und den angrenzenden Landern. XII Buch VIII Cap. 85
Merolla aber scheint nur die wilden Kühe gesehen zu haben. Seinem Vermelden wildeTKie,nach, heißen sie in Benguela: Impanguezza c). Einige sind roth, andere asch- reurRongo.färben, und noch andere ganz schwarz. Sie sind alle sehr schnell auf den Füßen, und haben WildeKühe.ein Paar sehr lange Hörner an der Stirne. Wenn sie verwundet sind, machen sie sich so-gleich, wie der Büffel, über ihren Beleidiger her, wenn er sich nicht augenblicklich in einenBaum verbirgt. Ihr Fleisch, ist schmackhaft und nährend, und das Mark ein sicheresHülfsmittel wider kalte Flüsse und dergleichen. Die Schwarzen machen Schilder aus derHaut, die auch den schnellsten Pfeilen widerstehen, so daß ein Mann, der gebogen hinterseinem Schilde steht, vollkommen sicher ist -i).
Die Empalanga gleichen an Größe und Gestalt den Ochsen, nur daß sie den Hals Empalanga.und Kopf in die Höhe halten, und breite und gekrümmte Hörner haben, die drey Queer-hände lang, in Knoten getheilt, und an den Enden scharf sind. Sie machen geschickteBlashörner daraus. Ob diese Thiere gleich in den Wäldern wohnen, so thun sie doch keinenSchaden. Die Haut vom Halse wird zu Schuhsolen, und das Fleisch zur Speise gebraucht.
Man könnte sie auch zum Pflügen und zur Feldarbeit gewöhnen /). Dappeu vergleichtden Empalanga mit einem Ochsen, und sie haben verschiedene Farben, manche braun,manche roth, und manche weiß c).
Der Impalankhe ist nach des Merslla Berichte ,*>on der Größe des Impanguezzaund an Farbe gelbroth. Er sah dergleichen in Benguela. Sie haben lange gedrehte Hör-ner , und man kennet ihr Alter an den verschiedenen Wendungen derselben. Sie gleichenauch gewissermaßen dem Maulthiere. Ihr Fleisch ist weiß, und würde höher geschahtwerden, wenn es nicht schwammicht und «»schmackhaft wäre, aber zu der Brunstzeit sa-gen die Schwarzen, müsse man eö aus Furcht vor seiner Schädlichkeit gar nicht essen.
Eben das wird von ihrer wilden Ziege gemeldet, die, wenn man sie zu einer solchen Goulongo,Zeit ißt, verursachen soll, daß die Nägel von den Zähen abgehen. Einige Jäger brachten oder wildeetliche solche Ziegen, von denen sie argwohnten, daß sie sich in solchen Umständen befänden, 3'^en.in das Kloster von Sogno zu verkaufen: die Capuciner aßen unwissend davon, und hobendas übrige auf eine andere Zeit auf. Kaum hatte der Graf solches vernommen: so kam erin zahlreicher Begleitung sehr eilig, gieng gerade in die Küche, befahl, alles Fleisch wegzu-werfen, und die Gefäße, die es berührt hatte, zu zerbrechen. Er wollte selbst das Haus,als angesteckt verbrennen, wenn sie ihm nicht unterthänigst vorgestellet hätten, daß ihnennoch kein Schade wiederfahren wäre, den sie empfänden, und sie befürchteten auch keinen;was sonst etwa für Schaden dadurch möchte vorgefallen seyn, wäre wohl mehr von Zufäl-len, als von der pestilenzialischen Beschaffenheit des Fleisches selbst verursacht worden.
Wenn diese wilden Ziegen alt sind: so findet man in ihrem Bauche gewisse Steine wie Arzneystein.Bezoar. Die vom Bocke sind die besten, und in verschiedenen Fällen, besonders widerGift, bewahrt befunden worden. Wenn man sie nicht aus dem Thiere nimmt, sobald es um-gebracht worden, so lösen sie sich schnell auf. Erst sind sie gelinde und weich, wenn sie sich
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aber
r) Ebenderselbe auf der 87 Seite,a'i Ggrlb^ auf der ;zo Seite.Larli auf der 564 Seite.
und nur verschiedentlich ausgesprochen.«/) rNecollg auf der 607 Seite,e) Pigaferra auf der 88 Seite.
r) Vielleicht Impague;;«, welches Empakaste /) Vgilb^ am oben angeführten Orte.näher kömmt; denn es ist unstreitig einerley Work,