nach Heilbronn. 145z
Unter andern auf gedachten Kriegeshelden verfertt'gtenobschriften ist mir folgendesnicht übel gerathenes Epitaphium, dessen Verfasser mir unbekent ist, zu Handen gekommen:
<ch>i8 A gniintus luerit I). lolianner Lircbü.
Xliilburiss Oux öc 8o.cri t^om. Imporii'rinceps,
Viatur lie bsbeto.
I^olkituciinis, LleiuenttL, Lonlilii, k'iäei nna 6oruit,
IlluläriNmorutn Imperatorum in priinis^onenäus,dlemo ei in acie reklitit,k^ullain I_^ebem oblellnm nill viöt-imjiiuilik,
Leinper kecuncl-ä kortuna puAngv,
' ?atricim mri^no t^ninniciis inetu illravit,
liix Oerinanig cnnöirigue dinropa kervitutei proüiAsvit,bl,li exguökoiÄlus keiillct
/cc! peirtas kariliorum cle ssnnina Iinperücilinicaklet,
Oeeiino 5exto ciie.Iunii XlDLLXII.
I^ZNoribus Lon5e6kuzDiem ubiit lupreinnin,
8ibi relinguen8 nobile nomes.,blere6lbus rein ainplam,
Ileroibu8 viilutiz exelnplsr,
Oinnibuz cieiiäeriunr8ui.
Des Städtchens Krailsheim, einer anfpachischen Poststkion, gedenke ich nur wegen Krailsheim.der daselbst befindlichen Decanatsbibliothek, worinnen unter aiern ein lateinisches Manu-script vom alten und neuen Testament aufgehoben wird, so ehnals zur Bibliothek des un- Bibliothek,garischen Königes Matthias CorvinuS gehöret hat, wie solches us seinem Bildnisse und etli-chen Raben, womit der Band gezieret ist, geschlossen werden km. Der Text aus der Epi-stel Johannes von den dreyen Zeugen findet sich nicht darimn. Das anfpachische Landist fruchtbar, und könnte durch Anlegung mehrerer Fabriken i sehr guten Stand geseHetwerden, wobey insonderheit die sogenannte Zaubelwolle vielen luHen schaffen würde. Diese Zaubclschafe.ist sehr zart, also daß feine Hüte und Strümpfe daraus verfinget werden, und kömmt sievon einer kleinen Art Schafe, die jährlich zweymal geschoren wden, auch zweymal des Jah-res, nämlich im Frühlinge und Herbste lammen. Oefters hab,, sie zwey Junge auf einmal,welches jedoch eine schlechte Art giebt. Ihr Fleisch ist besser un fetter, als der andern Scha-fe, die man gleichfalls allhier unterhält und Flämische nennet. Diese lehtern geben nur lan-ge und starke Wolle - sind dabey aber von gesunderer und stäerer Natur, als die Zaubel-schafe, als welche wegen ihrer Weichlichkeit des Nachts nicht cf dem Felde bleiben dürfen.
Weil sie auf solche Art weniger Dünge auf das Feld bringenso sind sie zwar kostbarer zuunterhalten; allein es müssen in diesem Lande ohnedem die S afe alle Abend eingetriebenwerden, und darf man nicht wagen, sie des Nachts auf dem Fee zu lassen, wegen der allzu-nahen Wälder, worinnen noch immer Wölfe sich aufhalten, w> man diese zwar verringert,jedoch aber nicht ausrottet, um dem Landöherrn diese Jagdergölmg noch beyzubehalten. Inder Gegend von Krailsheim wird viel Salpeter und Potasche emachk. Achat, Chalcedon
und