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Qxm. Brief. Reise
?inn«.
Verschiede-ner Gebrauchder Muschel-schalen.
Ebbe undFluch.
Seuegaglia.
Altes römi-sches Lager.
Wahlstattdes Asdru-bals.
Fano.
Triumph-
bogen.
Jnscriptio-
nen.
Die größesten von den Muscheln der hiesigen Gegend sind die?mn« oder ?ern«, wel-che letzte Benennung sie von ihrer einem Schinken gleichenden Gestalt erhalten haben. Dasäußerste ihrer Schalen ist roth, und bey ihrem spitzigen Ende wächst oder setzet sich insge-mein ein bchln"- morMus an, der zuweilen vier bis sechs Zoll lang ist. Diese Muschel wirdbey zween Fuß lang, und könnte wegen ihrer Gestalt und Größe denen indianischen Völkern,von welchen gemeldet wird, daß sie ihre Häuser mit Muschelschalen decken, keine unebenenDienste thun c).
Die Ebbe und Fluch beträgt bey Ancona einen Unterschied von ein bis anderthalbFuß, wird aber immer geringer, je naher der 8 mnz Aärimicus seiner Vereinigung mit demmittelländischen Meere kömmt. Hingegen vermehret sich solcher Unterschied, je weiter sichder Golfo gegen Norden und die Stadt Venedig erstrecket.
Die Stadt Senegaglia, so den Namen von ihren Erbauern den OsIIK 8 enc»nibus hat,liegt sechszehn italienische Meilen von Ancona an der See; hak aber nichts, das einen neu-gierigen Reisenden aushaken könnte. Zwischen dem Fluste Misa, der durch diese Stadtläuft, und dem Strome Cesano deuten etliche Graben die Gränzen des römischen Lagers ge-gen die Karthaginenser an, gleichwie man jenseits des Cesano einige Andenken des kartha-ginensischen Lagers zu stnden glaubet. Dieses ist gewiß, daß Asdrubal (von welchem auchein benachbarter Berg seine Benennung hat) ein Bruder des berühmtenHannibals, in die-ser Gegend sein Kriegsheer nebst dem Leben eingebüßet hat ^).
Von Senegaglia bis Fano sind zwo Posten oder sechszehn itastenische Meilen- Die-jenigen, so die Gegend dieses letztgedachten Ortes für die schönste von ganz Italien halten,thun gewißlich vielen andern großes Unrecht. Seinen Namen hat er von dem Tempel oderkniia ?ortun«, der vor alten Zeiten allhier gestanden, und zu dosten Andenken noch heut zuTage die Fortuna auf dem Springbrunnen des Marktes und in dem Wapen der Stadt ge-sehen wird. Das beste, welches allhier zu betrachten vorkömmt, ist der marmorne Triumph-bogen, der bis auf die Zeiten des Pabstes Pins, da er im Jahre 1458 in der Belagerungdieser Stadt vom Geschütze übel zugerichtet worden, in gutem Stande geblieben. Er hatdrey Pforten, davon aber die eine kleinere zur linken Seite (wenn man von der Stadt kömmt)dem Baue der St. Michaeliskirche Platz gemachet hak, und die andere mit einem kleinen Hau-se verbauet ist, dergestalt, daß nur das mittlere Thor übrig geblieben, über besten Bogen je-doch auch der Ochsenkopf, welcher ehemals daran gestanden, anitzk vergeblich gesuchet wird.Die Jnscriptionen sind theils mit Unkrauts bewachsen, theils durch die Lange der Zeit verzeh-ret. Man hat indessen das Andenken davon in einer Abschrift, welche nebst dem Abrisse derEhrenpforte außen an der Wand der gedachten Michaeliökirche eingehauen ist, zu erhaltengesuchet. Ueber dieser Abzeichnung liest man:
Arcus ab erecki palleague tormentis ex parke chruti bello kü II. contra ka-
Lnn. ivi.ccce. üxui.
Fer-
eine Art von Fensterscheiben daraus, derglei-chen man bey Sloane in London sehen kann.In dem Haufe vom Busche nahe beym Haag isteine Austerschale von solcher Größe, daß stezum kMn einer Fontaine dienet. Bey Goawurde einsmals von ungefähr mit einem Anker
neu.
ch ivi-rni'vn. üb. IV, vec.z bezeuget,daß etliche Völker in Indien sich der Muschelnzu demjenigen Ende bedienen, wozu Adam undEva in den gemeinen Gemälden die Feigenblät-ter gebraucht haben. Andere reinigen sie vonder groben oder dunkeln Schale, und verfertigen