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Fünfter Band.
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Z2 Beschreibung der Königreiche Loango, Kongo, Angola, Benguela,

Lönigreich Alle Arten von Waaren werden hier eingeführt. Unter andern Tuch mit rothenAngola.^Schroten, große grobe Leinwand, mit langen Streifen, und gut gearbeitet; rother Kersie,WaarmUe^ schlesische und andere feine Leinwand, feiner Sammt, schmahle und breite goldene und silberneeingeführt Treffen, Brandtewein, Leinöl, Bootömannsmeffer, alle Arten von Spezerey, weißerwerden. Zucker, und viel andere Waaren und Kleinigkeiten; breite schwarze Bänder, türkische Tep-piche, weißes und buntes Garn von allerhand Farben, blaue und schwarze Glaskorallen,Seide, Canarienwein, große Fischhamg, Nadeln eines Fingers lang, ordentliche Nadeln,Nehnadeln, große und kleine Falkenschellen r). Pferdeschweife werden in Angola sehrhoch geschätzt, so daß einer wohl zweene Sklaven gilt ä).

Geld von Zu des Lopez Zeiten brauchten sie nicht die Lumakhe, oder Simbos, stakt desAngola; Geldes , sondern Glaökorallen, wie sie in Venedig gemacht werden, so groß als eine Nuß,ob wohl einige kleiner sind, und alle von verschiedener Farbe und Gestalt. Sie hießen solcheAnzolos; aber Mizanga, wenn sie an eine Schnur, wie ein Rosenkranz, gereiht waren /).

Angelo saget, sie kauften und verkauften für Makkucas Birami, und indianischeStücken^ oder Mulekhes. Die Makkucas sind Stücken Zeuge, eine Elle lang, aus Strohgeflochten, zwanzig davon gelten hundert Reys. Die Birami sind grobe Catunzeuge, fünf El-len lang, die in Indien gemacht werden, das Stück kostet zweyhundert Reys. Die Mulekhes,oder indianischen Stücken, sind junge Schwarzen, etwa zwanzig Jahre alt, deren jeder zwan-zigtausend Reys gilt. Wenn sie jünger sind, so werden sie von Leuten, die es verstehen, geschäht.Junge Weibsbilder stehen in eben dem Werthe, als die Mannsbilder. Außerdem giebt esMuscheln, oder Schaalen, Ziindi genannt m), die von Rongo ») kommen, und als Geldgebraucht werden. Zweytausend derselben gelten ein Makkuca o).

von Loanda. Nach des Merolla Berichte, sind die vorerwähnten Makkucas die gangbare Münz«allhier; jeder ist so groß, als ein Bogen Pappe. Dieses, jaget er, ist soviel, als die Kupfer-münze in Europa. Mit dem Silbergelde kommen hier die Intagas überein, welchesStücken dicken Cattunzeuges sind, etwa so groß als zwey große Schnupftücher, ungefährachtzehn Pfennig florentinische Münze werth.

Eine andere Art von Gelde nennen sie Folingas, welches ein feinerer Cattun ist, wiederjenige, den die Bootsleute um den Leib binden: jedes Stück von diesem gilt drey Schil-linge und sechs Pence. Statt unserer goldenen Münze, haben sie die Birami, die ausfeiner Leinwand gemacht sind; jedes Stück davon gilt sieben Schillinge und sechs Pence,oder acht Schillinge. Wirkliche kupferne, silberne, und goldene Münze wird in diesemLande weder von fremden Kaufleuten noch andern gebraucht /).

Dapper erwähnet der Libongss, und verschiedener andern Arten von Zeugen, die zuLoanda statt der Münze gelten. Sie haben, wie er berichtet, zwo Arten von Sim-bos; erstlich reine, die unter dem Eylande Loanda gefunden, und in punco beym Han-del gebraucht werden, und unreine, oder brasilische, die man vom Rio de Janeirobringt, und in Songs, pinda, und den Ländern von Anna Shinga, unter Majstmgan, und bey den Iaggaern brauchet.

Die

) Vgilb/ auf der zSastsn und folg. Seiten. n) Zimbos oder Simbos.

4) Purcb. auf der Lösten Seite. ») Sie kommen von Loanva.

/) Pigaferca auf der ;6ßm Seite. o) Angelo auf der ;6isten nud folgend. S.