Band 
[Zweyte Abtheilung.]
Seite
1257
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vom Kaiserlichen Hofe.

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ctat mit Frankreich, ohne dem Ambassadeur etwas davon zu euöffuen- befördert, nachgs-hends die Abschickung der Völker inö Reich, nebst dem snA»Aemem mit Holland äußerstwiderrathen, und (wie man ihm nachredet) eine Zeitlang verhindert hatte, so ist der Haß ge-gen ihn verdoppelt, und durch die Verhaftung seines italienischen SecretärS zu seinem Ruinder Anfang gemachet worden, dadurch man gemeynet ihn zu obligiren, daß er selbst ab-danken, den Hos verlassen und also den Extremitäten vorkommen sollte. Allein er warhiezu nicht zu bereden, sondern entschlossen, den Ausgang abzuwarten, in der ungezweifeltenHoffnung, es würde dem Kaiser, welcher seine Treue in vielen wichtigen Dingen und ab-sonderlich bey der Wahl zu Frankfurt genugsam probiret hatte, an Beständigkeit nichtmangeln, ihn gegen seine Angeber zu vertheidigen und wenigstens zur Verantwortungkommen zu lassen. Wie sehr er sich in seiner Rechnung betrogen, hat die Erfahrunggelehret.

Der Fürst von Schwarzenberg hat ein treffliches äußerliches Ansehen und gute Be- FZxst ^i,rcdsamkeit. Es soll ihm auch an promlimäe nicht mangeln, alle bey einer nssni-e sich Schwarzen-eräugende Schwierigkeiten einzusehen und vor den Tag zu bringen. Allein man saget ins- berg.gemein, er könne den Schlüssel und die Mittel sich aus einer schweren Sache zu wickelnnicht finden, und nennen ihn daher einige Ooäloreiu psrplsxitstuin 6c ätibiimorem perpe-inum. Er ist sonst einer der reichsten Herren, welche der Kaiser in seinen Diensten hat,wozu die Freygebigkeit des Erzherzog seopold Wilhelms, dessen Obelsthofmcister er gewesen,viel beyträgt. Er ist weder von dem Kaiser, noch von den Spaniern geliebt, weil er zuFrankfurt seinen Herrn animirt, nach der kaiserlichen Krone zu streben, und gerathen, daßdieser das Gouvernement in den Niederlanden verlassen und davon gegangen. Er wird nichtsdestoweniger in seinem Posten nicht nur geduldet, sondern hak auch durch seine großen Mittelzuwege gebracht, daß der Kaiser ihn in den Fürstenstand erhoben hat.

Den Grafen von Lamberg recommendiren am meisten seine langwierigen Dienste, Graf vonund daß er des Kaisers Obersthofmeister gewesen, da er noch Erzherzog war. Er ist zwar Lamberg.ein Mann von Studien, thut aber bey den Staatsaffairen wenig anders, als daß er ande-re darüber raisonniren höret und sein Jawort dazu giebt. Uebrigens befleißiget er sich, seineOberstkämmererstelle wohl zu verwalten und dem Kaiser stets aufzuwarten.

Der Graf Montecuculi wird bey Hofe für denjenigen gehalten, welchem man die Di- GrafMonte-rection der Rathschläge am besten anvertrauen könnte, wie er dann ein Mann ist, der einziemliches kblsZma besitzt und lange Zeit im Geheimen Rathe gewesen, folglich gute Er-fahrung erworben, auch das Glück gehabt, daß er die Bataille bey St. Gothard gewonnen;wozu noch kömmt, daß er im Jahre 167z die französische Macht, wie man zu Wien glaubet,zurückgetrieben, wiewohl Hr. äs 8ouclw8 mir von ihm sagte, daß er mehr für einen Staats-mann,

nse I.eZ»tis perluaäere niteretur, non ekle, guoäc^uis in Lreksrc klctuci« guicl reponat, - - -

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ne tants Uinc Viennse erst kccrctorum proriltio,ut Ivlontecuculus llipcriore anno Lsekari kciilre-ret: lstius köre, ut curkores non sä le, ke^I re-Äa l.utetiaiu tenclant. Lum ruentem neino mi-keratione, plerlcjue kletitia prok«xpiel>Lntnr, ^uocineininciu non exiners aninii petulsnti, inkliltaresolitus eklet, afferse cilcacitsti klne moclo inclul-

Zcns. Des Lobkowiz völliger Fall trug sich imJahre 1674 zu.

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