Band 
[Zweyte Abtheilung.]
Seite
1521
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l. Anhang. iz2l

men gemachet, um allen Zugang zu verwehren. Sie hatten ferner noch zween Hügel zwi-schen ihren beyden Retranchemens beseht, weiche beyde Hügel einen engen Paß verursachen,in welchem nur zehn bis zwölf Mann nebeneinander gehen können. Ihre Avantgarde warin dem ersten Retranchement, und das übrige Lager breitete sich hinter dem zweyten Retran-chement linker Hand auö, woselbst drey mit vielen Häusern bebauete Hügel anstoßen, vonwelchen sie ihre Fourage zogen, weil in dieser Gegend viel Heu wachst. Die Länge der gan-zen Gegend von dem ersten Retranchement bis an das Ende ihres Lagers betrug sechs hun-dert und fünfzig Ruthen.

Wegen itztgedachter Beschaffenheit des Lagers ist es nicht möglich sie herauszutreiben,wo man nicht Mittel findet, sie von der linken Seite und von den gemeldten dreyen Hügelnanzugreifen. Denn diese Seite ihres Lagers hat gar keine Vertheidigungswerke, und könnenauf jedem dieser drey Hügel drey bis vier Escadronen neben einander anrücken.

Um aber auf diese drey Hügel zu gelangen, ist nöthig, daß man gleich hinter Turnerrechter Hand den neustadrer Weg, vier hundert Ruthen lang, bis an einen Platz nehme (48),wo die Kaiserlichen, um den Weg zu verhindern, Bäume haben fällen lassen. Denn hinterdieser Höhe fängt ein breiter und geräumiger Hügel an, mit welchem sich die abgedachtendrey vereinigen. Der ganze Weg beträgt nur eine halbe Stunde, und wenn man Meistervon diesem Platze ist, kann man von bannen ohne Mühe gegen das kaiserliche Lager anrü-cken, wo nicht andere Vorsicht vorgekehret wird. Die genaue Kenntniß dieses Retranche-ments ist desto nöthiger, je weniger bey befürchtetem Einbrüche einer französischen Armee,die Kaiserlichen verabsäumen werden, sich dieses Posten zu versichern.

Beym Ende der hslgravec Höhe (4z) machet das auf beyden Seiten befindliche Busch-werk und etliche Moraste ein lX 61 c, so sechszig Ruthen lang ist. Zur Rechten ist noch einmit sieben oder acht Häusern bebaueter Hügel.

Hinter diesem Oelile ist der Weg zur linken Hand (;o) der beste, und läßt man ein klei-nes Holz zur Rechten, woselbst auch ein Fußsteig, dessen sich die Reuterey und das Fußvolkbedienen kann. Dieser vereiniget sich wieder mit der Landstraße nach einer starken Vierrhel-stunde von der holgraver Höhe, und zwar bey einem Fort, so vier Bastionen hat, und ge-gen welches man auf der Landstraße, (so allezeit auf dem Gebirge bleibt) mit drey oder vierEscadronen in gleicher Linie marschiren kann.

Dieses Fort (51) bestreicht die Landstraße und hat zur Linken einen Wald, durch wel-chen man wegen seiner steilen Klippen nicht kommen kann. Rechter Hand kann man sichsechszig bis achtzig Ruthen weit ausbreiten und diesen Posten vermeiden, allein solches gehtmit der Equipage nicht an. Das Fort ist mit vier regulairen Bastionen versehen und miteinem Graben umgeben, welcher zwar nicht viel über eine Ruthe breit ist, in seiner Mitteaber eine Palissade hat. Dieser Graben ist drey Fuß tief und mit großen Pfählen oderzusammengefügten Stücken Holz, so sieben bis acht Fuß hoch und als Palissaden in der Erdebefestiget sind, gefüttert. Innen her ist das Fort mit neuen Grundpfählen und einer gutenBrustwehre verwahret. Weil es auf dem Gipfel einer Höhe liegt, so kann man darausdie umliegende etwas niedrigere Gegend übersehen, und auch Canonen daselbst pflanzen.Der Platz, welchen es einnimmt, ist nicht gar groß, indem seine kaces nur neun Ruthen,dieLoartme fünfzehn und die ganze Dicke des karapet nicht über zehn bis zwölf Fuß hallen.Auf der Seite von Freiburg, sechs Ruthen vom Graben ist ein kleiner halber Mond (52)vor dem Fort angeleget,, dessen 1'aöes nur von fünf Ruthen sind. Die von Erde aufge-

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