

Maria Por-trait von L«-kas.

Grab Grego-rius des eilf-ten.