IZO6 I. Anhang.
Noch vor dem Thurme und der Brücke findet sich ein bedeckter Weg, der nach Art einesHornwerkes angeleget ist, in der Lange seiner kaces ober nur neun Ruthen hat. Außer demThurme wird die Brücke noch durch ein anderes Werk, das die Gestalt eines Hufeisens hat,und vom Rheine umgeben ist, vertheidiget. Es liegt solches rechter Hand der Brücke, wennman nach der Stadt will, und ist nur zween Schwibbogen von der Stadt entfernet. Ander Seite gegen das Land hat es eine Verrolle, sonst aber nicht. Eben daselbst ist eine Er-höhung, auf welche Eanonen gepfianzet werden können; in der Mitte findet sich ein HauS«der das Lorps I§e 6sräs. Die Stadt kann auf der Seite des Roeins nicht angegriffenwerden, wo man die Brücke nicht überrumpelt, in welchem Falle man sich aber außer dembedeckten We^e vor dem Thurme und außer der Zugbrücke von dreyen Thoren Meister ma-chen muß. Dreyßig Ruthen von der Brücke ist langst dem Rheine und der Stadt gegen-über eine kleine Hohe, von welcher der Marschall <ls Oegui die Stadt beschossen hat. Die-ser Hügel ist nicht über hundert und dreyßig Ruthen von der Sradr, und weil er mir Wein-bergen und Garden bebauet worden, so giebt solches Gelegenheit, ganz nahe an die Brückeverdeckt zu gelangen. Auf der Brücke sind drey Wachten; eine bey dem Eingänge derScaot, die andere auf dem Hufeisen, und die dritte auf dem Thurme beym Anfange derBrücke. Von diesem letzten Lorps sie Ourcle geht ein Detachement von einem Corporalund sieben bis acht Gemeinen auf die Höhe, welche der Brücke gegenüber liegt. Die Stadtselbst hat weder Verrolle noch Walle, sondern eine bloße Mauer, auf welcher rund herum einWeg von Holz und Schießscharten, für die Musketen angeleget sind. wechs bis siebenThürme, so von einander entfernet sind, und auf den Seiten nur eine Schießscharte für dieBüchsen haben, müssen das meiste zu ihrer Vertheidigung beytragen, und zweifele ich nicht,man könne auch etliche Eanonen darauf pflanzen. Wo die Stadt angegriffen werden kann,umgiebt dieselbe ein doppelter Graben, davon der eine acht, und der andere, nämlich der äußer-ste, sechs Ruthen breit ist. In keinem von beyden ist Wasser, zwischen denselben aber einbedeckter Weg oder eine Brustwehr von Mauerwerk zehn bis zwölf Fuß hoch und ohne Flan-ken , wodurch der äußerste Graben defendirt werden könnte. Gegenüber von der Mitte derStadt ist ein ausgemauertes Hornwerk, das an der Brustwehre des ersten oder innerstenGrabens hängt. Seine Seiten sind von sechs und zwanzig Ruthen, die bares von acht-zehn, die Lourtlne von acht und zwanzig bis dreyßig, und die kHucs von sieben Ruthen.Dieses Werk ist einer achtzig Ruthen entferneten Höhe, woraus die Stadt sehr incommodi-ret werden kann, entgegen gesetzt. Besagte Höhe übersteigt die Lage der Stadt, so abwärtsgegen den Rhein sich erstrecket, um sieben bis acht Fuß. Auf eben dieser Seite und zwarlinker Hand (wenn man aus der Stadt geht) ohngefahr sechszig Ruthen vom abgedachtenWerke, ist ein Thor, so durch einen halben Mond, der zwanzig Ruthen <m koce hat, und bisan den ersten Graben reichet, bedecket wird. Der ganze äußerste Graben ist ohne Defension,und hat weder ploces ä'orines noch einen bedeckten Weg. Der doppelte Graben geht nichtweiter als bis an die rechte Hand des Hornwerkes, woselbst ein einfacher Graben bis an dasUfer des Rheins die Stadt umschließt.
HI. Ge«.