und den angranzenden Landern. XII Buch vm Cap. 8z
Ausfuhre, nahm diese Waare dergestalt ab, daß die Schwarzen, um die Mitte des vork-LVildeThie--gen Jahrhunderts, eö zu Fortsetzung des Handels aus andern Ländern holen mußten ä). reinRong».
Barrel fragte die Marombas, ob der Elephant seine Zahne fallen ließe? und sie ^ '
verneinten solches; man fände sie aber in den Wäldern mit seinen übrigen Knochen r).
Dieß stimmet mit anderer Nachrichten überein, und Dappeu meldet, man fände viele an-gefressen und hohl, wenn sie viel Jahre im Regen und Winde gelegen hätten ä).
Weil die Leute vonBamba die Geschicklichkeit nicht besitzen, diese Thiere zu zahmen: so Wie man siefangen sie solche, vermittelst tiefer Gruben, die sie an denen Orten machen, wo dieselben weiden, iäugt,die unten sehr enge, und oben breit sind, damit sie nicht wieder heraus können /). Sie be-decken diese Gruben mit Erde, Gras und Blättern. In Aoanza, oder Duanza, sahLopez einen jungen Elephanten in ein solches Loch fallen. Die Mutter versuchte vergebensalle ihre Geschicklichkeit und Stärke, vom Morgen bis auf den Abend, ihn herauszuziehen;worauf sie ihn endlich darinnen vergrub, und mit Erde, Aesten, und dergl. zuschüttete; daßsie also ihr Kalb lieber selbst tödten, als solches den Jägern zu genießen überlasten wollte.
Das Volk stund indessen um sie herum, schoß auf sie, drohte ihr, und warf Feuer auf sie,ohne daß sie dadurch wäre geschreckt worden m).
Die Art, wie die Elephanten von den Schwarzen umgebracht werden, erzählet Me- "Nd tödtet.roll« folgendergestalt: Wenn sie in einer Heerde beysammen sind, so besalbet sich der Jägerüber und über mit ihrem Miste, und machet sich heimlich unter sie: Er kriecht mit seinerLanze unter ihnen herum, bis er die Gelegenheit ersieht, einen ins Ohr zu stechen, wovonderselbe bald zu Boden fällt. Nach dem Stoße machet sich der Schwarze sobald als möglichfort, ehe sich das Thier wendet, und sich rächet. Die übrigen werden durch den Geruchihres Mistes betrogen, daß sie sich um sein Schreyen und Lärmen nichts bekümmern, son-dern glauben, es sey nur einer von ihren Jungen, und fortgehen, und den Raub dem glück-lichen Jäger überlasten. Verfolget ihn der Verwundete, so muß der Schwarze ihm durchHerumlaufen im Kreise entrinnen; denn das Thier kann sich schwerlich oft genug wenden »).
Nach Dappers Berichte, thut der verwundete Elephant alles mögliche, seinen Feind Seine Groß«umzubringen; den Leichnam aber frißt er nicht, übet auch gegen denselben nichts weiter aus.
Statt dessen machet er mit seinen Zähnen ein Loch in die Erde, leget den Körper darein, undbedecket den Ort wieder mit Erde und Aesten von Bäumen. Diejenigen, die auf die Jagdgehen, verbergen sich also, nachdem sie ihn verwundet haben, und folgen ihm alsdann vonweitem nach, bis er sich verblutet hat, da sie denn hinzugehen, seinen Tod zu beschleunigen.
Ebenderselbe meldet, manche dieser Thiere hätten in ihrem Kopfe eine Art Bezoar-stekn, von Purpurfarbe, der, nach einiger Vorgeben, Arzeneykräfte haben sollte o); undMerolla berichtet, die Negern zögen, vermittelst der Sonnenhitze, ein Wasser aus denKnochen in den Füßen des Thieres, das wider Brustbeschwerung, Seitenstechen, undkalte Flüsse gut wäre />).
Die Hörner vom Nashorne werden in die Länder der Anzikos gebracht. Man hält Ababa, odersie sehr hoch, und brauchet sie bey verschiedenen Krankheiten als ein Arzneymittel; man weis Nashorn,aber nicht, ob das Thier selbst, das in Indien Bada heißt ^), in Rongo zu finden ist ?-).
L 2 Indeß
m) Pigafettas Nachricht von Longo auf der p) Merolla auf der 637 Seite.
67 Seite. F) Oder Abava. Siehe I Band auf der
n) LNerolla auf der 636 und folg. S. 408 Seite-
») Vgilb)? auf der 52- und folg. S. »-) Pigafetta auf der 6- Seite.