Natur-
geschichte
vonRongo-
Die Luft istgemäßigt.
Iahrszeiten.
Witterung.
6g Beschreibung der Königreiche Loango, Kongo, Angola, Benguela,
wußte ^). Und wenn sem Gefährte, Leonard de Nardo, eben dergleichett hätte thunwollen, so wären beyde Verbrecher davon gekommen r): so aber ward einer gehangen.
Dieser Bruder Lycodia, der kurz vor Nlerollas Ankunft zu Loanda starb, warsehr eifrig in Erziehung der Kinder ; denn er hakte einen großen Haufen weiße Knaben zu-sammen gebracht, die er wie Capuciner kleidete, und was er sie den Tag über gelehrt hatte,bey Nacht wiederholen und Hersingen ließ. Der Verfasser fand ihrer sechzig an der Zahl 22).
Das VIII Capitel.
Naturgeschichte von Kongo, Angola und Benguela.
Der I Abschnitt.
Lust, Fossilren, Wurzeln und Feldfrüchte.
i. Witterung, Jahreszeiten, Bergwerke und Steinbrüche.
Die Luft ist gemäßigt. Jahreszeiten. Wetter, berberqwerke. Steinbrüche von Jaspis, Mar<Ordentliche Winde. Gold-Kupfer-und Sil- mvr und Hyacinth.
ist nach des Lopez Berichte gemäßigter, als man glauben sollte;eD k und der Winter so wie der Herbst zu Rom. Daher haben sie nie Ursache, mehr Klei-der anzulegen, oder aus Feuer zu gehen; auch ist es aus den Gebirgen nicht kälter,als in der Ebene. Insgemein ist der Winter heißer, als der Sommer, wegen der bestän-digen Regen, und besonders zwo Stunden vor und nach Mittage, da es kaum auszu-stehen ist.
Tage und Nächte sind bey ihnen kaum eine Viertheilstunde lang, durchs ganzeJahr, unterschieden.
Der Winter fängt in diesem lande im Mär; an, wenn die Sonne in die nördlichen Zeichentritt, und der Sommer im September, wenn sie in die südlichen kömmt. Es regnet nie imSommer,aber ihre fünfWintermonate, April, May,'Iunius, Julius und August, fast bestän-dig, und sie haben während derselben, wenig heitere Tage. Es ist erstaunlich zu sehen,mit was für Gewalt der Regen herabschießt, und wie groß die Tropfen sind. Wenn derErdboden völlig durchnäßt ist, so schwellen die Flüsse erstaunlich, und überschwemmen dasanliegende Land. Der erste Regen fängt manchmal am fünfzehnten Tage, und manchmal spä-ter an. Daher kömmt das neue Wasser des Nils, das von den Einwohnern Äegypteusso verlangt wird, manchmal eher, manchmal später.
Die Winde wehen im Winter durch diese ganze Landschaft, von Norden nach Westen,und von Norden nach Nordosten. Die Portugiesen heißen sie allgemeine winde, undes sind Cäsars Lteime, die in Italien im Sommer wehen. Sie treiben die Wolken mit
großer
Wenn man ihn gehenkt hätte; wäre er nicht dein scheint, so saget er doch nicht, daß er selbst in sol-ri» Selbstmörder gewesen ? chen Umstanden hätte dergleichen thun wollen,
r) Ungeachtet der Verfasser den NarSo zu ta- ss) Merollg auf der 670 u. f- S.