ketrclaÄs.
Landau.
Fortificatio-
nen.
Canal.
Evangeli-scher Gottesdienst.
Inskriptio-nen und Me>daillen aufdie Belage-rungen.
1476 xevm. Brief. Von Darmstadt,
Jakobsberge begriffen. Auf der andern Seite der Stadt, nämlich an dem Rhekne, hat manim Jahre 1712 neue Werke angelegt, bey welcher Arbeit nicht nur viele römische Todten-töpfe sondern auch mancherley Medaillen von Kupfer, Silber und Gold entdecket worden sind.Anbey ist man auf einen weißen Stein gekommen, der fast aus nichts anders, als aus kleinenMuscheln, die durch lvlioroscopia sehr artig anzusehen sind,' besteht. Was dergleichen ?e-trekaÄa betrifft, so füge ich hier nur noch hinzu, daß man von Ober-Lochstein im Mainzi-schen, sehr artige Eindrücke von Oüreo-pecstinis in einer gelblichen Erde hat.
Von Mannheim reisete ich nach Landau, welcher Ort fünf Meilen von dem ersten ent-fernet ist. Er liegt in einer niedrigen Ebene, daher ihm auch der Morast vor dem deutschenoder Mannheimer-Thore zum guten Schutze dienet. Auf der andern Seite, nämlich vordem französischen Thore, sino sehr weiklauftige Außenwerke angelegt, die einander wohl de-fendiren. Von dieser Seite ist Landau zu Anfange dieses Jahrhunderts dreymal eingenom-men worden. In der letzten oder vierten Belagerung haben sich die Franzosen mehr gegendas Mannheimer-Thor herunter gezogen. Diese Forcification ist vom Vauban angegeben,und zählet man in ihrem Umfange sieben l'ours bsüionees, welche doppelte Gewölber undoben noch einen platten Platz haben, dergestalt daß drey Batterien von Gestricken über ein-ander stehen, um alle brecbes streitig zumachen. Jede'ckourbackionee hat ihre Oomreggrcle.Das unterste Theil der Befestigungswerke ist mit Bruchstein und das obere mit Backstei-nen ausgemauert. Mitten durch die Stadt stießt die Queich, welcher man mit einem kost-baren Canale geholfen, daß anitzo die Vickualien, Steine, Holz und andere Baumaterialienmit großer Bequemlichkeit auf dem Wasser zugeführet werden können. Das RarhhauSsteht auf einem großen Markte, übrigens aber ist der Ort klein und schlecht gcbauet.
In der Pfarrkirche beobachten die Katholiken und Evangelischen das 8 multaneum mit- guter Ordnung. Die Augustiner haben ein eigenes Kloster; den Rekormirten aber wirddas öffentliche Illxeroiriuin ihrer Religion nicht gestattet, obgleich anitzt zwey BataillonsSchweizer, deren meiste Officiere der resormirten Kirche zugethan sind, in der Stadt mit zurBesatzung liegen. Die umliegende Gegend ist mir vielen Weinbergen und Dörfern ange-bauet; zu lanvau aber gehören nur drey kleine Dörfer, und reichet das churpfalzische Gebiethbis auf eine kleine halbe Stunde von der Scadt. Diese hat nur zwey Thore. Ueber demnach Mannheim zeiget sich die in Stein gehauene Sonne mit der Ueberschrift: bleo planbarimpar. Im Jahre 1702 hatte der französische Commendant Melac über die Thore inStein hauen lassen:
«scL lielk4lnl LeOot.
Als aber in eben diesem Jahre die Festung an den römischen König Joseph übergieng, ließman die vorgebuchte Schrift wegnehmen, und dafür setzen:
lanOelvl (ietslt L'Llarl.
Eine zum Andenken dieser Eroberung geprägte Medaille stellet auf der einen Seitedas Brustbild des römischen Königes vor mit der Umschrift: ^olepbun O. 6. kom. 6cbiang. ldox. Auf der andern Seite zeiget sich die Belagerung der Stadt mit den herum-stehenden Worten: t^ruiorum krimnirc, und mit der bixerAue : b.anclavia reeeptn cl. 10.Lept. 1702. Die Nothmünze, welche der Commendant Melac in der Stadt eingeführt hat-te,
der Severus auf dem Eichelstrine suchen wol- i;ro. 5 -^nrvnr. clli-on. Ix^rimb. und vor-llen? Man lese rer. mokant. I. I, c. IZ. nehmlich (Äig/!. 8I.V1VILLNO. monum,
»viriLtt. colleöl. sittigu. Ulvßunt. Maillj, vruk. Uoßunt. Ehemutz, 1697, IL, k- 4.
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