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nach Neapolis.
Entgelt ertheilet; eben dergleichen Erlaubniß erhält man bey der Zurückreise von demVice-Koy in Neapolis, und wird in beyden die Zeit, wie lange solcher Paß gelten soll, ausgedrückt.
Man hat unserer Gesellschaft dieses Zeugniß weder zu Terracina noch bey der iHtgemeldten UnterschiedMauer, sondern erst zu Mola abgefedert. Insgemein unterscheidet man allhier das päbst- despabstli-liche Gebiethe von dem Königreiche Neapolis durch die Benennungen von lr> O.unpmana undi! Kegno; man findet aber auch einen großen Unterschied an den Landern selbst, indem das Gebieths.Neapolitanische viel schöner und bester, als das pabstliche Land bebauet ist.
Ich werde mich jederzeit mit Vergnügen der schönen Aussicht, deren man zwischen Schöne Ge-Fondi und Jteri genießt, erinnern. Rechter Hand des Weges zeigete sich ein mit Kohl, genden.Flachs und Getraide bebaueteö Land, zwischen welchen die Weinstöcke alleenweise und alsodaß ihr Laubwerk sich oben mit einander verbindet, angeleget sind. Dieser Prospect endigetsich mit der See, auf welcher stets einige Tartanen und Schiffe hin und her segeln. LinkerHand des Weges sieht man wiederum Weinwachs, Del-und Maulbeerbäume, große Cy-presten, schöne Pomeranzenwäldchen und endlich ein kleines Gebirge. Fast eben dergleichenangenehme Gegend ist hinter Mola anzutreffen. Vor Gariglione ist das Land etwas schlecht,es währet aber solches nicht lange, und sobald man über den gemeldten Fluß gekommen,bleibt man beständig auf einem ebenen und fruchtbaren Boden.
Fondi ist die erste neapolitanische Stadt auf dieser Seite, sie hat im Jahre i;z4 eine Fondi.große Verwüstung erlitten, als ttariacieu Z-mbmosia sich vergebliche Hoffnung gemacht hat-te, die wegen ihrer Schönheit berühmte Juliam Gonzagam Herzoginn von Trajetto und Grä-finn von Fondi von hier hinweg zu rauben, und in des türkischen Kaisers Serail zu liefern.
Eine mehr als zu weit getriebene und wilde Keuschheit ist es zu nennen, wenn es wahr ist, Begebenhei-was etliche vorgeben, daß als diese Prinzessinn durch Hülfe eines Cavaliers kümmerlich und rcn der Juliabloß im Hemde entronnen, sie hernach diesen ihren Wohlthäter auf hinterlistige Weise aus Gvnzaga.keiner andern Ursache, als aus Verdruß, daß er sie in solchem Stande gesehen, habe hinrich-ten lassen. Wäre diese schändliche That von ihrem Gemahle dem Vespasian Colonna anbe-fohlen worden, so fände man in der den Italienern gleichsam angebohrnen Eifersucht viel-leicht einigen Schein der Entschuldigung; der Julia Undankbarkeit aber könnte mit nichtsbemäntelt werden. Allein es ist vielleicht leichter, die Juliam wider die Beschuldigung derUndankbarkeit zu vertheidigen, als die Ehre ihrer damals erhaltenen Keuschheit zu behaupten.
siaii8 Ie8 Vier äe81)ame8 illustre^ 282, und aus ihm cklist. äs
kran^oiZ I, iib. 8- p. Z47» -INN. 15Z7, erzählen den Verlaufdes ganzen Handels, und wieJulia durch das Geräusch der annähernden Türken erwachet, im Hemde zum Fenster hinausgesprungen, und solchergestalt in die benachbarten Gebirge entronnen sey. Von einem Ca-valier, der ihr Hiebey hülfiiche Hand gereichet haben sollte, wird nichts gedacht, dieses aberhinzugefüget, daß sie auf ihrer Flucht den Banditen in die Hände, und also aus dem Regenin die Traufe gerathen sey, auch hernach ohngeachtet der eidlichen Versicherung, welche HieJulia gab, daß diese Leute'allen Respect vor sie behalten, wenige Leute dennoch haben glaubenwollen, daß sie ganz rein davon gekommen sey. Diese Umstände bestehen nicht mit der Ge-genwart eines Cavaliers und seiner darauf erfolgten Hinrichtung. Uebrigens irren Bl an-ko nie und Varillas, wenn sie diese Prinzessinn Liviam und ihren Mann Ascanium Colon-nam nennen. Bey abgedachter Zerstörung von Fondi hat Larbarollä auch der Gräber Pro-speri und Antonii, Herzogen von Colonna, nicht verschonet, sondern selbige völlig zerstöret,auch über die in der Stadt verübte Grausamkeiten, noch viele Einwohner in die Sclavereygeschleppek.
Mola