Band 
[Zweyte Abtheilung.]
Seite
1515
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l. Anhang.

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IV.

Besondere Anmerkungen über den Plan der Stadt Costniz.

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über dieser Seite des Rheins gelegene Fort, Pekershausen genannt, so die Brücke^ » bedecket, ist nur von Erde aufgeworfen, und besteht aus vier kleinen Bastionen, dieeinander vertheidigen, und mit einer Palissade, wie auch einer Hecke unten her umge-ben sind. Die Breite seines Grabens hält zwanzig Ruthen, und ist darinnen vier bis fünfFuß tief Wasser. Ferner hat es einen bedeckten Weg, etliche klares 6' armes und ein Gla-cis, wie aus dem Plan 8. zu ersehen. Ein erhöhetes Werk, Cavalier genannt l), verhin-dert, daß man von den Hügeln und der Gegend (15z), welche höher als dieses Fort Peters-hausen sind, die Rheinbrücke nicht sehen kann.

Die Stadt Costniz liegt jenseits des Rheins, über welchen eine große hölzerne Brückegeschlagen ist, und treibt dieser Fluß dabey viele Mühlen. Die Befestigungswerke derStadt bestehen in einer backsteinernen Mauer, die keine'Verralle hinter sich hak, vier Ruthenhoch und fünf Fuß breit ist. Oben ist sie mit Schießscharten und Thürmen, welche einan-der bestreichen und zu Magazinen dienen, versehen. Der Graben ist ausgemauert, achtzehnRuthen breit und beynahe zwo Ruthen tief, hält aber nicht über zween bis drey Fuß Wasser.Auf der Abendseike hat die Stadt etliche Bastionen, welche einander vertheidigen, und mitPalissaden, die zur ksullebraye dienen, umgeben sind. Der dabey angelegte Graben kömmtin der Breite dem obangeführten Stadtgraben gleich, ist aber nicht ausgemauert rc. Andieser Seite gegen den Rhein zu, bey L) ist eine von Erde aufgeworfene Redoute (2), die ineiner morastigen Gegend liegt, also daß man ihr nur durch einen kleinen erhabenen Weg k),auf welchem nicht zwey Leute neben einander gehen können, beykömmt. Die im Wasser ste-hende Palissade, womit sowohl diese Redoute, als die Stadt umgeben ist, machet, daß manauf dieser Seite nicht anders, als beym Posten b) der Stadt sich nähern kann. Auf derandern Seite scheidet ein Graben m) die Stadt von der Vorstadt, und findet sich daselbst alsin einem Ackerlande n) die beste Gelegenheit, die Laufgräben gegen die Stadt zu öffnen»Besser hinaus sind gute Wiesen; zwey Bastionen vertheidigen die Vorstadt; auf der Seitedes Rheins aber oder des Sees findet sich nichts als eine schlechte Mauer rc.

Fünfzehn Ruthen von der Stadt liegt eine mit einer Brustwehre versehene Insel 0),worinnen Wache gehalten wird und etliche Canonen gepflanzet sind, um den Hafen 8) unddie an den See stoßende Seite der Stadt x) zu beschützen: Costniz ist volkreich und treibtviele Handlung. Wöchentlich werden daselbst zween Märkte gehalten, welche von denenam See liegenden Städten und Dörfern mit ihren Waaren und großen Schiffen besuchetwerden. Vermittelst dieser Fahrzeuge, so am Ufer des Sees anzutreffen sind, und auf wel-che Volk, Mörser und Canonen gebracht werden können, wäre es ein leichtes, itztgedachteStadt zu bombardiern. Wollte man anbey einiges Volk auf die schweizerische Seite über-setzen, und daselbst die Laufgräben eröffnen lassen, so würde man sich ohne große Mühe Mei-ster von der Stadt machen können.