l. Anhang.
V.
Anmerkungen über den Weg von Freiburg nach Villingen.
/ 7 ^s brauchet viele Mühe, durch den Schwarzwald zu kommen, und hat man, um nach
Viüingen zu gelangen, nur zween Wege, deren der eine über den St. Petersberg und
der andere durch das Thal von der Wagensteig geht. Der letzte ist am offensten undbequemsten, kürzer als der andere, und hat man auf demselben nur einen einzigen schlimmenStrich Weges zu überstehen.
Wenn man aus Freiburg durch das schwäbische Thor geht, kömmt man über dieBrücke, so mit 1 gezeichnet, und an deren Ende ein Haus befindlich ist, bey welchem sich dieWege von Brisach und Billingen scheiden. Jener lenket sich rechter Hand, dieser aberNach der Linken, und zwar langst des Thales von St. Peter, welches drey hundert Ruthenlang, fnamlich bis an die rechter Hand des Weges gelegene Kapelle^ (2) sehr schmal und en-ge ist. Indessen können doch allezeit acht Mann, und m der letzten Hälfte des Thals fünf-zehn Mann nebeneinander gehen.
Hinter dieser Kapelle kömmt man in eine Ebene, welche vier hundert Ruthen langund von einer solchen Breite ist, daß sechs Lsicaciron« front marschiren könnten. Beyihrem Ende findet sich eine kleine Erhöhung (z) oder alte Verschanzung, die quer durch dieseEbene von dem zur Rechten gelegenen Walde und Gebirge bis an den Weg sich erstrecket.Zur Linken solcher Schanze verursachen die Hecken und Holzung ein Oe6Ie, das zwey undachtzig Ruthen lang ist und bis au (4) die Scheidung des Weges nach Ebnet, welcher sichnach der linken Hand wendet, währet. Die Straße nach Licenweiler und Kirchzartcn hältdie rechte Hand und bleibt allezeit in der Mitte des Thals, bis gegenüber dem Dorfe Cap-pel, allwo der kirchzarter Weg vier hundert Ruthen lang sehr enge wird, und hierauf in dieWiesen dieses Dorfes, darinnen er sehr gut ist, kömmt. Das Retranchemenr, so diesen en-gen Weg verursachet, ist von keiner Wichtigkeit, weil zwischen dem Orte, woselbst es aufhörtund dem Walde ein guter Fahrweg am Holze nach Litenwsiler hinlauft, also daß man ausdemselben allenthalben auf den Hügel und den kirchzarter Weg kommen kann. Ueber die-ses findet sich zwischen dem Berge und dem Flusse ein anderer sehr guter Weg nach Ebnet.
Zwischen den ebneter und kirchzarter Wegen (4) sind mit Hecken eingefaßte Felder,Lbev welche drey bis vier Escadronen nebeneinander marschiren und zwischen den Hecken bis«n die ebneker Brücke (5) anrücken könnet,. Auf gleiche Art kann man auch rechter Hand,gegenüber dem Num. (4), über die Felder und Wiesen fortkommen, obgleich einige Heckenhie und da machen, daß man defiliren muß.
Es ist nicht nöthig, daß alle Truppen über die Brücke (;) passiren, weil beyde WegeKey Kirchzart, ehe die Berge anfangen, wieder zusammen kommen, und kann man also inzwo Eolonnen bis an den Fuß des besagten Gebirges gelangen.
Zu Ende der ebnetischen Brücke, über welche man von der Rechten zur Linken muß,vereiniget sich wieder der Weg zwischen dem Berge und dem Bache, durch welchen man zuPferde und zu Fuße kommen kann. Dieser Weg geht mitten durch Ebnet (6) und ist besserfür die Equipage. Die schlimmste Passage ist durch den Ort Ebner selbst, weicher nur«ine kleine Stunde von Freiburg entfernet ist.
Hinter Ebnet wird der Weg recht gut, und können aus jeder Seite desselben fünfbr'Ssechs Escadrons neben einander anrücken.
Zwey-
/