und den angrenzenden Landern. XH Buch VlCap. zr
Ihre Musik muß sehr schlecht und rauh seyn; denn sie besteht nur aus einem Instru- Lömgreichmente, Ras genannt, das nach Art eines Korbes, aus dem Stamme des palmitsbam .^"^^'mes gemacht, mit Blumen ausgeschnitzt, und mit einem Brette bedeckt ist, welches geschla-gen wird, und einen Ton, fast wie die biscajische Trummel, giebt.
In diesem ganzen weitläufigen Striche Landes, sind keine Häuser mit Ziegeldächern, Gebäudeals in Loanda und Massingan, welche Städte von den Portugiesen angelegt sind. Die beld-übrigen sind sehr armselig aus Pfählen und Geröhricht sehr schlecht zusammen gesetzt, dochan einigen Orten stärker, als an andern. Die Gebäude der Vornehmen haben Vorhäusermit einem Hofe, und außen einen Platz, Besuch anzunehmen /). Barrel meldet, dieHäuser in Angola wären wie Bienenkörbe gestaltet F).
Das Feld bestellen sie hier folgendermaßen: Sie werfen die Erde mit Spaden in einenRain auf, und lasten auf jeder Seite eine Furche. Wenn die Flüsse vom Regen, der vonden Bergen herab kömmt, aufgeschwollen sind: so durchstechen sie derselben Ufer, und lassendas Wasser in die Furchen. Nachdem es daselbst einige Zeit gestanden hat, und dieErde wohl durchfeuchtet ist, so lassen sie es wieder in ihre Canäle ab, und verstopfen dieUfer. Eine kleine Zeit darauf, wird die Erde geschickt, ihren Saamen anzunehmen , derdrey Monate darnach schon kann eingeerndtet werden H
Die Einwohner sammlen durchgehends keine Schätze, sondern sind mit etwas Hirse,und ein wenig Vieh, auch Palmweine und Oele, zufrieden. Der vornehmste Handel derPortugiesen und anderer Europäer in Angola, besteht in Sklaven, die nach den EylandenPorto Rico, Rio plara, Se. Domingo, und der Havana, nach Carthagena undandern Theilen des festen Landes geführt werden, besonders nach Brasilien, wo stein denPflanzstädten und Bergwerken arbeiten müssen. Sonst schickten die Spanier jährlich überfunfzehntausend Sklaven zu dieser Arbeit hinüber, und die Portugiesen brauchen, so viel manurtheilen kann, jetzo nicht weniger. Die Portugiesen kaufen solche etwa hundert oder hun-dert und fünfzig Meilen in dem Lande hinauf. Wenn sie an der Seeküste anlangen: so sind sieordentlich mager und schwach, weil sie unterwegens schlecht zu essen haben, und ohne Deckeunter freyem Himmel schlafen. Die Portugiesen inLoanda aber füttern sie, meinem großendazu gebauten Hause, wohl aus, ehe sie eingeschifft werden. Sie geben ihnen auch Palmöl,sich zu erfrischen und zu salben. Sind keine Schiffe vorhanden, oder haben sie nicht Skla-ven genug, wegzusenden, so brauchen sie solche, das Feld zu bestellen, oder Mandioka zupflanzen und zu schneiden. Wenn sie eingeschifft sind, so sorget man für ihre Gesundheit,und schaffet ihnen Arzeneymittel, besonders Limonien und Bleyweiß, wider die KrankheitBitios. Wird einer krank, so sondern sie ihn von den andern ab, und warten ihn wohl,mit warmen Speisen. In den Schiffen liegen sie auf Matten, die aller zehn oder zwölfTage verändert werden. Auf diese Art verliehren sie wenig Sklaven auf der Reise, den Hol-ländern aber sterben sehr viel auf ihrer Ueberfahrt nach Brasilien, weil sie solche mit Mat-ten und andern Nothwendigkeiten nicht versorgen.
In der Stadt Rambamba kaufen die Portugiesen sehr viel Sklaven, aber -nicht soviel, als in Massingan und Embakka; denn wenn die benachbarten Schwarzen etwas vonWaare brauchen, so bringen sie ihre Sklaven in die dasigen Pflanzstadte, solche zu verhandeln.
Alle
F) Pnrch. am oben angeführten Orte.
-) Merollas Reise auf der Ersten Seite.
e) Purch- am oben angeführten Orte./) Vgilb/ auf der zSosten Seite.