voll Rom nach Loreto. 885
der Tiefe des Thales und des Grabens doppelt übereinander. Die ganze Höhe soll vierbis fünf hundert Fuß betragen. Nusson giebt sie noch höher an.
Um Spoleto und in etlichen andern Gegenden Umbriens findet sich lignum kolllle, l^m»« 5a5-so in einer kreidigen Erde wächst, seine poros wie das andere Holz hat, und zu Kohlen bren-net. Es ist dieses ganz unterschieden von einem Holze oder Buschwerke, das an etlichenOrten Italiens wächst, und weder zum brennen noch schmelzen gebracht werden kann, obman es gleich viele.Stunden lang glüend erhält. Die besten Brennspiegel, welche Eisenund Steine schmelzend machen, können dergleichen bey ihm nicht leicht ins Werk richten.
Es verliert auch durchs Feuer weder Farbe noch Gewicht. Dem äußerlichen Ansehennach gleicht es einem Eichenholze, ausgenommen daß es ein wenig weichlicher und sowohlseine Rinde als das Innerste etwas röthlich ist. * Es läßt sich leicht schneiden und brechen,vornehmlich wen» es oft im Feuer gewesen. Im Master fallt es zu Boden, es mag soklein, als man wolle, geschnitten seyn. Im käuen spüret man weder Sand noch einen an-dern Geschmack von Mineralien. üb. II, c. 9 schreibt dergleichen Unverbrenn-
lichkeit und Schwere dem Baume Uarix, der um den Po und das adriatische Meer häufigwachst, zu, uitd meldet dabey, daß Julius Cäsar einen an dem Alpengebirge von solchemHolze gebaueten Thurm nicht habe verbrennen können, plinius. 5 ), der diese Bäume un-ter die Arten von Fichten und Tannen rechnet, leget ihnen gleiche Eigenschaften bey. Nurwird der Name üarix bey den Alten von gar vielerlei) Bäumen gebraucht. Ich werdeetliche Stücke von diesem unverbrennlichen Holze in meines Herrn Sammlung natürlicherMerkwürdigkeiten zurück bringen. Mai, hat dergleichen auch ungefähr in Andalusien beySeville gefunden /?). üunun asbellum, das man in Siebenbürgen und anderwärts fin-det, und woraus unvcrbrennlich Papier und Leinwand verfertiget wird, ist ein Stein, dermit itztgedachtem Holze keine Verwandschast hat.
Von Spoleto an kömmt man in ein sehr angenehmes Thal, so mit der Gegend von Schöne Ge-Pisa nach Florenz eine große Gleichheit hat. Insbesondere findet sich eine treffliche Aus-ficht von dem leuiplo Liitnmrü, welcher nur etliche hundert Schritte über die erste Post- elicumni.station, Vene genannt, hinaus liegt. Aus diesem Tempel hat man in den neuern Zeiteneine christliche Kapelle gemacht, die den Namen von St. Salvadore führet. Die küccimanach der Ebene fallt gut ins Auge und hat sechs korinthische Seulen, deren zwo mit Figu-ren von Lorberblättern, die schuppenweise auf einander liegen, gezieret, zwo in ihrer Rundegewunden (torles) und zwo viereckigt, perpendieular-gestreift oder canellirt sind. Ueber ih-ren Frisen liest man:
s 8L8 I)eu8 AuAelorulu, gui lecit relurreÄionem.
Zur Rechten zeiget sich über dem Architrave der zwo Seulen, die mit Blättern ver-sehen sind, die gestümmelte Schrift:
8L8 MV8 A?08K) -----
.8I0NLK1.
Auf der linken Hand:
8L8 Leu« kroketarum gui kecit reclimptionem.
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HiN. bist. üib. XVI, c. 10: />) Lonf. ai-xkc kibliotiiegneLboilie,l'vm.
»ec s//o ?/?s- XII, P. 57.