Band 
[Zweyte Abtheilung.]
Seite
1337
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von Leipzig und Halle.

dieser von seinen Eigenschaften etwas verliehre; es wundert mich aber sehr, daß man nir-gends einige Proben dieses Geheimnisses, welches zu kostbaren Gräbern vornehmer Herrenund schöner Personen trefflich dienen würde, zu sehen bekömmt. Der Banquier Richter be-sitzt ein schönes Kabinet, worinnen die k^meralia das meiste und vornehmste ausmachen.Vornehmlich aber verdienet die treffliche Sammlung, welche der gelehrte Apotheker JohannHeinrich Link, in dem lkezno /Vm>n-üi, Mnerali, und VcAetabiü gemacht hat, betrachtet, zuwerden. Es hat der Besitzer derselben selbst eine kurze Beschreibung davon entworfen, undsolche dem D. Aanold, der sie dem Anhange seiner kAuleoAr-pIttsc einverleibet, mitgethei-let, es hat aber seit solcher Zeit dieser Schatz von natürlichen Seltenheiten um vieles zuge-nommen, und mehret er sich noch täglich. Das ksZncuu Luimale enthält achthundert Glä-ser mit allerley in spiritu ballmniLo aufbehaltenen Thieren, worunter viele amerikanischeSchlangen, fliegende tunquinische Katzen und Ratzen, kleine guineische Rehe, Crocodile,sechs Arten von Affen, vielerley Eydepen, Scorpionen, Cameleon, Schildkröten, ostindischeFische und mehrere dergleichen auswärtige Creaturen zu sehen sind.

Unter den surinamischen Fröschen kommen etliche Pipal vor, aus deren einem undzwar aus seinem Rücken die Jungen schon deutlich gebildet heraus kriechen, auf dem andernaber noch geschlossene Lellul-e oder Ovula erscheinen. Menschliche Tmbr^onel; sind von ver-schiedener Größe und mancherley andere vorhanden, desgleichen ein Kind, so mit einem Lö-wengesichte zu Leipzig gebohren worden, und ein Skeleton eines Kindes von sechs Monaten.Die Conchylien und Muscheln füllen acht und neunzig bis hundert Schubladen an, und infünf Schubladen sind dreyßigerley Sorten von Meersternen, an deren genauen BeschreibungHerr Link schon lange Zeit gearbeitet und zu solchem Ende schon viele Kupferplatten hat ste-chen lassen. Fünfzehn Schubladen sind voll von allerley Meerkrebsen, fünf und vierzigSchubladen von Mücken, Fliegen, Wespen, Käfern, inländischen und fremden kgpillcm«,ausgestopften Vögeln rc. und vier Schubladen von Lclünis ^lgriui 8 . Unter den noch übri-gen hieher gehörigen Curiositaten ist eine Ratze mit fünf Köpfen, und ein ^Leclulä:ausMuscau. Die großen langen Muscheln, davon einige hier vorhandcnMlch und derglei-chen man auch bey Venedig im käari ^äristico findet, brauchen die Jnöraner, um die Dä-cher von ihren Häusern damit zu decken.

Was das keAnniu Mnergle anlangt, so nehmen die versteinerten Muscheln, Fische,Kräuter, Dendriten, Krebse, Lkeliss bringe und dergleichen andere petrcck-ucka, welche manauch theils aä reAmim animale, theils sä veZswbile ziehen kann, über hundert und dreyßigSchubladen ein. Es findet sich darunter ein versteinertes Vogelnest ä), ein halber aus derErde gegrabener Elephantenkopf von Jakutzky Ostroff in Siberien, darinnen ein sehr großerOeus moiarir sitzt, ungleichen der in den räökiz Lruänorum 1718, bleust täpcil. be-schriebene große und vier und neunzig Pfund schwere Schiefer, worinnen das Skeleton ei-nes Crocodils bis auf ein Stück vom Kopse vollkommen zu sehen ist. Dieses rare ?etrs-käöäum kömmt von Suhla, man hat aber auch imJahre 1718 ein ihm gar ähnliches in Eng-land entdecket, welches in der Galerie der königlichen Societät zu London aufgehoben wird.An beyden Stücken scheinen mir die Knochen, so zu den Füßen gerechnet werden, allzu lang,als daß sie sich zu einem Thiere, das so niedrig wie die Crocodile kriecht, schicken sollten.

In

den. Ja Valvasor hat im Herzogthume Crain zusammen versteinert angetroffen conk. v -r r-bey Lands Preiß unter vielen Meermuscheln auch Ehre des Herzogthums Crain,Üb. IV,

eine« kleinen auf den Eyern fitzenden Vogel, alles c. r, p. 478.

8 H

Sammlungvon Minera-lim bey Hrn.Richter.LinkischesKadinet.

?etreka<HrvonElephan-te» und Cro-codilen.