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Pabstliche
Statthalter.
LtatusHercu-lis Horarü.
Mangel angutem Lrink-waffer.
Statue St-Maria.
Große Bret-ter vonWein-rebenholze.Domkirche.
Lheatiner-kirche.OftmaligeErscheinungdes h. Geistesin der Gestalteiner Taube.St. SeverusKniebankund Kanzel.Altes Mo-nument-
L.xiv. Brief. Reise
An dem Rathhause bemerket man etliche Jnscriptionen, welche denen päbstlichen Le-gaten, die allhier die Regierung gesühret haben, zu Ehren aufgerichtet worden. Ein solcherStatthalter bleibt ordentlicher Weise nur drey Jahre, nach deren Verlaufe er einer neuenBekräftigung vonnöthen hat.
An einer Fontaine auf dem Platze vor dem päbstlichen Pallaste zeiget sich eine alteStatue Herkuls, der eine ausgehöhlte halbe Schirmn, die zu einem Sonnenzeiger hatdienen können, auf der Schulter trägt, und daher kiercules Mroioßus oder kiloiMu? ge-nennet wird. Diejenigen, so mit vozsio (cle läololm.) die Sonne unter des Herkuls Na-men verehrt zu seyn glauben, werden keine Mühe haben zu begreifen, wie dieser Held zueinem Sonnenzeiger gekommen (*). Die Käule, worauf er sich lehnet, unterscheidet ihnvom Atlas, für welchen man ihn sonst leicht ansehen würde. Dergleichen Statue mit derandern coclekli war ehemals auch nach rivun Berichte (in bkercule krocilciok- 257) zu Rom in der Villa des Lteplimi Lubalii zu sehen.
Wie rar übrigens das gute Trink- und Brunnenwasser vor alten Zeiten zu Ravennagewesen, deutet mnnrini-ir an, wenn er in seinem fünften Buche unter andern schreibt:
8lt Llftsrna mibi guain Vinea naalo Ravenna:
Lum potllin multo veuclere pluris a^ciam.
Auf dem Platze vor der Domkirche steht auf einer Seule das Bildniß der H.Mariä,welches ihr im Jahre 1659 ob reparatam (soll vielleicht prselervatam heißen) plurieg a pe-ile Llviratem, wie die daran befindliche Jnscription saget, aufgerichtet worden. Die Haupt-thür der Kirche ist aus schlechten Brettern ohne die geringste Zierde zusammen gesetzet, hataber dieses besondere, daß sie aus Weinrebenholze besteht, davon manches Brett zwölf Fußhoch und zwo Spannen breit ist ^). In der Kirche selbst sind zwey und fünfzig großemarmorne Seulen in vier Reihen oder Gänge vertheilet. Das Chor hat viel alte mosaischeArbeit, und in der Kapelle des h. Sacraments ist die Sammlung des Manna in der Wü-sten, nebst etlicher: andern Gemälden vom Guido Neni in Augenschein zu nehmen.
In der Theatinerkirche wird das Fenster gezeiget, wodurch der h. Geist in Gestalt ei-ner Taube zu zwölf verschiedenen Zeiten nach dem Tode des h. Apollinaris bey der Wahlseiner Nachfolger am Bißthume herein gekommen und sich auf denjenigen, der dieses geist-liche Amt bekommen sollen, gesetzet. St. Severus Kniebank nebst seiner Kanzel aus weißemMarmor wird gleichfalls hier mit vieler Ehrerbiethung aufgehoben.
Linker Hand bey dem Haupteingange der Kirche St. Apollinaris unter dem daselbstangelegten bedeckten Gange liest man folgendes alte Denkmaal in der Mauer befestiget:
kro-
(*) Schon vor dem Voßrus hat es Gelehrte crum in Vrbe populonis ex UN2 tvite) conssici-gegeben, welche in der Verehrung der Sonne mus tot nvis incorruptm»: item >tstiili:r pste-UNd des Mondes alle Gottheiten des Alterthums rsm. XleMponti tcmxlum gnnonis vitiZineisgefunden haben. Makcobius ist ihnen günstig columnis üctit. Ltism Mine lcglis teöium Lpke-8skurn. l. I, c 17: omni» nnmiiia m->lculi»i ge- tise Oisnse lcsnclitnr vite nna Lxpria, 11t fe-neris scl unum lolem: feminin! ^eneris aci In- rnnt - - - Verum iiia ex lllveüribus facla
n»m rckerri. creäiäcrim.
.'s) kl.18. lib. XIV, c. i imt: govi» bmulA-