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L-VI. Brief. Reise von Rom
Terracina-
Fruchtbare
Gegend.
Iohannis-
brodt.
MonumentePriapi alseines Vorste-hers der Gar-ten.
Ueberreste et-licher Alter-thümer.
Vis
Gränzendes
Königreichs
Neapolis-
BenöthigterP »sichert.
Terracina, voralters Anrur genannt, ist die letzte Stadt des päbstlichen Gebiethes, undliegt an einem Berge. Die Gegend hat zwar noch einige Moräste, ist übrigens aber sehrfruchtbar und mit gutem Weinwachs, schönen Garten und vielen Orangenbäumen, die hieund da in kleinen Wäldchen frey und «»umschlossen stehen, versehen. Sowohl hier als wei-ter hin im Neapolitanischen wird viel Johannisbrodt, so als große Schoten von Bohnenwächst, gebauet, und nennt man diese Frucht Larobr, oder Oarrobola, den Baum aber Oro-bajo. Da also der ganze Strich Landes einem angenehmen Garten nicht unähnlich ist, sohat man sich nicht;u verwundern, daß die alten Heiden, nach Aussage etlicher Figuren, dieman an verschiedenen Orten eingegraben findet, dem Priapuö als einem Oeo Illortormnviele Ehre allhier erwiesen haben ü).
Gleich hinter Terracina findet man die ruäera des Janus-Tempels, des PallastesJul.Cäsars, Hadrianö und etliche andere Alterthümer, worunter die Via ^ppia, auf welcher manüber Viola hinaus bis an den Fluß Garigliano beständig bleibt, das vornehmste ist. DieseStraße hat ihren Namen vom Onlore Applo Liauäio, der sie von der korm La^ena zuRom bis Capua machen laßen. Aus des Aunal. Illb. II, c. zo, sinnnonn und
«on-rano erhellet, daß sie zu dieser Männer Zeiten bis nach Brundisium gereichet; wer sieaber bis dahin verlängert, wird nicht gemeldet. Man folget ihr nicht allezeit, theils weilman nähere Wege angeleget, theils well sie an vielen Otten gar schadhaft und für fahrendeunbequem worden ist. In hiesiger Gegend hat man ihr mit fleißiger Ausbesserung in soweit geholfen, daß man nicht Ursache hat, sich allzusehr darüber zu beschweren. Die Steinesind einen bis zween Fuß im Viereck wohl zusammengefüget und von solcher Härte, daß ihnender Gebrauch und der Verlauf so vieler Jahrhunderte wenig Nachtheil gebracht hat. DieBreite des Weges ist von zwanzig lAllmI Kom-mi, dergestalt, daß zween Wagen einanderfüglich ausweichen können. Von Terracina hat man die offenbare See ganz nahe zur Rech-ten, ja eine italienische Meile von dieser L-tadt hat man einen Theil eures Felsen abtragenmüssen, um Platz für die Landstraße, die an die See stößt, zu haben. Drey Meilen vonhier findet sich die Granzmauer, so llormll» genennt wird, und von dem Berge nicht zwarganz bis an die See, wie etliche melden, jedoch aber bis an den Thurm, worinnenzuKriegs-zeiten neapolitanische Bejahung ljegk, reichet. Auf der Seite gegen Neapolis liest man amThore folgende.Inscriptiou:
klüiippo II. Aeoe Ostftoücokerafl Xlrai« Oux pro IksIc.
Illolpes, Ine ssurt flnee Kegill AUpnIiwm.
81 amicu8 aäverÜ8, pacsta omula Inveuleröc mali8 uroribus pullis, boiras loAss.
Lmno Oomiiu XlOI-XVIII.
Wenn man'von Rom nach Neapolis reifet, versieht man sich mit einem Passe, welche»der kaiserliche Minister oder derjenige Kardinal, so des Kaisers Interesse beobachtet, ohne
Em-
6) VIROIl.. Lcl. VII, V. :
8vtum lEIs, öc ltLL te llbs, krlspe, guot-
snnis
ktxsseÄsre tät ell: cutlos es psu^erls liorti,Kunc te mÄrmorcuni yro tem^ore ieclnius:
st tu,
8i 5«tura ZreZem üippleverit, aureus etio.
Lonk.nsvi-l.. llb-I,LI.I. iNLL'ri^i.. l1t>,VI, ky. 16 :
1u gui pcne viros terres sc Islce cinseckssgugerg tepoüti ysues tucre loci.
Priapus wurde daher auch bey den Römerngenannt
- - iururn sviumgue
Mxima foriniclc» .