von den Kirchen in Rom. 6n
auf seinen Schultern tragt, oder die Arche Noa mit der Taube, Jonas, so vom Wallfischeausgespieen wird, und dergleichen Vorstellungen zu sehen sind, mit einem viel deutlichernBeweise, daß sie den Christen gedienet haben, als das bloße Zeichen des Kreuzes auf denGrabschrifren ist, indem solches, wie aus Tckonirr.^veoi'i Lullen,, ^mig. lllxpl. 'I'om. H,x>. izz und ' 1 '. M, x. 77 zu ersehen, auch auf ägyptischen und etruscischen Monumenten, wel-che offenbar alter als Christi Leiden sind, angetroffen wird. Der alte griechische Buchstabelau, welcher ein Zeichen der Absolution und Befreyung war, hatte die Gestalt eines Kreu-zes, dessen Stamm ein wenig über das Querholz hervor reichte: Arhanasrus Rircherwill im krociroino Loxtn erweisen, daß das Zeichen des Kreuzes bey den Aegyptiern, Per-sern und Indianern ein blieroAluplucmu gewesen, das die vier Elemente vorgestellet habe.Aus des nvrixi Kirchenhistorie lib.2,c. 29; 8ocm-rcrn, soxcuurno und sviv.^ unter demWorte sieht man deutlich, daß dieAegyprier dadurch das ewige Leben abgebildet, undman dergleichen Zeichen in den Tempeln Serapis gefunden. Auf etlichen ägyptischen Mo-numenten trifft mait sogar drey nebeneinander stehende Kreuze an; es wäre aber lächerlich,wenn man solche aus den Kreuzen Christi und der zween Schacher erläutern wollte.
/ 7 r'tt§ I IUIXV3, <ie vitn callitus comparanäa 1 . z, c. I8, meldet: daß bey den Arabern einesolche Figur im Gebrauche gewesen, welche den Einfluß der Sterne angedeutet habe. (corst.
äs veter. rit. ^Avpt. und rioxon. expostt. menss: Illacse) Des Götzen llio-roui8 Hammer, dessen in den Alterthümern der mitternächtlichen Völker öftere Erwähnunggeschieht, gleicht ebenermaßen dein Zeichen des Kreuzes, also daß eines für das andere ge-nommen werden konnte, wie aus des sieonxo K»ININA bLockon Aclulstens ko-
llres 8gßg cgp. Ig zu ersehen ist (*). Von dem Kreuze auf den runischen Steinen hat Ire.eine besondere Schritt herausgegeben.
Da nun aus angeführten Umstanden erhellet, daß diese Qerter sowohl den Christenals Heiden zu ihren Begräbnissen gedienet: so sieht man wohl, mit was für Dreistigkeit derpäbstliche Stuhl alle diese Gebeine für heilige Reliquien auSgiebt, und mit was für Leicht-gläubigkeit man solche Knochen als die kostbarsten Dinge annimmt, in Gold und Silberfasset, und ihnen eine religiöse Verehrung erweist, da sie doch eben so leicht von einem nie-derträchtigen heidnischen Sclaven, als von einem Christen seyn können. Es ist zu vermu-then, daß die Christen oftmals ihre Leichen auf besondern Plätzen zusammengesetzt haben;allein wer kann itzt entscheiden, wo diese Gegenden sind, und wie weit sie sich erstrecken.Gesetzt auch, man finde einen Leichnam, aus dessen Inscription man gewiß schließen könne,es sey eines Christen oder Märtyrers; folgt dann daraus, daß alle diejenigen, welche damalsden Namen von Christen geführet haben, auch christlich gelebet und ein seliges Ende genom-men haben? Ist es nicht mit vielen angegebenen Märtyrern, wenn man sie nach der Kir-chenhistorie beurtheilet, also bewandt, daß man billig in Zweifel stehen muß, sie für heiligeund selige Leute zu erkennen? Die gute Sache, für welche man leidet, machet allein nichtdie Ehre der Martyrerkrone aus. Zu Hieronymi und Augustini Zeiten fingen die Mönche
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guum propinsnllui esset lc^plnis, lollemnl ler- lsretnr rcx? reff>an-llt 8l§urllus Izrlus: nongcl-mone Lussicstus ess LiZurclus, conlccrstumgue mocluin clilllinili rstiane, gur» ipii viribus se ro.Oclino cormi evscusvit, sc mox reziletuin bori contill numini 'I'iroro conlecrsre iolegnt,trslliclit. Its rex sccepto poculv crucis llgno il- etism crucis llßurs, utziote Ikoronis inüßni, po.lull tiAnsvit. gnilu-»civerten8 Xsrus 6r^- culuin ssium UAiisre rusluisse reZem. <chiil>ur
tin^cntis: itts quill iil>i velit cerimonm roAut, <L it-i lliÄis tellztum ell circs velperam tumulniJn.rwmguill «llliiic lsera viölimasgue ^entiles Zver- tiüiii inurmur.
Zeichen desKreuzes auchaufandernals christli-chen Monu-menten.
Was von de-nen daraushergenomme-nen Reliquienzu halten?