und päpstlichen Palla'sten in Rom. zz?
begeben, die für alles sorget. In ihrer Kapelle oder Drakon» sieht man dle dckaclonug fiellakieta, oder Mariam mit dem todten Leichname ihres Sohnes, vom Dominico Guidi in Mar-mor gehauen. Auf einem vom Theodon gearbeiteten lE-relief erscheint Joseph, wie erwährender Hungersnoth den Aegyptern Getraide vorstrecket. Ein anderes, welches Le Grosverfertiget hat, stellt Tobiam vor, wie er zehn Pfunde an Gabel leiht. Die um itzkgedach-te bgs-reliek befindlichen 6ruppi schicken sich sehr wohl auf die Absichten dieses nützlichenWerkes. Einer zählt Geld auf die Tafel; der andere schreibt eine Quittung; der dritteträgt die Sache in die Register ein rc. welche Dinge alle sehr wohl ausgedrückt sind. Anandern Orten werden die buntes bietgtin auch Lombards oder Leihkammern genennet.
8. -licolo 6l lolcntino hat schöne Gemälde und etliche Seulen von violetfarbencmMarmor, welchen man bavouaceo zu nennen pfleget. In der Kapelle der Gavotti ist andem Altare ein treffliches ba8-relief in weißem Marmor zu sehen, welches die heil. Mariavorstellet, wie sie bey Savona einem Bauer erscheint. Es ist solches ein Meisterstück desberühmten römischen Bildhauers Cosmo Fancelli. Die Statuen St. Josephi auf der einen,und St. Joh. Baptistä auf der andern Seite sind vom Antonio Raggi und HcrcoleFerrata.
Der Kirche 8. Onnstio mangelt es nicht an schönen Gemälden, jedoch besuchet einFremder sie vornehmlich wegen der schönen Aussicht über die Stadt Rom, und wegen dermerkwürdigen Begräbnisse, unter welchen die zwey von den Kardinälen Madrucci von gu-ter Baukunst und Bildhauerarbeit sind. Der Kardinal Franciscus Barberini hatte seinemehemaligen Präceptor Bernardo Guglielmo oder Wilhelms und dem gelehrten JohannBarclajus zwey einander ganz ähnliche Monumente einander gegenüber aufrichten lassen;des letzten Wittwe aber war so empfindlich, daß man ihrem Manne, der von schottlandischemAdel und weltbekannter Gelehrsamkeit war, einen elenden Schulfuchs, wie sie Wilhelmumnennte, an die Seite und in Vergleichung setzen wollte, daß sie gern das Grabmaal umge-rissen hätte, und da dieses nicht in ihrer Gewalt stund, dennoch das darauf gesetzte marmor-ne Brustbild ihres Mannes wegnahm.
Auf der Erde liest man in einem Steine die Worte:
lorgu-iti 1'alst ollä stic jacent,blcrc ns nolcius eile« bolpc«bres Imjus stcdcsts:
1'. k.i) c i.
Obüt anno XlOXLV.
An der nächsten Wand steht folgendes Lob dieses berühmten Poeten:
1?orguati palst boetec,bleu guantuin in boc uuc> uomineLelebritatis rw laucluin!
Olsti buuL transtulit, bic conckiöitLouist Larc!.
t>le, gui volitat vivus per ora virum,
Lju8 religua parum lplenüicko loco,
Colerentur, gusererentur.
Aämouuit virtulis amor, aümouuitAävcrluz katrirc alumuum, rulverlur
Pyy baren-
Bildhauer-arbeit imOratorio.
8. dlicolo 6t1"olentino.
8. Onotriy.
GrabmaaleGuglielmiu. Barclaji;
Torquati
Tassi: