Des KaisersOtto desdritten Pöni-renz,
Ravenna.
Anzahl derEinwohnerund der Klö-ster.
Wie man dieungesundeLust verbes-sert.
kn'taksmM.
Bö I-XIV. Brief. Reise
VekliAium midi pedis liinini iustxisseHuod antigua populi venerationeLraticula lcircacooperrarn cüIn Idrbo KavsnnaIraditio 6c kam»
ViAet. ,
Der Hauptaltar ist ilole oder rund herum frey, von gelbem Marmor mit vier schönenkorinthischen Seulen aus einem Marmor, der weiße und schwarze Adern hat. Hinter undauch über demselben stellet eine zwar alte, jedoch sehr gute, mosaische Arbeit die Bildnisse vie-ler Heiligen sammt den dabey mit gleicher Kunst eingelegten Namen vor. In dem Altaresind viele Heiligthümer verwahret, darunter sich auch etliche Stücke vom Kreuze des Heilan-des befinden. Linker Hand, wenn man in die Kirche kömmt, zeigen sich an der Wand fol-gende Worte:
f. Otbo III. ?vOM. Imp. 6erm. ob patrata crimina aulieriori chlcissinL 8sn6klIdomualdi obtemperans, eiuenko midis pedibus ab Srbe Koma ad OarAgnum mon-tem itinere Lssdicam baue 6c Soouobimn Llastenke XXXX. dies poenitens inbabiks-vic, 6c bic cilioio ae voluntarüs calliAarionibus peccsta Ina expians suZukinm dsditIniinilitakis exemplum, 6c Imperator llbi lem^Ium lroc 6c poenitentiam suam nc>-bilitac. känno?. L. XI.
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Vier und sechszigstes Schreiben.
Von Ravenna, Ferrara, Faenza und Jmola.
^avenna, so nach der abgeschmackten Meynung etlicher Gelehrten von Esau soll erbauetworden seyn, st>ar nicht nur bey noch anhaltendem Flor der alten Stadt Rom, sondernauch eine Zeitlang hernach, wegen des Kx-arebmus, dessen Sitz dieser Ort war, sehrberühmt. Anitzt finden sich kaum vierzehn bis funfzehntausend Seelen darinnen, deren An-zahl gegen die Klöster, deren man vier und zwanzig zählet, viel zu gering ist, als daß dieStadt solche ihr aufgelegte Last nicht hart empfinden sollte. Sie war sonst sehr ungesund,welchem Uebel man guten Theils dadurch abgeholfen, daß man die Flüsse Montone undRonco an die Seiten der Stadt geleitet, und das morastige, stinkende Wasser aus vielensumpfigten Gegenden besser ^abgezapfet hat.
Von Rimini kömmt man durch die koi m kamstli, welche von der pabstlichen Familie(woraus Jnnocentius der zehnte war) den Namen führet, daher auch eine daran befindliche
In-
(*) Diesem ehrwürdigen Ueberreste des Alter- na, verfertigen lassen. Sie soll das einzigethums zu Ravenna ist eine andere eben so be- Denkmaal seyn, welches die Zeit und die Einfal-rühmte Merkwürdigkeit an die Seite zu setzen, le der Barbaren verschonet haben. Die MitteEs ist die so heilig gehaltene silberne Schaale, derselben zeiget ein LauW, über welchen! einwelche Petrus Chrpsologus, Bischof zu Raren- Kreuz mit der Aufschrift steht: