und den aiigranzenden Ländern. M Buch vm Cap. 77
in Büscheln so dichte zusammen, daß sie alle ein Stück zu seyn scheinen, und die Büschel Natur-sind so groß, daß ein ziemlich starker Mann sich nicht vornehmen darf, mehr als einen oder gesibicbte.zweene zu tragen. In der Landessprache heißen sie Rhakhep, und ihre zahlreichen Saain- vonRongokörner, Embe. Diese gleichen einer Dattel, und man zieht vermittest heißenWassers, in-dem man sie stampfet, eine ölichte Feuchtigkeit aus ihnen heraus, die auch an statt des Oelsgebraucht wird. Den Wein zapfet man aus ihnen, wie gewöhnlich.
Es giebt hier noch eine andere Art von Weine, Embetta genannt, die kühlender ist, Embetta«und aus einem andern Palmbaume eben so gezogen wird; dieser giebt aber ordentlich mehr, wein.und wird nirgends anders, als an die Flußseite gepflanzt. Der Baum heißt Marome.
Wo die Palmbäume, welche Wein geben, nicht wachsen, da haben die Leute ein Mit-tel, solchen durch die Kunst zu machen. Sie lasten indianischen Weizen eine Weile im Masterquellen, wie die Europäer mit ihrem Weizen thun, Stärke daraus zu machen. Diesen neh-men sie nachgehends heraus, stampfen und pressen ihn wohl, und thun den Saft in einenTopf, aus dem sie ihn nach einiger Zeit in einen andern abziehen, und alsdann mit vielemVergnügen trinken. Sie nennen dieses Getränke Guallo -).
Eine andere Art Palmen heißt Tamgra; sie trägt eine Frucht wie Oliven. Da aber Tamgra«solche wenig oder keinen Geschmack hat: so wird sie ordentlich den Affen und Meerkatzen palme.überlassen.
Die Metaba ist eine andere Art, deren Frucht wie aus Schnüren voll kleiner Kugelnbesieht, die sehr hart sind, und wenn sie gestoßen und mit dem Pulver vonEngalla oder wil-den Schweinszahnen vermengt werden, eine wunderbare Herzstärkung geben.
Eine Palme, die dem Marome sehr ähnlich, wo nicht gar derselbe ist, giebt eine Art Palmfaden,von Faden aus seinen Blättern, daraus die Einwohner Zeug weben. Seine kleinsten Aestesind glatt und biegsam; daher man sie zu Reisenetzen gebraucht, deren sich die Weißen unddie vornehmsten Schwarzen bedienen. Von den großen Aesten bauen sie Häuser.
Das erste, was der Verfasser bey seiner Ankunft in Benguela bemerket hak, war Dattelbäu»eine Menge Dattelbaume, die in diesen Gegenden mehr, als irgendwo anders im südlichenAfrica, im Flore sind, ob sie wohl denen aus Osten an Güte sehr nachstehen.
Er fand auch viele Gebüsche und Spahiergänge von Weinstöcken, die wegen der Feuch- Weinstöck,.tigkeit der Erde zweymal das Jahr in großer Menge Trauben tragen; es wird aber keinWein daraus gemacht, weil er von der allzu großen Hitze eher faul, als gereinigt werdenwürde. Ein jedes Haus hat hier Quellwasser, das nicht über zween Fuß tief liegt, worü-ber Man sich destomehr zu verwundern hat, weil diese Gegenden der See so nahe liegen r).
Der Baum Dgheghe giebt eine Frucht wie gelbe Pflaumen, die annehmlich riecht und Ogheghe,schmecket. Aus den Aesten machen sie Zaune, Pallisaden und Lauberhütten, um sich vor derbrennenden Sonnenhitze zu verbergen »).
Viele Arten von Bäumen in diesen Ländern haben gewürzhaste und Medicinische Kräfte.
Unter den letztem verdienet der Baum Angariaria die erste Stelle. Das Holz und die Angariaria.Wurzel desselben, besonders aber das Holz, ist wider Seitenstechen gut, wenn solches vonStein, Grieß und dergleichen herrühret; daher man in diesen Gegenden nicht höret, daßdergleichen Krankheiten länge anhielten.
K z Ein
O Merolla auf der Seite.
,) Ebenderselbe auf der 6-4 f. S. der Zrssten Seite. Es scheinen die vorerwähnten
«) pigafetta auf der II§ Seite. Ggilbp auf Gegespflaumen zn seyn.