Kirche St.Georg«.Grab LaroliHülln««.
Herzogliche
Begräbnisse.
1492 xcix. Brief. Von Luneville, Nancy:c.
Seine Einkünfte erstrecken sich mit der Abtey <ie I'l8ie (die mit der Würde des krimatiail«vereiniget ist) auf sechs und dreyßig taufend Livreö, welche seit dem Jahre 171;, nämlichnach dem Tode des letzten krimatin, Herzogs Karl Joseph Jgnatius, Churfürsten zu Trierund Bischofes zu Oßnabrück, mit Einwilligung des Pabstes zum Kirchenbau verwendetwerden.
In der Kirche St. George ist der Herzog von Burgund, Karl der kühne, welcher am5 Januar des Jahres 1477 vor der Stadt Nancy sein Leben in einer Schlacht einbüßte, be-graben; es wollen aber etliche Nachrichten, daß seine Gebeine im Jahre 1550, von der un-garischen Königinn und Regentinn der Niederlande, Maria, nach Brüggen in Flanderngeführet worden wären. Sein Grabmaal zu Nancy stellet ihn mit zusammengefaltetenHänden und mit dem Haupte auf einem Küssen liegend vor. Zu den Füßen zeiget sich einLöwe. Chycraus und Merlan geben Nachricht von den Jnscriptionen dieses Monu-ments, und fängt das erste Carmen an:
Laroius boc bustc» UurZunä» Zloria Aenti8Lonllitur, LuropX gui kuit ante tinior.
Unter andern liest man auch:
Lella Ducum, keHumgue 6c Lsesariz cnnnia lpcrnensDotus in essußo känAuine lsetus erat.
Dllcite terrenis guiä lit conliciere rebus,bkie toties Victor cienigue viökus allelk.
In der gedachten Kirche St. George sind auch die Begräbnisse der alten Herzoge vonLothringen; die neuern haben ihre Ruhestare in der Kirche der Kapuziner.
Bey Nancy muß ich noch Meldung thun von dem berühmten Ivlellailleur und 6ra-venr cle8 mono^es cle 8. Hit. Uo^ale, kerciinarill 8t. dli-bsin, der in der Münze wohnet.Er ist aus Nancy bürtig und hat sich in beständiger Uebung seiner gedachten Wissenschaftund der Baukunst fünf und zwanzig Jahre lang unter den Pabsten Jnnocentius dem eilf-ten, Alexander dem achten, Jnnocentius dem zwölften und Clemens dem eilsten bey Hameranoin Rom aufgehalten; auch solchen Ruhm daselbst hinterlassen, daß der itzige Pabst, der nochals Kardinal und päbstlicher Schatzmeister ihn gekannt hat, nun den Stempel zu einergroßen Medaille bey ihm verfertigen laßt ü). Von dem Firnisse, welchen St. Urbain denkupfernen Medaillen zu geben weis, habe ich zu anderer Zeit schon Bericht abgestattet.
Ich reise von hier in Frankreich und England, und gedenke über die österreichischenund vereinigten Niederlande wiederum nach Hause zu kehren. Da ich nun weis, wie wohlLiese Lander meinem Herrn bekannt sind, so habe ich Ursache zu befürchten, daß Ihnen dieBeschreibungen, welche ich davon machen könnte, mehr verdrüßlich und langweilig als an-genehm fallen würden. Ich schließe demnach diese Berichte und empfehle mich zu beständi-ger Gewogenheit - - -
Nancy, den 24 Jun. 1731.
6) Eben dieser Pabst hat ihn im März des Urbain zum Mitgliede der gelehrten GesellschaftJahres 17z; zum römischen Ritter erkläret. Den zu Bologna aufgenommen,i; Octob. des itztgedachten Jahres wurde St.
Anhang