Band 
[Zweyte Abtheilung.]
Seite
1291
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nebst der Beschreibung dieser Stadt. 1291

Anno Donuni X4DLHI. äio XXIV. Ocl. obiit illuliri; öc ^ensrosius Oou.inuz D^cliaKealie Lscese LsesareL Xlajeliatis Lou61iariu8, cujus ollä lüc regnioleunt, Dieses letzteDatum würde falsch seyn, wenn man es von seinem Tode verstehen wollte, und kann manes auf nichts anders, als auf die Zeit des aufgerichteten Grabmaals deuten, indem es außerallein Zweifel ist, daß Tycho den 4 November uov. liili oder den 24 October iin Jahre röorgestorben, wie zu Ende der Hauptinscription erwähnet wird. Er war noch den iz Octoberv. ü. bey dem Grafen von Rosemberg Abends zu Gaste. Ehe man an die Tafel gieng,vergaß er seiner sonst immer beobachteten Gewohnheit, nämlich der Blase Luft zu machen.Als demnach von der Gesellschaft stark getrunken wurde, und er sich lange des AufstehenSaus Furcht des Uebelstandes enthalten, merkte er endlich eine so starke Ausdähnung der Blase,daß er sich gezwungen fand, von der Tafel nach Hause zu eilen. Daselbst eräugete sich dievöllige retentio UNNX, die Schmerzen nahmen überhand, eine unruhige Nacht folgte verän-dern , bis er endlich den Verstand verlohr und vom Fieber dahin gerissen wurde. Er wargebohren zu Knudstorp in Schonen nicht weit von Helsingburg den 14 December ü. v. imJahre 1546, und brachte also sein Leben nicht völlig auf fünf und fünfzig Jahre. Waseinige vorgegeben, als hätten ihn etliche Hofleute aus Neid mit Gifte aus dem Wege geräumet,hat keinen Grund; eine lächerliche Fabel aber ist es, daß er aus Dännemark gegangen sey,weil er in seinem Üorolöopio vorhergehen, er würde im Wasser umkommen; was er nunmitten im fußfesten Lande zu vermeiden gewiß gsglaubet hätte, habe er an des Kaiser Ru-dolphs des zweyten Tafel gefunden, indem ihm an derselben, weil er sich aufzustehen gescha-met, die Blase gesprungen, und er also auch durch diesen seinen schnellen Tod einen Beweisabgeben müssen, wie vergeblich sich die Menschen bemühen, wenn sie durch die Sterne dieihnen bestimmte Todesart zu verändern gedächten. Nach Huetius Berichte gabeine geringeSache Gelegenheit, daß Tycho bey dem Könige Christian dem vierten von Dännemark inUngnade fiel, und hernach aus Hitze und Unwillen die ihm so sehr am Herzen liegenden An-stalten seines in der kleinen Insel Huen errichteten Observatorii zu Uranienburg und sein Va-terland verließ. Es hatte nämlich der damalige englische Abgesandte zu Koppenhagen eineschöne englische Dogge, welche sowohl der Obermarschall von Walchendorf, als Dvclro äekralle, der sie zur Wache seiner Uranienburg brauchen wollte, gern gehabt hätten. DerGesandte wollte keinen dieser beyden Liebhaber beleidigen, und versprach, nach seiner Zurück-kunst in England für jeden einen Hund zu senden. Dieses geschah; allein da die Hundenicht von gleicher Schönheit waren, und eine neue Zwistigkeit über die Wahl entstund, ent-schied der König die Sache zum Vortheile des Walchendorf, welches dem Tycho, der ohnedemvon einem "hitzigen Gemüthe war, so empfindlich fiel, daß er sich nicht enthalten konnte, einigeungebührliche Reden wider den König, die vom Walchendorf treulich hinterbracht wurden,auszustoßen, und dadurch hernach zu mehrerer Weiterung Anlaß zu geben. Von demSchlosse Uranienburg ist anißt nichts mehr, als etliche halb verfallene Gewölber zu sehen.Die Nachläßigkeit der folgenden Besitzer, Wind, Regen und die alles verzehrende Zeit, ha-ben das meiste ruiniret, und hiezu ist noch endlich gekommen, daß die Schweden, unter derenBothmäßigkeit diese Insel gerathen, die noch übrigen Baumaterialien weggeführet und sol-che in dem benachbarten Schonen verbrauchet haben. Der Tag und das Jahr des EndesTychonis ist in folgendem Disticha enthalten:

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