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i.xi. Brief. Reise
Ganz unten an diesem länglich viereckigten Gebäude findet sich eine Oeffnung, wo-durch man hinein kriechen und an der Decke folgende in Stein gegrabene Worte bemer-ken kann:
D. Leptünlus klebeius.
Oben an der Seite gegen den Weg ist ein Kreuz zwischen Weinreben en bas-rellofgebildet.
Da nun an diesem Werke so wenig heidnisches, und hingegen so viele Merkmaaledes Christenthums zu spüren, so kann man den Verehrern des grauen Alterthums kaum die-ses einräumen, daß solche Kapelle vielleicht aus den Ueberresten eines heidnischen Tempelserbauet sey. Ob aber dieser Tempel dem Clitumnus geheiliget gewesen, ist noch eine andereFrage, und deswegen zweifelhaft, weil rmxivs r) ihn an das Ufer des kontls
elitumni in einer solchen Gegend setzet, da der Fluß schon anfängt schiffbar zu werden,welches allhier, da er nur etliche hundert Schritte von seinem höher gegen Ua Vene (undnicht, wie Misson meldet, mehr gegen Pisignano) befindlichen Ursprünge entfernet, nochnicht ist, ob er gleich schon vieles Wasser führet, und mit drey oder vier starken Quellen her-vorbricht. Dieser Scrupel wird noch mehr bestärket, wenn man in Erwägung zieht, daßSV2WOXIV8 im Leben des LaliAtils: c. 4z meldet, wie dieser Kaiser sich nach Mevania be-geben, um des Clitumnus Tempel und geheiligten Wald in Augenschein zu nehmen. DennMevania ist außer Zweifel die kleine Stadt Bevagna, so bester abendwärts an der Tiniaoder Timia liegt, allwo sich schon die Gewässer der Flüsse Tacarena und Rucciano mit demClitumnus, welcher ehemals seinen Namen bis an den Topino behalten haben mag, vereinigetfinden, (conk. uväan. lib. I und VI, 8 )flv. lab. I.) Es kann aber wohl eine von denkleinern Kapellen, deren plinius L) verschiedene in dieser Nachbarschaft setzet, allhier ge-standen haben, zumal da auch wenige Schritte davon eine treffliche Quelle, welche deö pli-nius Stelle erläutert, angetroffen wird. Als ich an dem einen Quadersteine, womit ißkge-dachte kleine Quelle (die sich bald mit dem großem Bache vermischet) eingefasset ist, eineJnscription bemerkte, ließ ich solchen durch etliche gegenwärtige Bauern aus dem Wasserheben, und fand daran die Worte:
X VlldO VL. . ILI8
Einbildung Da ich kaum diese Worte gelesen hatte, fragten mich die Bauern, wo sie anfangender Italiener sollten zu graben, und als ich nach der Ursache solcher Frage forschte, antworteten sie mitdenen^Scbä 3^'^' Deg'krde: ^er trovsrs i (leiisri, weil sie vermutheten, ich würde nun genaue Nach-tzeit. ^ richten haben, wo der Schatz, welchen sie in dem alten Tempel oder seiner Nachbarschaftvergraben zu seyn glaubten, gesuchet werden müßte. Das gemeine Volk durch ganz Ita-lien ist mit dem Aberglauben von verwünschten Schätzen sehr eingenommen, und wenn mansich in den alten Mauerwerken mit genauer Untersuchung lange aufhält, komme» sie alsbaldauf die Gedanken, es geschehe solches in der Absicht auf verborgene Reichthümer. In sol-chem
?') n. VIII, 6p. 8 : kons sä li»c, L jsm sm-pliUimurn iiurucn atgue ctism nsvium pstiens,c^uas odviss ^uv<zne 6c contrsrio nilii in ciivcrtatenäcntes, trsnsniittit 6c perkert: acleo valiäus,ut ills, 4ns properst iple, cpisngusm per lolumplsnum, remis non acljuventur: iäem »Aerrimeremis contisgue luperetur sclverlus. - - Ki-
gor sguL certsverit nivibur, nee color ceäit.
z-) I. e. -Icljscet teniplnm pritcum äc relißio-kum. 8tst Clitumnus ipse amicius ornstus^ueprs:texts. ?r.rlcns numen stgue etisni tstiäicuiuinclicsnt lortes. 8psrls liult circa sscells com-plura, toticiemcjue Oei tlinulacrs: liis cuique ve-nerstio, Niuiii nomen: guibusclam vero etiamtonte«, dlsm prsNer illuw, gusü psrentcm c«-
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