izz8 nxvm. Brief. Nachrichten
Appelischer
Garten.
Boftns Gar-ten.
Leipziger
Gegend.
Lerchen.
Leipziger ke-
kiessäis.
In den ^ciiü der königlichen preußischen Societät der Wissenschaften findet sich die Figureines versteinerten Crocodils aus dem Kabinette des berlinischen Hofmedicus MaximilianSpenerS.
Ferner besitzt Herr Link bey hundert Schubladen voll Erz, Stuffen, Säst, Alaun,Börnstein, gesiegelter Erden, Talk, Amianth, Topfstcin, Drusen, Quarz, Krystall, Alaba-ster, Marmor, Chalcedon, Achat, Jaspis, und kostbarer orientalischen Edelgesteine, unterwelchen letzten drey Perlen zusammen auf zwölfcausend Thaler geschähet werden.
Aus dem bteono Veoetabili zeiget sich ein zahlreiches kderbaruuu vlvum, auswärtigeWurzeln, fremde und einheimische Arten Holzes, Rinden und Saame, Früchte, Gewürze,6umati!, Corallengewächse, Seekräuter rc.
Unter den artikicislibuz verdienen die öcklcrolLOpia, Brennspiegel, Brenngläser, unddie durch den berühmten Chymicus Kunkel aus verschiedenen Metallen gezogene Becherglä-ser gesehen zu werden. Man findet auch allhier die zu einem gewissen chinesischen Spiele ge-hörige Muschelschalen, welche verguldet und gemalt, so wenig aber hier, als anderwärts voll-kommen beysammen sind, weil ihrer in allen hundert seyn müssen. Von vielen Naturaliensind schöne Zeichnungen und trefflich illuminirte Bücher vorhanden, es wird auch beständigalle Sorge und Unkosten angewandt, um diese Sammlung zu einer der vollkommensten zumachen.
Die Börse ist wohl angelegt, und der ihres Saales gut gsmalet.
Den Appelischen Garten machen die vielen Taxisbäume, Statuen, Wasserkünste undCanäle, nebst den darauf befindlichen llucenwun8 angenehm. Es find auch Fabriken vonDrap ckor, ä'arZent und Sammet dabey angelegt.
Der große Bofische Garten ist etwas ungleich, und nicht so regulär, als der vorherge-hende, hat aber eine schöne Orangerie, und in dem Gartenhause gute Gemälde nebst einerzahlreichen Sammlung von merkwürdigen Dingen, die in das reZnnm sm'msle und die Bo-tanik laufen. In einer eingeschlossenen Feldung des Gartens sieht man weiße kleine Hirsche,so von dem Tannenwildprät unterschieden und mit gewöhnlichen Geweihen versehen sind.
Leipzig soll so viel als ein Lindenwald heißen, weil die Wenden eine Linde Uoipü nen-nen. Die ganze Gegend ist angenehm und mit fruchtbaren Feldern bebauet, daher sich eineso große Menge Lerchen dahin zieht, daß die leipziger Lerchen durch ganz Deutschland wegenihres guten Geschmackes und ihrer Fettigkeit berühmt find. Die Accise von diesen Vögelnbringt in Leipzig allein jährlich bey sechstausend Thaler, und werden sie doch nicht nur hier,sondern auch in der Gegend um Naumburg, Merseburg und Halle eben so häufig gefangen.Ueberhaupk soll die Stadt Leipzig ihrem Landesherrn jährlich bey viermal hundert tausendReichsrhaler einbringen. In den leipziger Sandgruben findet man Corallen, Merjss,Muscheln und andere Meergeschöpfe, so die Wahrheit der allgemeinen Sündfiuth erläutern.
Denn
c) ännsl. Ild. XIII, c. Z7: 8uper Burgunder mit den Alemanniern wegen der
Itdiclineiii cunüs srmis 2Ai.-n-.li, religione intitg, Salzquellen in Krieg verfallen, beschreibt
eos msxirne Ivcos propingusre ccelo, precesgue lib. XXVIII, c. 5.
»isrtslium 3 Oiis nusgusnr propius sucliri. In- l. c. 0I.IX. lid. XXXI, c. 7
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