Band 
[Zweyte Abtheilung.]
Seite
1404
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Medaillen.

Bequeme

Eintheilung

einerMedatl-

lensamm-

lung.

Welches diegrößte Me-daille ?

1404 xon. Brief. Nachrichten

dabey aber auch wissen, daß es hier gar wenig kostet, sich in Kupfer stechen zu lassen, und we-nig Prediger oder auch Schulmonarchen in Nürnberg sind, denen dergleichen Ehre nichtwiederfahrt. Das vornehmste aber, so beym Herrn Geysel zu sehen, sind über siebentau-send und fünfhundert Medaillen, nicht zwar in ihren Originalien von Gold oder Silber,(als welches große Summen Geldes erfodern, auch in Ansehung vieler raren Stücke, dienur einzeln in großer Herren Kabinetten anzutreffen sind, gänzlich unmöglich seyn würde),sondern in Abdrucken von Kupfer, Zinn, Bley, Gips und dergleichen. Das gothaische Ka-binet ist eines von den vollständigsten in Europa, allein es kömmt an der Zahl der neuernMedaillen dem Geyselischen bey weitem nicht gleich, und kann man aus folgenden Classen,in welche die letztgedachten vertheilet sind, am besten urtheilen, was zu einer vollkommenenSammlung von Schaustücken erfodert werde.

Den Anfang machen die auf die Geburt großer Herren geprägten Münzen, unter wel-chen, wie auch unter allen bis auf unsere Zeiten wirklich geprägten Medaillen diejenige gol-dene die größte ist, welche die Stände von Oesterreich der ißigen Kaiserinn zum Wiegenbandegeschenkt haben. Die eine Seite derselben zeiget des Kaisers Brustbild mit der Umschrift:L-rs AuZ. Lae. VI. Oenti« Habsbur. ÖoLU8 6c Lolumon; die andere ein Kind, das auf ei-nem Löwen sitzt mit den Worten: Lternita» täuAulia. Sie wog sechszehn Mark feinenGoldes, und ist weitlauftig im Lup^Iemento muiülmatum billoricorum ab anno 1700. ul-HNL all SNNNIN 1701. beschrieben.

Hierauf folgen

II. Die Münzen, so auf dieReisen großer Herren geschlagen worden, worunter vornehm-

lich des Königs in Schweden Karl des eilften Besichtigung des Laplandes zurechnen.

III. Die Krönungsmünzen.

IV. Inaugurations-Medaillen, wenn z. E. der Anfall eines Landes sich eräuget, die Hul-

digung eingenommen oder ein Votum auf dem Reichstage erlanget worden rc.

V. Vorstellungen von Einzügen und andern Solennitaten.

VI. Stiftungen von geistlichen und weltlichen Orden.

VII. Vermahlungen.

VIII. Allianzen und Bündnisse.

IX. Gränzscheidungen.

X. Belagerungen und Schlachten.

XI. Nothmünzen, deren man sich in belagerten Festungen bedienen müßen.

XII. Denkmaale berühmter Generale.

XIII. Friedenshandlungen und Schlüsse.

XIV. Aufrichtung von Handlungsgesellschaften, Ziehung der Canäle, Anlegung von See-häfen und andere Anstalten, so zur Beförderung des Commercii gereichen.

XV. Stückschießen, Scheibenschießen, Lotterien.

XVI. Anlegung geistlicher Gebäude, Kirchen, Hospitäler rc.

XVII. Erbauung weltlicher Gebäude, Rathhäuser, Lustschlösser.

XVIII. Bergwerke und Münzstädce.

XIX. Akademien und gelehrte Gesellschaften, Jubiläa der Universitäten, Belohnungendes Fleißes in Schulen rc.

XX. Gelehrte Leute.

XXI. Berühmte Künstler.

XXII. Xlu-