Band 
[Zweyte Abtheilung.]
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1467
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von Heidelberg, Mannheim und der Bergstraße. 1467

che das Bildnjß der Religion. Es ist auf diesem Platze auch ein schöner Brunnen mit vierSeulen, worüber ein Löwe ohne Zunge steht, zu bemerken.

Das chursürstliche Schloß ist zwar noch nicht vollkommen fertig, wird aber in wem- Schloff,gen Jahren eines der schönsten Gebäude von Europa seyn. Insonderheit wird der Saal,woraus eine schöne Aussicht über den Rhein ist, wenige seines gleichen haben. Man hatschon angefangen einen Theil der kostbaren Gemälde und elfenbeinernen Bildhauerstücke vonDüsseldorf nach Mannheim zu bringen, und ist keio Zweifel, es werde mit der Zeit die gan-ze Sammlung folgen. Die Befestigungswerke von Mannheim sind nach des Cohorn Ma- Fortistcation.nier angelegt, mit der Zeit aber durch so viele andere Werke und neuere Erfindungen verbes-sert worden, daß dieser Platz «nützt n^k unter den stärksten Festungen paßiren kann. DieSeite gegen Heidelberg ist die einzige Gegend, woraus er angegriffen werden kann, indessenaber wird dennoch zu seiner Vertheidigung eine Guarnison von zehn tausend Mann ersodert.

Was diesem Orte bisher noch den größten Abbruch gethan, ist die ungesunde Luft und dasschlechte Wasser. Beyden Uebeln hat man zwar einigermaßen dadurch geholfen, daß manWasser aus dem Neckar in die Stadt geleitet, allein aller desfalls geführten Klage ist da- " 'durch noch nicht völlig abgeholfen, und lassen die vornehmsten Leute noch das Wasser zumTrinken und Kochen von Heidelberg holen. Einzeln wird vom Heidelbergischen Wasser dasMaaß für einen Kreuzer zu Mannheim verkauft.

Die Erfahrung lehret, daß das Neckarwasser gesunder als das Rheinwasser sey, und Unterschieddennoch ist dieses leichter, welches man auch daher abnehmen kann, daß ein Schiff, so aus des Rheiu-dem Neckar fährt, alsbald wenn es in den Rhein kömmt, tiefer geht, nicht anders, als und Neckar-wenn ihm eine größere Last aufgeleget worden wäre. Gleiche Bewandniß hat es mit dem Essers.Mayn bey Mainz, und mit der Mosel bey Coblenz in Ansehung des Rheinwassers, welchesnicht so schwer wie dieselben trägt. Es ist auch bekannt, daß ein Schiff, so in der offenba-ren See nicht überladen gewesen, wenn es in Flußwasser kömmt, wegen der mehrern Tiefe,die es alsdann braucht, Gefahr laufen kann c), gleichwie ein Ey, so über gesalzenem Wasserschwimmt, in süßem Wasser zu Boden fällt. Jeder dichter Körper, der mit einem I'luiücieine gleiche Schwere hat, wird in diesem eine gleiche Flache mit ihm halten; ist aber ge-dachter Körper leichter, so wird er höher über dem kluiüo hervor reichen, und im Gegen-theile, wenn er schwerer ist, untersinken. Aus dieser Ursache schwimmen alle Metalle (Goldausgenommen) auf Quecksilber. Die Erfahrung lehret, daß ein Cubicfuß süßes Wassersungefähr siebenzig Pfunde, ein gleiches Volumen aber vom Meerwasser etwan zwey Pfundemehr wiegt. Obangeführke Umstände zeigen, wie das leichte Gewicht keinesweges ein Be-weis sey, daß ein Wasser gesund zu trinken sey, weil unreiner Schwefel oder andere unge-sunde Körper, deren Theilchen leichter sind als der Platz oder Volumen, so sie im Wassereinnehmen, damit vermischet seyn können. Es hat auch der pabstliche Leibarzt Lancistus Proben vo»gewiesen, wie weder die helle Durchsichtigkeit, noch die Eigenschaft, daß es bald kalt oder gesundemwarm wird, eine wahre Probe von gesundem Wasser sey, und solchemnach nur zwey Mittel Wasser,das Wasser zu beurtheilen übrig bleiben, nämlich der lange Gebrauch und eine chymischeErforschung. Diese letzte geschieht, wenn man das Wasser in einem offenen Gefäße andas Feuer setzet, da dann das gute Wasser weder trübe oder klebrig wird, noch einen unan-genehmen, sondern vielmehr gar keinen Geruch von sich giebt. Wenn es endlich fast gänz-* 9 A 2 lich

smnis, in I^srio AücluZ, in Verlmno licinus, in multorum inillnini trgniitu llossitglcs lliss ts»-Lensco in Levinno Olluis, in t.cmsnnci tum ncc IruHiores, guam intutvre, gguzs evc»

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