,§2O i. Anhang.
fließt, und die umliegende Wiesen wässert. Dieses ganze Land wechselt mit Hügeln ab, derWeg aber bleibt auf der Höhe und können daselbst beständig ein oder zwey Escadronen ne-ben einander fortkommen.
Vier hundert und fünfzig Rüchen von diesem Bache ist ein kleines Dorf Turner ge-nannt (41), so aus vier von einander entlegenen Häusern und einer Kapelle besteht. All-erer wendet sich der Weg nach Neustadt rechter Hand, und die villinger Straße nach derlinken.
Drey hundert und vier und dreyßig Ruthen oder eine halbe Viertelstunde von Turnerist die Höhe vorn Hohlgraben (4z), welche von den Kaiserlichen öfters, sonderlich wäh-render Belagerung von Freiburg, beseht worden ist.
Wenn man aus Turner geht, hält man die linke Hand und kömmt nach einer Weitevon hundert und acht Ruthen vom itztgenannten Orte über einen kleinen Bach, nach wel-chem der Weg zwischen zween Wäldern, so auf jeder Seite fünf und zwanzig Ruthen ent-fernet sind, fortfährt. Linker Hand findet sich nur Buschwerk, welches nicht lange anhält.Zwischen diesen zwo Waldungen ist der Weg sonderlich zur Winterszeit sehr schlimm, obman ihm gleich zwey hundert und vierzig Ruthen lang mit eingelegten ^runden Hölzern zuhelfen gesucht.
Hundert und vierzehn Ruthen weiter ist der höchste Gipfel von diesem ganzen herum-liegenden Gebirge (4z), dessen schon Meldung geschehen ist. Diese Höhe ist zu einem Feld-lager sehr vortheilhaftig, weil sie das gedachte Oeßle und den schlimmen Weg vor sich hak,welche man jedoch vermeiden kann, wenn man gleich hinter Turner sich kurz um linker Handnach einem Hause und kleinen See, so zwey hundert und fünfzig Ruthen von Turner ent-fernet sind, wende/. Denn wenn man diese Gegend erreichet hat, ist der Platz auf dem Ge-birge so geräumig, daß man sich in Schlachtordnung stellen und gegen die hohlgraver Höheanrücken kann. Dieser Posten ist wegen seiner Lage sehr bequem, um die Völker, so ausdem französischen Gebiethe eindringen wollen, abzuhalten, weil man nur von einer Seite,nämlich derjenigen, so dem Dorfe Turner gerade gegenüber liegt, dahin gelangen kann. Zumehrerer Sicherheit hatten die Kaiserlichen allhier eine Schanze in der Form eines doppelt-verpalissadirten Hornwerkes angelegt, dessen Graben jedoch nicht gar tief war. Die Erde,so man herausgenommen, wurde zu einer Brustwehre, so nur zween Fuß hoch war, gebraucht.Die ksce dieses Werkes hielt nur zwanzig Ruthen, ie bi-mc achte, und die Loumne zweyund dreyßig Ruthen, woraus man vvn seiner sutres und seinem Gehalte urtheilen kann.Der rechte Flügel des kaiserlichen Lagers war nach der Seite von Freiburg. Die Gegendvon diesem Retranchement war wegen eines tiefen Thals und dicken Waldes ganz unweg-sam. Auf der linken Hand des Lagers war ein Graben (4z) von dem halben Bastion anbis ans Holz in einer Länge von hundert und vierzehn Ruthen, welche mit drey kleinen Re-douten (45) vertheidiget wurden. Dreyßig Ruthen von dieser ersten Höhe und Schanzefindet sich eine andere, obgleich in Ansehung der ersten etwas niedrigere Höhe, welche dieKaiserlichen gleichfalls mit einer Verschanzung oder einem Hornwerke, das noch im Standeist, versehen hatten. Seine Hauptseiren halten zehn Ruthen, die klrmcs sechft, und dieCour-tinen fünfzehn Ruthen. Zu seiner Rechten (47) geht ein Graben bis an den Wald, durchwelchen man wegen seiner steilen Klüfte nicht kommen kann.
Achtzehn Ruthen linker Hand von dem Werke, ist ein Graben von gleicher Länge, solinker Hand bis an einen Wald reichet, in welchem sie einen Verhau von gefällten Bäu-men