Band 
[Zweyte Abtheilung.]
Seite
952
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Reiche Fa-milien inBologna.

Gemälde derCaracci im

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Andere Ge-mälde.

DenkmaalJulius desdritten.

Gemälde im

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MILANS»!.

kslgrro IvlL-relcotki.

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^Ivnti.

Wie er ein-gericht«?

952 I-XV. Brief. Relation

Tochter an einen Montecuculi mit der Bedingung verheirathet, daß dieser den Namen Ca-prara annehmen müssen, daher er sich auch von Caprara - Montecuculi schreibt. Er hatdurch solche Ehe mehr als achkzigtausend Scudi (deren jeder für zehn Paoli gerechnet wird)jährlicher Einkünfte erlanget, und dennoch ist die caprarische Familie noch nicht die reichstevon Bologna, sondern sie wird in diesem Stücke von den Magnani, Pepoli und Ranuciiübertreffen, als welche es jährlich auf hundert tausend Scudi und noch höher bringen.

In einem Saale des kalsM 6e'kH haben die Brüder AugustinuS und AnnibalCa-racci unter der Aufsicht ihres Vetters Ludovici die Begebenheiten des Iasons in achtzehn Stü-cken ä lrelco unter dem Gewölbe des Zimmers vorgestellet. In einem andern Gemache hatLudov. Caracci an der keile zwölf Geschichte aus des Aeneas Historie gleichfalls ä lrelco ab-gebildet, und kann man die Kupferstiche davon in Rom bey Lorenzo Filippo de'Rossi fürzween Scudi unter folgendem Titel haben: Oallerm clipinw in Rolozna in calä äs' Liguorikrrvi, colle lavolo 6 i Lines, leeonüo la 6 e 5 cri 2 ione cli VerZilio, colonte 62 t,utti tre i La-raeci, ü^nnibsle, ^Aollino e ku 6 ovico, intgAliata in acgus körte 6 a Lil-

wxr.l. 1 , libro in XVII. loZIi resli per trsverko. Von den fernern Begebenheiten desAeneas hat Albani unter der Aufsicht des Ludov. Caracci in einem andern Zimmer zehn Stü-cke, und mehrere Lehrlinge der Caracci die übrigen verfertiget. Unter jedem Gemälde stehtein lateinischer Vers, der den Inhalt desselben andeutet. An der keile einer Kammer hatder Cavaliere Creti vielerlei) Landschaften älrelco gemalet, und sind von diesem Meister auchzwey andere Stücke, so die Malerey und Musik unter den Bildnissen zwoer Weibspersonenvorstellen. Es mangelt diesem Pallaste auch nicht an andern guten Gemälden und vielenmit der Feder gezeichneten Vsllein5, die an den Wänden der Gemächer aufgehängt sind.

Dem Pallaste 6s' ksAnaui gegenüber ist an einer Mauer ein Gemälde zum Lobe desPabsteö Julius des dritten von dliscolo clel^bbsts verfertiget, davon aber wenig mehr deut-lich zu erkennen ist. Unter der päbstlichen Krone liest man: lunoceuten m-mibuz L munäicorcis; welches Lobes sich Julius der dritte keineswegeö anmaßen durfte.

Der kalsrM XlgZnsrn ist wohl meubliret; w§s man aber am höchsten darinnen schä-tzet, sind die krlleü, in welchen die drey Caracci die Geschichte des Romulus s lrelco abge-malet haben. Der Comte Carlo Lesirre Malvasia im dritten Theile seines Werkes,Lsllnrs Illttrlcs genannt, wie auch andere Kenner, geben demjenigen Stücke, welches vönAugustino Caracci verfertiget ist, und des Romulus Sieg über des Numitors Schäfer ab-bildet, den Preis; es fallen aber alle diese Meisterstücke, nachdem sie viel von der Schönheitihrer Farben verlohren, nicht sonderlich mehr in die Augen, und können in Ansehung diesesUmstandes mit den trefflichen Werken der Caracci in dem siamesischen Pallaste zu Rom inkeine Verglcichung kommen.

Der Pallast der Marescotti hat gleichfalls schöne Gemälde und eine prächtige doppelteTreppe.

In dem kalarM 6e' Xlolari bemerket man außer der Sammlung von guten Gemäldendie He-un meridiomilem, welche der Doctor Montana« in einer Galerie abgezeichnet hat.

In dem Pallaste 6e' Xloml kann man der italienischen vornehmen Herren Neigung inAnsehung ihrer Gebäude und Sammlungen von kostbaren Merkwürdigkeiten am deutlichstenin Acht nehmen, indem sie sich vieler Bequemlichkeiten gern berauben, um nur etwas zuhaben, das andern Leuten und insbesondere Fremden desto mehr in die Augen falle. In demuntersten Stockwerke dieses ißtgedachten schönen Gebäudes werden mehr als dreyßig der be-sten Zimmer gar nicht oder wenigstens sehr selten und nur wenn ein-sehr vornehmer Herr ein-