Band 
[Zweyte Abtheilung.]
Seite
1123
JPEG-Download
 

PMsten zu Venedig. «2,

lassen, deren sich außer dein Morosini keiner ihrer Feldherren zu rühmen hat, nämlich, daß Statuesie ihm bey Leibzeiten eine Statue aufrichten lassen. Es steht'diese auf dem großen Platze dem Grafender Stadt Corfu und bildet den Grafen von Schulemburg in mehr als Lebensgröße und in von Schu-römischer Kleidung mit einem Commandostabe in der Hand ab. An dem Fußgestelle, wel- lemburg aufches sowohl als die Statue von weißem Marmor ist, liest man die Worte: mlxkn *

^lattbioe

Lomiti 8culemburAio5ummo tcrreklrium copianu»krLleÄc»

Lliriüignre KeipublicarIn Lorc^rse obssckionsI.aborantiskortillüno AstertoriAälruc viventi' 8enatus

Anno

ivl. vec. xvi.

Die XII. Klens. 8ext.

Etliche Jahre, nachdem dieses Denkmaal aufgerichtet worden, fügte es sich, baß einnicht weit davon gelegenes Pulvermagazin durch den Blitz entzündet und durch dessen ge-waltigen Schlag viele in dieser Nachbarschaft stehende geistliche und weltliche Gebäudesehr beschädiget wurden, wobey aber das Schulemburgische Monument nicht das geringste —erlitte. Dieses, und daß die Alten geglaubt, der Blitz treffe kein mit Lorberzweigen (dieauch Zeichen des Sieges waren) gekröntes Haupt«?), gab Gelegenheit zu dem sinnreichen Znscriptton.Einfalle, daß man unten am Piedestal dieser Seule die Worte noch eingraben ließ: »

Intacta knlmine laurns.

Ich übersende Hiebey meinem Herrn die Abzeichnung dieser Statue, wie sie auch indes Grafen von Sci)ulemburg Behausung aus weißem Marmor in Kleinem zu sehen ist,und erinnere ich nur dabey, daß sein Gesicht viel freundlicher ist, als man es in der Statueausgedrücket hat. Die Einkünfte, welche er als 6enera!e 6i 8barcc> von der Republik hat, Einkünftebelaufen sich in Friedenszeiten aus dreyßig tausend Thaler, währenden Krieges aber stiegen rälsrc^^sie auf achtzig tausend Thaler. Wenn er etwas.in Kriegessachen anzubringen oder derStaat etwas an ihn desfalls gelangen zu lassen hat, so geschieht solches schriftlich. Die Sein Uiu-Venetianer sind sehr mistrauisch in Ansehung des Umganges ihrer Nobili und hohen Be- gang mirdienten mit auswärtigen Gesandten, der Graf von Schulemburg aber hat sich gleich vom Fremden.Anfange her nicht genau daran binden lassen, und giebt er einem ankommenden Ambassadeurdie erste Visite. Indessen ist seit einiger Zeit der Umgang mit ihnen nicht gar groß, weilder Generalseldmarschall,wenn er vonckcrra kerma zurück kömmt, von ihnen den ersten Be-such verlanget, welchen sie ihm zu geben verweigern.

7 D 2 Uebri-

auch die Erfindung einer artigen Medaille, so aber einen mit Lorberkranzen behängten Baum,auf den Tod des großen Turenne gepraget und in welchen der Blitz schlagt. Die Ueberschristin dem herzoglichen Sachsen-Gothaischcn Münz- ist:

schätze zu finden ist. Die eine Seite derselben dlon I-mri mille tuenmr.

stellt des Turenne Brustbild vor, die andere