Band 
[Erste Abtheilung.]
Seite
612
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Wie diese un-terirdischeGewölber juZeiten Hiero-nyrlms be-schaffen ge-wesen.

Daß sie nichterst wieder inneuern Zeitenentdeckt wor-den.

8. 8ilvellroe käsrtino.

Marter-

steine.

8. 8ilvekro in

Lsmpo

ro.

Originalpor-trait des Hei-landes.

612 Brief. Fortgesetzte Nachricht

zwar schon an, mit Reliquien einigen Handel c) und Wandel zu treiben; allein auf diesengroßen Vorrath von Heiligthümern dachte man damals noch nicht, weil ohne Zweifel dieFalschheit eines solchen Vorgehens einem jeden allzuklar in die Augen würde geleuchtet ha-ben. mekoxvLlvz Lomment. in Lösch. c. 4 U meldet: daß er als ein Knabe öfters indiesen Begräbnißgrüsten zu Rom gewesen, worauf man aber damals so wenige Sorge ge-wendet, daß er wegen ihrer furchtsamen Finsterniß den Ort aus dem 54 Psalm auf sie an-wendet: OssLsnäunt aä intsrnuin viventes; und den virgilianischen Vers:

Horror nbigue auiinos lünul ipla tilemia teerent.

Lleurp, in seinem Buche von den Sitten der ersten Christen, behauptet aus vosnKoma jubtsrrMsa, daß Konstantin der große aus Andacht die Catacomben verschütten las-sen , damit die Heiligthümer der ersten Märtyrer nicht etwan verunehret würden, und daßman erst zu Ende des sechszehnten Jahrhunderts diese unterirdischen Gange wieder entdeckethabe. Allein dieses ist offenbar falsch; und wenn einige Catacomben erst in spätern Zeitenwieder gefunden worden, so ist solches der wenigen Achtung, die man jederzeit für diese Ge-beine gehabt hat, zuzuschreiben, aus welcher Ursache man auch aus vielen solchen unterirdi-schen Galerien erst vor kurzen Jahren auf pabsttichen Befehl die Gebeine zusammen gesuchetund in bessere Verwahrung gebracht, nachdem man mehr und mehr eingesehen, wie hochman diese Waare ausbringen könne. Ich habe viele Jnscriptionen in den Catacomben be-merket, welche durch ihre gothische Jnscriptionen andeuten, daß sie ex wvo insclio sind, jain einer von den Sebastianischen ist deutlich das Jahr 1409 ausgedrückt. Anderer ganzneuern Überschriften, worunter sonderlich eine 8. kvlartvri klaximo gewidmet und befindlichist, aniHt nicht zu gedenken, welche gar leicht mit der Zeit für ächt und alt können ausgege-ben werden.

In der Kirche von 8. Lilveüro e kclartino all» -ckontl zeigt man die Form der WiegeChristi, nebst einem alten schwarzen steinernen Gewichte, so zur Marter der ersten Christengebraucht seyn soll. Wenn man in das untere Gewölbe geht, liest man linker Hand untereinem gemalten Marienbitde:

ker 1e Irinims stnuIiliLatur Ac.

In diesem Gewölbe, worinnen sich St. Silvester zehn Jahre aufgehalten, ist auch die heil.Maria so Xlolmgus zu sehen, welches Bild für das erste in dieser Arbeit ausgegeben wird.

8. 8i!veffrc> in Lsinpo lvl'-iröo oder in Oapits hat schöne Gemälde von Trevisani, Te-rentio d' Urbino und Tarquinio de Viterbo; absonderlich ist die Decke schön verguldet undvon Roncalli und seinen Lehrlingen ä frelco gemalet. Die Apostel über der Orgel werdenfür das beste Stück des Gramignoli gehalten. Das vornehmste allhier ist das Angesichtdes Herrn Christi, welches nach Berichte der Heiland selbst auf weiße Leinwand

ab-

e) Viä. ^V6V81'INV8 üb. äs vxere ma-nsch. c. r 8 - -rvuLl-ivs säsn.zoz,

p, 62,I^ex. z, Loä. üe 88. LccI.

(*) Nicepborus verdienet wenig Glaubwür-digkeit, wenn er versichert, daß der Brief Chri-sti an den Abgarus geschrieben sey.

Der Ausspruch des Augustiners erreget billigden größten Zweifel contr. ksust. tvlsnicb. c. r8,n. 4: 8i prolstL sticrintgligu» litkerZ', gerne ip6-»i8 propres Lbriki äicsntur, umie 6eri poterst,

ut 6 vere ipllns essent, non legerentur, non scci-perentur, non prsecipu« culmine smAoritskis emi-nerent in ejus scclelis, gure ab ipso per spotto-los liicccäentibus llbimet cpistopis »eigne sä te?cctempors propsZsts äüststur? Pabst Gelasius

zahlet aus diesem Grunde den Brief Christi unterdie apokryphischen Schriften in äecret. äs libr.spocr. in jur. csn. äiU. i;,c. z. Erasmus, Lau-rentius Valla, ^ella-m-nus, Rigalrius, Dril-let, Richard Simon und andere offenherzige

Pa-