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von Loreto.
darbringt, und hat es damit nach Anleitung der darunter geschriebenen Nachricht folgendeBeschaffenheit: Es war dieser Mann, der zu Anfange des sechzehnten Jahrhunderts lebteund ungemeine Verehrung vor die loretanische Maria hegte, von Geburt ein Dalmatier.Sein Unglück wollte, daß er von den Türken gefangen und zum Abfalle von der christlichenReligion gereizet wurde. Solchen Versuchungen widerstand er nicht nur mit vieler Herz-haftigkcit, sondern hörete auch nicht auf, um den Ungläubigen wehe zu thun, den NamenChristi und der heil. Mariä so lange und oftmals laut anzurufen, daß sie endlich ihn frag-ten, warum er solches thue? Seine Antwort war: es geschehe solches, weil diese Namensich in dem Innersten seines Herzens befänden; und als man drohete, ihm das Herz undEingeweide aus dem Leibe zu reißen, wann er nicht alsbald Christum und Mariam verflu-chen wollte, versetzte er: das erste stünde zwar in ihrer Gewalt, aber Christum und Mari-am würden sie ihm nicht nehmen können. Die erbitterten Türken bedachten sich nichtlange, ihre Drohungen ins Werk zu setzen; und weil der dalmatische Priester währenderseiner Marter mit lauter Stimme die h. Mariam angerufen und eine Wallfahrt nach Loretogelobet oder versprochen hatte, gaben sie dem halbtodten Menschen das ausgeriffene Herznebst den Eingeweiden in die Hände, mit der spöttischen Vermahnung, anitzt sein Verspre-chen zu halten und solche der Mariä nach Loreto zu überbringen. Was geschieht? DerMartorer bezieht sich mit seinem ausgenommenen Herzen und Eingeweide auf den weitenWeg, und gelanget endlich nach Verfließung vieler Tage zu Loreto an, woselbst er seine ledi-ge Brust und den leeren Leib nebst den herausgenommenen Theilen, die er auf den Händenvor sich her trug, zeiget, den Verlauf des ganzen Handels erzählet, und endlich nach abge-legter Beichte und empfangenem h. Abendmahle seinen Geist aufgicbt. Der Jesuit Tur-selltnus füget in seiner lckilioria ^aimetana lik. Il, c. Ig hinzu, man habe diese Eingeweidelange Zeit als ein Andenken in der Kirche aufgehängt gehabt: und als sie sich endlich ver-zehret, andere aus Holze nachgemachte an ihre Stelle gebracht, welche der Pabst Paulusder dritte wegnehmen lasten, weil das gemeine Volk anfing diesen Eingeweiden fast mehrEhre als der h- Mariä selbst zu erweisen. Dieses deuten genugsam des rvn 8 u1.1. ini Worte
an:
me des Herrn hören wollten, sich drey Lage lang seyn scheinen wollten, in Ansehung ihrer Opferihrer Frauen enthalten o Mos. i-> Und der in Acht nahmen, sieht man aus i^mknioio,Priester Abimelech wollte dem David und seinen wenn er cgp. rz> voin eAexanäro 8evcro meldet :Gefährten nicht eher von den geheiligten Schau- esjcr, cst, /?
brodten zu essen geben, bis sie versichert, daß sie /er, /«o - - ze?/r -si-
in etlichen Tagen ihren Ehegenossen nicht beyge-
wohnet hatten. Auf diese äußerliche Reinlich- -) c. pcrnltcntcr z, c. 6 Hills sbiciclit 4, c. guikeit zielen die pgtres häufig in ihren Schriften: psrteiil 6, c. Istvr. Il, c. 6 LvÄiiZelics IZ, gilbund als die Pabste viele Jahrhunderte hernach äiLt. c. il (plis sdicräit c. I, z, L corp.ihrem politischen Vortheile und Absichten gemäß vuist. orci c. il guis 3 >lcRicis 7, glil. ;;: dlillhielten, daß der Ehestand der Clerisey gänzlich ilr eloicmis c. 6n. clltl. tslis nimgusui
untersaget würde, wußten sie sich dergleichen oräiimri potcil.
Aeugnisse trefflichen bedienen. Der Pabsi Ni- /) Vill, c. ult äc corpore vltiatls non oräl-colaus der erste verboth in dellldestoniis säcon- nanäi8, <L c. L, cle Ller. nxrot.üilta hiil§3i-oruiu (sp, I. doncil. l". vm, p. «) Feuer halbaelebrtc Pfass, als er sich um-sz) überhaupt, des Sonntags nicht ehe- sah, und nur eine Person, die feiner Messe zuhö-lich beyzuwohnen. Wie sich unter den Heiden rere, fand, vermepnre es gar wohl zu machen,auch diejenigen, welche nicht Priester waren, da- da er sagte:bey aber sich einer sonderlichen Frömmigkeit zn vomlnus ubircum.
sein Herz undEingeweideauf den Han-den aus derTürkcy hie-hcr gebracht.
Abergläubi-sche Vereh-rung hölzer-ner Einge-weide.