Band 
Fünfter Band.
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82 Beschreibung der Königreiche Loango, Kongo, Angola, Bengueia,

Vögel L't und ' die verschiedenen Arten von Papageyen waren von den brasilischen sehr unterschieden^

Rongo. Krähen wären auf der Brust weiß, wie auch an den äußersten Enden der schwingen,

" ^ sonst aber überall schwarz.

Tanzende Lrancisco da pavia berichtete dem Verfasser, er habe auf seiner Reise nach Sing»

Vögel. gewisse große weiße Vogel, mit langen Schnäbeln, Hälsen und Füßen bemerkt, die aufAnhörung des geringsten Tons von einem Instrumente, sogleich zu tanzen, und um dieFlüsse herum zu hüpfen, angefangen hätten, bey denen sie sich beständig aufhalte», welcherer oft mit großem Vergnügen angesehen habe.

Eine andere Art Vögel ist so schön weiß und artig, besonders ihr Schwanz, daß dasweiße Frauenzimmer solche, so theuer als sie können, zu ihrem Putze kaufet.

Vogelnester. Der Verfasser bemerket, daß die Sperlinge, und solche kleine Vögel, ihre Nester nachArt der Schwalben in Italien, und meist mit den Fäden aus den Palmblättern, bauen,die sie mit ihren Schnäbeln heraus ziehen. Sie hängen solche rund um einen dünnen Ast,daß ihre Jungen, wenn der Wind wehet, wie in einer Wiege, hin und her schwanken.

Die großem Vögel bauen entweder auf den Gipfel, in den Stamm, oder in die Ver-nichten Aeste des Baums Moflrma, der die Seide trägt, und zuvor ist beschrieben worden.Die Stacheln dieses Baumes sind außerordentlich hart, und seine Frucht einer grünen Citroneeinigermaßen ähnlich /).

Mufikvögel. Es giebt hier Vögel, die sie Mustkvögel nennen. Sie sind etwas größer, als Cana-rienvögel, manche über und über roth, andere grün, nur mit schwarzen Füßen und Schnabel.Manche sind ganz weiß, grau, dunkelbraun oder schwarz. Die letztem haben die ange-nehmste Stimme, und scheinen in ihrem Singen zu reden. Die Vornehmsten im Landehalten sie in Kefichten F).

Singvogel. Unter allen geflügelten Einwohnern dieser Gegend aber, gefällt keiner dem Merollasowohl, als der kleine Vogel, den Cavazzi beschreibt /-). Dieser Vogel ist einem Sper-linge nicht unähnlich, und so dunkelblau, daß man ihn, dem ersten Anblicke nach, für schwarzhalt. So bald der Tag anbricht, läßt er sich hören, aber das Vortreffliche in seinemGesänge ist, wie es scheint, daß er den Namen Jesus Chris) fast articulirt ausspricht.Gleichwohl ist dieses, so wenig als andere Vermahnungen der Natur, die der Verfassererwähnt, vermögend, die harten Herzen der Negern zur römischkatholischen Religion zu bringen.

Ein anderer. Der Mönch Coprani r) erwähnet eines wunderbaren Vogels, dessen Gesang deut-lich aus den Worten besteht: Va drirco, das ist: Gehe recht. Ein anderer Vogel indiesen Gegenden, besonders im Königreiche Matamder, singt: Vuikhi, Vuikhi, welchesin der Landessprache Honig, Honig, heißt. Er hüpfet von einem Baume zum andern,bis er an den kömmt, wo der Honig ist, daß ihn die Reisenden heraus nehmen können, daer denn das verzehret, was noch übrig bleibt. Allein das Schlimme dabey ist, daß der Rei-sende, der dein Rufe des Vogels nachfolget, manchmal in die Klauen eines lauernden Löwensfallt, und solchergestalt den Tod statt des Honigs findet; daher sie bey dem Schreyen desVogels sich vor einem verborgenen Löwen fürchten, und wenn sie den Honig nicht sehen,beyzeiten fliehen ä). Der

/) Merolla auf der 6z; und folgende Seit«.L) pigafetta uns der 9z und folg. S.

L) In seiner histcr. Beschreib, auf der ;c> Seite,No.

e) In seinem Lsmdr. Illukr.

6) Merolla auf der 6;6 Seite.

Pgilb)? auf der 559 Seite,»r) Derselbe auf der;;r Seite.