Band 
[Zweyte Abtheilung.]
Seite
1503
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i. Anhang. izoz

Equipage wird auch nicht anders, als mit vieler Mühe, fortgebracht, weil der Berg allem»halben mit Holz bewachsen ist. ' '

Der dritte Weg geht durch Günthersthal längst einem Hügel, von welchem ein Bachherabfließt. Bey einem Hause, Hslsthagen genannt, wendet anan sich kurz um nach derrechten Hand und auf die Landstraße, die zweihundert Ruthen davon entfernet ist.

Das Dorf Horde (2) ist eine Vierthelstunde von Langen-Akeren, und ist der Weg der»hin gar gut. Sobald man aus Horde geht, hat man abermals einen Berg von einer hal-ben Stunde zu steigen. Die Straße zur Rechten ist für die Equipage die beste. Der Wegzur linken Hand ist beschwerlich, und kömmt eine-halbe Stunde von Horde in den Fuhrweg,mit welchem sich auch der Weg, so über den Hügel von Günthersthal lauft, vereiniget (z).

Die Gegend, wo diese drey Wege zusammenlaufen, ist frey und bequem, um Anstaltenzum Marsch über den dritten Berg zu machen. Dieser währet bis Stören, und hat mankeine Wahl von mehrern Wegen. Der einzige dahin gehende ist rauh und eng, und brauchtman ohngefähr eine Vierthelstunde, um den Gipfel der Berge zu erreichen. Horbe und Stö-ren lixgen eine Stunde von einander. Von Stören nimmt man seinen Weg auf Mocken-brunn, nachdem man ein am Wege stehendes und vom ersten Hause des Dorfes Stören,eine Vierthelstunde cmfernetes Kreuz linker Hand liegen gelassen.

Dieses Kreuz (4) ist auf der obersten Höhe der Berge, und der Weg läuft gerade ge-gen Mittag, bis an ein Holz, das fünf hundert Ruthen vom Kreuze (4) anhebt. Man kannhier nicht leicht irren, weil die wenigen einlaufende Holzwege selten gebraucht werden, unddarf man nur der stärksten Bahn und ^pur allezeit gegen die Mittagsseite folgen.

. Der Wald zwischen Stören und Mockenbrunn ist eine kleine Stunde lang, und derWeg darinnen zwar gut, aber enge. Zu Ende des Waldes marschiret man bergunter bisnach Mockenbrunn, woselbst der Bach, Wisse genannt, welchem man bis auf zwo Stundenvon Rheinfelven folgen muß, entspringt. Vom Walde bis an das Dorf ist eine Vierthel-stunde übler Weg bergab, und laßt man den Bach allezeit zur Linken.

Mockenbrunn (z), so von Stören anderthalb kleine Stunden entfernet ist, besteht ausvierzehn weit von einander liegenden Häusern. Wenn man über dieses Dor/ heraus ist,kömmt man an ein sehr schlimmes vetile 6), das eine kleine Vierthelstunde wahret. DerWeg, welcher rechter Hand des Flusses sich hinlenket, ist die Straße für Wagen; linkerHand des Flusses ist ein Fußsteig, welchem die Cavallerie folgen kann. Beyde Wege sindeincmd-r im Gesichte und nur durch den Fluß.unterschieden, welcher hier in einer auf beydenSeiten mir Felsen umgebenen Tiefe von mehr als hundert Fußen stießt.

Diese Wege müssen in bessern Stand gebracht werden, ehe die Equipage einrücket. DerFuhrweg geht wieder vom Abend gegen Morgen über den Fluß, vermittelst einer Brücke,an deren Ende eine Kapelle und drey Häuser (7) liegen. Der andere Weg behält stets dielinke Hand des Flusses, bis an das Dorf Tottnau (8), so drey Vierthelstunden von Mocken-brunn liegt. In dieser Gegend finden sich längst dem Hügel und dem Flusse viele einzelneHäuser.

Das Dorf Tottnau besteht aus dreyßig Häusern und liegt am Fuße eines Hügels, dervon Morgen her sich erstrecket. Längst demselben ergießt sich ein Bach, der mitten durchdas Dorf und zweihundert Ruthen davon in die Wisse stießt. Um dieses Dorf herum fin-den sich gute Wiesen, allein das Erdreich und die Lage leidet nicht, daß man sich lange hieraufhalte. Eine kleine halbe Stunde von Tottnau wird ein zweytes voüle 9) angetroffen,

das