Band 
[Erste Abtheilung.]
Seite
614
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6i4 n Brief. Fortgesetzte Nachricht

Lx plcrisguö nionniiwmiz Vatrnm, Eonoiliorum,Immnoi um lloruilicuoi prselertim 8tspftani IV.blaäriani I. klartiui IV. Ilomläcii VIII. öc Lonisacii IX.

Dispute we-gen desHauptes Jo-hannes desLausers-

8 . lchirito in8 aUis.

Bibliothek.

(Viele andereHospitäler.)

Erhaltungder Find-linge.

ReMbumdieses Ho-spitals.

Gegenüber ist eine dergleichen Jnscription und Zeugniß von dem Leichname des heil. 8il-

vellri i'apre öc Lonlellons.

Indessen ist wegen des Hauptes St. Johannis des Täufers das Reich mit sich selbstuneins; und obgleich fünf PLbste für die hiesige Kirche und das Kloster St. Silvester gespro-chen, so behauptet dennoch die Stadt Amiens, daß sie allein das Haupt Jöhannis des Vor-läufers Christi, besitze, und ihre Rechte hat ein cerncrn in einer gar gelehrten Dissertationweitläuftig ausgeführet.

Die Kirchen 8. Zilvellro in klonte Lavallo und clello 8virito 8. äs' blapolitani äüraäa Oinüa haben schöne Gemälde.

Die Kirche eil 8. 8piriw in 8-,iIm hat den Namen von ihrem Stifter Ina, Königeder Westsachsen in England. Sie ist gleichfalls wegen der Gemälde zu besehen und in demHofe des dazu gehörigen Hospitals hat Alexander der siebente eine schöne Fontaine, aufführenlassen. Der berühmte Leibarzt Clemens des eilften, Maria Lancisius vermachte im Jahre1714 seine auserlesene Bibliothek in dieses Hospital zum öffentlichen Gebrauche, und bestehtdieselbe aus vielen mathematischen, physikalischen, botanischen, anatomischen, medicini-schen, chymifthen und andern zur Naturgeschichte gehörenden Schriften in griechischer, ara-bischer, lateinischer und andern Sprachen, nebst vielen anatomischen, mathematischen undmechanischen Instrumenten. Es sind in Rom zum Besten der Kranken und Armen mehrals dreyßig Hospitäler ^); allein es kömmt keines diesem bey, als in welchem man oftmalsüber tausend Kranke, die wohl unterhalten werden, zählet.

Zur Erhaltung der kleinen Kinder, welche alle Nachte, zu Abwendung vieler Kiuder-morde, in die besonders dazu verfertigte Maschine geleget werden können, unterhält man be-ständig vierzig Ammen, außer mehr als zwey tausend andern, welche sowohl in der Stadtals auf den Dörfern jährlich etwas bekommen, daß sie die neugebohrnen Kinder säugen undbis ins dritte oder vierte Jahr erziehen, da dann die Knaben mir der Zeit zu Handwerkern,Künsten und andern Wissenschaften angelehret und so lange unterhalten werden, daß sieselbst ihr Brodt verdienen können. Die Mägdchen, deren insgemein mehr als fünf hun-dert sind, werden unter der Aufsicht der Nonnen von St. Thekla, Augustinerordens, beson-ders erzogen, bis sie in dem Alter sind, das Klosterleben oder den ehelichen Stand zu er-greifen, in welchem letzten Falle jede mit hundert Scudi ausgesteuret wird. Besagtes Ho-spital ist sehr reich, soll aber vorzeiten noch viel größere Einkünfte besessen haben, ehe etlichePabste einen Theil davon zu andern guten Anstalten angewiesen haben; indessen übersteigtseine jährliche Einnahme noch anitzt hundert tausend Scudi, ohne was sie durch Circulirungdes Geldes, so in ihrer Banco (in der 8traäs Laucfti) steht, gewinnen, welches desto höhersich beläuft, je wenigere Gelegenheit man sonst in Rom hat, sein Geld sicher, obgleich ohne

Zin-

perpetuo centu clonavicMino NHXXXVII. Pont. II.

In dem LoiUcrvLtorio äi govere pancinlle

ckisniste le /occnlette Hat Jnnvcenkius derzwölfte solche Anstalten gemacht, daß zwei-hundert arme junge Mägdchen, deren Keufthbeit

sonst

§) Ueber der Tbüre des Hospitals cli8.?rsn-cetco ponre 8Mo liest man :

8ixtns V. kont. XIsx.

kgnpcribns pie -UcinÜL, ve panc verbogue carcsnt,mnlto Mo cciEgtss ^rcII^s Täes c.xäriixn, Jptavit, smyli^vit