9v4 L-XH. Brief. Beschreibung
an: (chchi rufficanl bominer b.guretanucn tem^Ium inAretli, animis tall IheÄaculo occ«-^!rti8, Öei^arttln keAniore colebant eura, tsuclein eo (exw) rolli zilacnit.
Sonderbare Aus vielen andern schwer zu glaubenden Geschichten, welche hier mit der allergrößtenUmstände Gewißheit versichert und theils auch im Drucke erzählet werden, will ich des einzigen Ge-desGelübdes lübdeö noch gedenken, welches um das Jahr 1586 aus den Niederlanden hieher übersandteines Spa- worden, und aus einem Wachslichte, das drey hundert Pfunde wog, bestund. Der Srif-niers. ^ dieses ansehnlichen Geschenkes war ein niederländischer Cavalier und Officier unter denVölkern des Herzogs von Parma, hatte aber das Unglück, daß er einsmals, da er mit achtReutern auf Kundschaft ausgeschicket worden, in einen feindlichen Hinterhalt verfiel, undvon acht hundert Mann, theils Reutern, theils Fußvolk angegriffen wurde. So sehr dieFeinde ihm an der Zahl überlegen waren, so groß war des spanischen Officiers Vertrauenzu der h. Maria, welches ihm und den seinigen einen solchen Muth gab, daß sie nicht nurzwo Stunden lang sich in das schärfste Gefechte einließen und dadurch ihrer Partey Zeitgaben, ihnen mit Hülfe beyzusprkngen, sondern endlich auch ihren Gegenpart in die Fluchtschlugen. Bey diesem langen und hitzigen Treffen wurde weder einer von diesen neunspanischen Helden, noch eines von ihren Pferden verwundet. Ihr Heerführer schickte abge-dachte Fackel nach köret», um daselbst an gewissen Tagen vor der Gala Saum zu brennen, wo-bey so viel baares Geld überwachet worden, daß aus dessen Zinsen, so oft eine solche Fackelsich verzehret, eine neue angeschaffet werden kann. lib. V, c. ig.) Daß dieser
andere Mars aus Demuth seinen Namen verschwiegen, möchten einige fast für ein größe-res Wunder als seinen wider die Feinde erhaltenen Sieg ansehen, und könnte man auf ihnden Schluß des Lchgrginmr>ti8, so vorn Beza auf die nicht weit von Nimes befindliche Brü-cke le kont ciu 6ar genannt, verfertiget worden, appliciren:
bu rurlum boo plu8 elk, contenNo lliuäiz lionore,rlcrtilrcem iroinen non poluiike lumri.
^lire opikex, guocl Du kecilii, lit licet iugcu8(chioä uou kecilli, plu8 eAO uüror Opus.
ide der An der mitternächtlichen Seite geht man aus der großen Kirche in die Sacristey, wor-Sacristey. r""en sich nur diejenigen Priester, die in dem heiligen Hause die Messe lesen, dazu an- undauskleiden. Die darinnen befindlichen Gemälde sind vom Raphael d'Urbino, Andrea delSarto, Parmigianino, Federico Barocci, Guido Reni, Mutiano, Tintoretto, Paolo Bero-nese, Tearini, Schidoni, Cantarino und Fanelli. Aus derselben kömmt man in einen gros-sen Saal, dessen Decke vom Pomarancio gemalet, und der Fußboden aus Marmor von ver-schätz des schiedenen Farben zusammengesetzt ist. Dieses Zimmer fasset einen Schatz, so viele Mittio-h. Hauses, neu werth ist, in sich, nämlich die kostbarsten Juwelen und Gelübde, die der heil. Mariageschenket worden, und nicht zur Bekleidung ihres Bildes gebrauchet werden. SolcherReichthum hat sicherst seit dritthalb hundert Jahren angehäufet, indem noch im Jahre 1470der Werth aller Geschenke, welche damals bey der Lslä 8-mw waren, sich nicht höher alsauf sechs tausend Ducaten belaufen. Man sieht den itzigen Schatz nicht ohne Erstaunenan, und ist solcher in Schränken in der Mauer, die mit kleinen Gitterwerken versehen sind,verwahret. In der Mitte eines jeden Gitters ist ein Hahn abgebildet. Um den Reisen-den einen deutlichern Begriff von einer jeden Sache zu geben, ist der Geistliche, so herumführet, mit einem dünnen Stäbe versehen, womit er jedes Stück genau bedeuten und diedabey anzuführende Umstände desto vernehmlicher machen kann. Dieses wird auch bey derBesichtigung des Lanckuarü in dem heiligen Hause beobachtet. Alle und jede Stücke des
Dekors