1496 l- Anhang.
Vor dem Dorfe Wolfenweiler liegt linker Hand ein Hügel (19), über welchen gleich»falls eine Escadron ausgebreitet anrücken und die große Ebene von Staus (z6) gewonnenwerden kann. Zu Ende des Dorfs geht man über einen Bach, der aus dem Thals (19)kömmt. Wolfenweiler stößt an einen Berg, welcher mit Weinwachs bebauet ist, und überwelchen die Landstraße in das Dorf Kilchoffen (21) und in die Staufer-Ebene führet.Wenn man Wolfenweiler hinter sich gelassen, sondert sich rechter Hand ein Weg überSchalstatt oder Schulzstett nach Brifach ab. Zwey Hundert Ruthen weiter hin findet sichein anderer Weg (2z), so gleichfalls nach Schulzstett geht. Allhier hebt sich eine schöne Ebe-ne an (z6), die sich bis an die Staufer Ebene erstrecket, und von solcher nur durch einenkleinen Bach (zo) abgesondert wird.
Eine starke halbe Stunde ferner hin (23) liegt das Dorf Scherzingen (24) rechterHand hundert Schritte vom Wege ab, und linker Hand trifft man einen Weg an, derüber den Berg (20) nach Pfassenweiler, so in dem Thals (19) liegt, führt. Sowohl zwi-schen dem Berge und dem hünninger Wege, als in der Ebene hinter dem Dorfe Scherzin-gen können die Kriegsvölker in guter Ordnung fortkommen.
Eine Vierthelstunde hievon (26) läuft der hünninger Weg durch das kleine DorfNortzingcn (27), an dessen Ende die Landstraße von Kilchoffen stößt. Hinter Nortzingcnhalt die Ebene (z6) beständig an. Eine kleine Vierthelstunde von Nortzingen setzet manüber einen Bach (zo), welcher aus dem Ulrichsthale hinter dem Dorfe Bolsweiler (35), (wo-selbst das Thal (966) anhebt und am Dorfe Merzhausen (Z) vorbey nach Freyburg hinsich erstrecket) kömmt. Dieses kleine Thal kann dienen um Hülssvölker in Freyburg zuwerfen, weil das Fußvolk jederzeit von einem Berge zum andern, verdeckt anrücken kann.
Nachdem man über den Bach (zo) gekommen, geht man durch die Ebene von Stauf-fen (z6), welche bis an die Hecken des Dorfes Grotzingen (so eine Vierthelstunde vom Ba-che abliegt) reichet. In dieser Ebene kann eine Armee alle Bewegungen, die sie nur will,machen, wie denn auch schon verschiedene Lager allhier gewesen sind.
Noch vor dem Dorfe Grotzingen setzet man über den kleinen Fluß Neumagne, wel-cher aus dem Thale hinter der Stadt Staufen kömmt. Er bewässert diesen ganzen Wie-sengrund, und nimmt den Bach (zo) bey dem Dorfe Bingen (zz) zu sich.
Das Dorf Grotzingen ist sehr groß. Parteyen, so in dieser Gegend das Unglückhaben vom Feinde verfolgt zu werden, könnten sich hieher in die Kirche zurück ziehen, weilsolche mit einer Mauer und einem drey Ruthen breiten Graben umgeben ist. Auf derlinken Hand führet der Weg aus Grotzingen nach der Stadt Staufen (Z4), und setzet manbeym Dorfe Obersdorf (37) über das Wasser Neumagne.
Hundert und sechszig Ruthen von Grotzingen theilet sich der Weg in drey (z8), dervon der rechten Hand führet nach dem Dorfe Donsell (39), der mittlere nach Hünningen undder zur linken nach Staufen, woselbst die Gegend mit Holz und Buschwerk bewachsen ist,durch welches man aber escadronenweise marschiren kann.
Hundert und fünfzig Ruthen von der Theilung der Wege(z8) geht einer (40) von derlinken Seite abwärts rrach dem Schwarzwalde. Rechter Hand bleibt allezeit eine Ebenebis an eine kleine Höhe, so zu Weinbergen gebraucht wird (41), an dem hünninger Wegeist sie gut zu passrren; an der andern Seite aber sehr steil. Diese Hügel gehen bis an dasDorf Donsell (39). Eine Vierthelstunde vom Wege.' (140) geht die hünninger Srraßeüber einen kleinen Bach (41), so unter der Stadt Staufen mit Fleiß von Neumagne weg-geleitet worden. Dieser Bach machet den hünninger Weg um diese Gegend auf fünfzehn
Schritte