und pabstlichen Pattästen in Rom. Z4Z
In der Kirche äi 8. kaiwrario kriori cielleMira stehen zwey mit vieler alter mosaischer 8, k-Ancrztio.Arbeit gezierte ^mboues oder Pulte, welche in den ersten Zeiten dieneten, um auf dem ei-nen das Evangelium, auf dem andern aber die Epistel zu verlesen. Dergleichen gekün- Altemosai-stelte Arbeit ist auch vor dem Altare auf dem Platze, woselbst sonst des berühmten Bürger- bHe Arbeit.Meisters Crescentii Grabstein gewesen, zu sehen. Dieser soll itzt im albanischen Pallasteseyn. Der Himmel des Altars ruhet auf vier schönen Porphyrseulen, und in den Altareselbst sind große porphyrne Tafeln gesüget. Aus der Kirche geht man hinunter in die Oa- ostscomb-e.tscombss, welche aber nicht so gut als die von St. Sebastians sind.
Unten am Berge des Lapüolü war in alten Zeiten das Gefängniß, so Lulloäia § x^tro inmertma und Lgrceres 1u1Ii3iii genennek wurde. Weil hierinnen auch St. Petrus gefan- Lsrcere.gen gelegen seyn soll, so hat man die Kirche 8. kietro in Larcere auf diesen Platz gcbauet.
Aus derselben geht ein Loch in ein noch tieferes Gefängniß, in welches man itzt durch eineTreppe hinuntersteiget, die aber in alten Zeiten nicht vorhanden war. An der Wand die- Eindruck desser Treppe ist das Angesicht eines Mannes eingedrücket: welches daher gekommen seyn soll, Gesichtes Pe-daß ein ungeschliffener Wachter dem heiligen Apostel Petro eine so derbe Maulschelle Verse- tri in Stein.Het, daß dieser mit dem Kopfe gegen die Wand gefahren, welche im Augenblicke durch einsonderbares Wunder also erweichet, daß der Stein die Eindrückung des Gesichtes anneh-men können. Dieses Wahrzeichen ist mir einem eisernen Gitter als mit einem Roste über-zogen, und stehen die Worte darüber:
In guesto liillo ?ietro äa fli testa8pimo cla 8I)irr> öc il procii^io reläa.
In itztgedachtem untersten Loche ist ein Brunnen, welcher entsprungen, als Petrus nur mit Wunder-
der Hand auf den Ort geschlagen, da er zur Taufe seiner bekehrten Wächter Wassers vonnö- brunnen
then hatte. Es soll ihm niemals an Wasser fehlen, er auch niemals überfließen, welchem
letzten Fehler eine wohl zu erkennende bedeckte Rinne ohne Wunderwerk abbilft. Die Leute
haben einen sonderlichen Glauben an diese Quelle, und trinken das Wasser derselben wider
das Fieber und andere Krankheiten. Man zeigt hier auch die Seule, woran Petrus gefes- ^ «cliaui-
seit gewesen, nebst dem Tische, worauf Silvester Messe gelesen. Durch eine viereckigte xn. ^ ^
Oeffnung konnte man sonst bis in die eatacomb^ von St. Sebastian kommen, sie ist aber
itzt verschlossen. Außen vor dein obersten Gewölbe ist eine Kapelle oder Vorgalerie, und über
derselben oder gleichsam im andern Stockwerke die Kirche äi 8. Oioleppe äe'bäleAnamsivon
welcher ich schon oben Erwähnung gethan habe.
Auf dem Hauptaltare der Kirche 8. kiemo in klontorio, ist das berühmteste und §. pieti-o intrefflichste Gemälde, so man itzt in der Welt weis, nämlich die Verklärung Christi auf dem ivtontorio.Berge Tabor, welches das letzte Stück ist, das Raphael verfertiget hat. Ja nach seinem MeisterstückTode hat man keinen beredtem Zeugen finden können, um dieses berühmten Meisters Lob ^ Malersauszudrücken, als angeführtes Gemälde, welches man bey seiner Leiche (so lange sie noch Raphael-in seiner ehemaligen Wohnung stund) aufgestellet hatte, um den Zusichern kräftig vor Augenzu stellen, was die Welt an diesem Manne, der sein Leben nicht höher als auf sieben unddreyßig Jahre gebracht, verlohren habe. Ob die im untersten Theile dieses Gemäldes vor-gestellte Historie des Besessenen, aus welchem die zurückgebliebenen Jünger den Teufel nichtaustreiben konnten, besser auf einem besondern Stücke ausgedrucket worden wäre, oder obsie zu diesem Werke mit Recht gezogen worden, lasse ich andere ausmachen; genug, daß,wenn auch ein kleiner Fehltritt in der Erfindung begangen worden, der Ruhm vom geschick-ten Pinsel des Raphaels wenigstens hiedurch keinen Abbruch gelitten habe. Außer der
Be-