§6 Beschreibung der Königreiche Loango, Kongo, Angola, Benguela,
WildeTbre-aber eine Weile an der Luft befinden, fangen sie an hatt zu werden, und verwandeln sichpe mRongo. ^ Kurzem in einen vollkommenen Stein F).
^ Das muß eben das Thier seyn, das beym Dapper Golungo und Goulongo heißt.
Er saget, es sey hier sehr gemein, braun, mit einigen weißen Flecken, und zwey scharfenkleinen Hörnern. Er nennet es den Rehbock, ob es wohl nicht größer ist, als ein Schaf odereine Ziege, dem es an Gestalt und Geschmacke gleicht. Verschiedene Schwarzen todtenund essen es, aber die Leute von Rongo und die Ambondos wollen es nicht kosten; ja siewollen nichts anrühren, das nur aus dem Topfe kömmt, darinnen es ist gekocht worden, nochdahin gehen, wo das Feuer gewesen ist, bey dem man es zugerichtet hat, noch das Eisenangreifen, damit es getödtet worden; kurz, es ist ihrGmistilla oder ihr verdorbenesEsten, und sie glauben fest, wenn sie solches Verboth überträten : so würden sie an ihrenGliedern lahm werden, und ihnen Finger und Zähen abfallen ^).
DasNekoko, Das Elend, das so heilsame und verlangte Thier, wird oft hier angetroffen Es
oder Elend, hat wegen der Kraft des einen seiner Füße in Kongo den Namen riTekoko k), das vor,treffliche Thier, erhalten. In Spanien heißen sie es nur das große Thier. Die Artzu finden, in welchem Fuße die Kraft stecket, ist, daß man es niederwirft: es wird als-dann sogleich, sich von dem Schlage zu erheben, den Fuß, der am kräftigsten ist, nehmen,und damit das Ohr krähen. Alsdann muß man fertig seyn, diesen Arzeneyfuß mit einemscharfen Säbel abzuhauen, und man wird an dessen Klauen ein untrügliches Mittel widerdie fallende Sucht haben. Pedro Gobero Sebastian-meldet in seiner Reisebeschreibung,er habe viel solche Thiere in Polen gesehen. Diejenigen, die der Verfasser sah, waren un-gefähr so groß, als ein kleiner Esel, bräunlicht, mit langen breiten Ohren, die, wie bey denenglischen Hunden, herunter hingen /).
Zebra, oberZevera,
Dieß scheint Dappers Makoko zu seyn, welcher, seinem Berichte nach, von einemPferde an Große wenig unterschieden ist, aber lange und schlanke Füße, einen langen undgrauen Hals, mit vielen schmalen weißen Streifen, und auf dem Kopfe lange scharfe untengedrehte Hörner hat. Der Dünger dieses Thieres gleicht den Schaflorbern m).
Das Envoeri ist auch ein großes gehörntes Thier, wie ein Hirsch.
Das seltenste und seiner Schönheit wegen hier merkwürdigste Geschöpfe ist das Zebraober Zevera. Lopez saget, man finde dieses Thier auch oft in gewissen Provinzen derBarbarey; es sey wie ein Maulthier gestaltet, aber kein Maulthier wirklich, weil es sichvermehre »). Seine Haut sey von aller andern Thiere Häuten unterschieden; der ganzeLeib und Kopf mit kreisförmigen Streifen umgürtet, die weiß, schwarz und braun abwech-seln , und jeder etwa« drey Zoll breit sind. Der Kopf, die Ohren, der Nacken, die kleineMahne und die Füße, sind eben so bezeichnet. Die Füße, der Huf und der Schwan; glei-chen dem Maulthiere; der letztere sey schön grau und sehr glänzend. In andern Eigen-schaften sey es einem Pferde ähnlich, und könnte an statt desselben gebraucht werden, wennes gezähmet würde, da es sehr stark und frisch sey. Sie bekommen das Jahr einmal Jun-ge,
x) Merolla am oben angeführten Orte.L) Ggilb), auf der zzi und ;;8 Seite,r) Er sah es in Benguela-
2n der englischen Übersetzung Neoco.
/) Merolla auf der 606 Seite.
«) Ggilb), auf der ;zo Seite.
«1 Die Jesuiten trafen in der Tatare), eineArt Maulesel an, die sich vermehrten. Vielleichtsind r« dies».