i: Anhang. 1497
Schritte sehr schlimm. Zwey hundert Ruthen weit von solchem Bache (zi) durchschneidetder Weg einen andern (4»), so in »nZulo reäko von Do-nzell (zg) kömmt und nach Schmit-hausen (4z) und Staufen führet.
Auf hundert und zwanzig Ruthen weiter kömmt man an einen Bach (zg), so auch mitFleiß aus der Gegend von Staufen in dieses Thal abgeführet worden ist, um die Wiesenzu bewässern. Er durchschneidet den hünninger Weg ohne ihn zu verschlimmern, weil seinGrund sandig ist. Nachdem er durch das Dorf Donzell (39) gelaufen, hat er zu beydenSeiten eine Ebene, die bis an den Rhein reichet.
Drey hundert und dreyßig Ruthen vom gemeldten Bache ist rechter Hand ein aufge-richtetes Kreuz befindlich, und der Weg (4;) von Donzell nach dem Dorfe Gallenwiller.
Drey hundert und achtzig Ruthen von solchem Kreuze (z;) fernerhin gerechnet, brin-gen an ein anderes Kreuz und an den Weg (46) von Espach nach Gallenwiller. Wennman von hieraus noch fünfzig Ruthen zurückleget, kömmt man an einen Bach (47), deraus dem staufenschen Flusse geleitet worden. Solches ist auch mit einem andern Ba-che (44), so der Landstraße sechszig Ruthen lang folget und sich rechter Hand gegen das DorfEspach lenket, geschehen. Hiebey ist zu merken, daß alle Holzung und das Buschwerk,durch welche angeführte Bäche stießen, nicht verhindern, daß man nicht escadronweife da-durch kommen könne. Ueber dem Bache (47) endigen sich die Wiesen zur rechten und linkenHand, und kömmt man (48) an das Schloß Heiteröheim (;o), auch ferner durch einenhohlen Weg auf eine Anhöhe (39), so vom Dorfe Espach ihren Anfang nimmt (51). Sieist mit Weinreben bepflanzet, gegen den Rhein hin steil, an dem Wege von Hünningen aberleicht zu steigen. Linker Hand an dem Wege reichet sie bis an das Dorf Balrechten, sounten am Schwarzwalde liegt (6o). Diese erhöhete Lage des Landes formiret eine Ebe-ne (52), welche an manchen Orten sechs bis sieben hundert Ruthen breit, auf der Seite des. Schwarzwaldes aber auf drey bis vier hundert Ruthen eingeschränket ist. Zu Ende die-ser Ebene auf dem hünningischen Wege (52) steigt man wieder abwärts (zz), der Bergvon Espach endiget sich zur rechten Hand, und die kleine Höhe (;z) bedecket das Dorf Heiters-heim (50), so theils erhaben liegt, und eine gute Aussicht über das umliegende Land giebt.Parteyen, so verfolget werden, könnten sich in dieses Schloß werfen und wohl defendircn,weil es mit einer Zugbrücke, einem trocknen Graben und etlichen viereckigten Thürmen, dieeinander bestreichen, versehen ist.
Achtzig Ruthen von letzterwähnter Anhöhe (zz) geht man über einen Bach (54), soin dem engen Thals hinter der Stadt Sulzburg (6c) entspringt, zwischen den Höhen (zgund 55) stießt und die Wiesen wässert, ehe er in das Dorf Herteröheim,(;o) kömmt, woselbster etliche Mühlen treibt und endlich rechter Hand am hünninger Wege, wieder in Wiesensich ergießt (56), in welchen er sich aber verliehrt, weil es ihm an einem Abflusse nach demRheins mangelt, wenn das Wasser nicht ungewöhnlich groß ist, außer welchem Falle manallezeit escadronweife in diesen Wiesen anrücken kann.
Wenn man über diesen Bach szg) gekommen, gelanget man an ein kleines Gebir-ge (;z), so zu Weinbergen gebrauchet wird und auf der Seite nach Hünningen gar steil ist.An demselben nimmt man den Weg rechter Hand bis an ein hölzernes Kreuz sz?), woselbstwiederum Wiesen (;6) anzutreffen sind, linker Hand aber die kleinen und mit guten Fel-dern bebauete Hügel sich mehr und mehr vom Wege zu entfernen anfangen. Gemeldete Hü-gel (;;) dauren linker Hand bis an das Dorf Schliengen (91), ja von dar aus gar bis andas Ufer des Rheins (96), und muß man sie hinter Schliengen nothwendig passiren, wo
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