und den angrenzenden Landern. XII Buch VIH Cap. 87
ge, lind sind ungemein zahlreich. Sie gehen und laufen so schnell, daß es in Portugal! und RchlveThie-Spanien zum Sprüchworke geworden ist: So schnell als ein Zebra o). reinLong».
Barre! meldet, das Zebra oder Zevera sey einem Pferde ähnlich, den Schwanz, ist schnell unddie Mähne und die Streifen von mancherley Farben ausgenommen. Diese Thiere ziehen kühn.in starken Heerden. Sie sind zwar wild, lassen aber einen Mann so weit kommen, daß ersie schießen kann, und lassen drey- bis viermal schießen, ehe sie fortlaufen /).
Nach Dappcrs Berichte nähret sich das Zebro oder Zebra in den Wäldern von An-gola, und ist selten in andern Ländern zu finden. Es ist so wild und schnell, daß man eSschwerlich lebendig bekommen, und noch schwerlicher zähmen kann. Doch berichten die Por-tugiesen, sie hätten vor einigen Jahren viere von diesen Azebras nach Lissabon dem Königezum Geschenke geschickt, der sie, seinen Wagen zu ziehen, gebraucht hatte, und der Ueber-bringer wäre mit der Notariatstelle von Angola für sich und seine Erben belohnt worden §).
Carl! meldet, das Zebra sey an Gestalt und Stärke wie ein Maulthier, nur daß sein Schön,Haar mit weißen, schwarzen und gelben Streifen geziert sey, die rund um den Leib von demRückgrade unter den Bauch gehen; es sahe sehr schön aus, und schiene wie gemalt r). .
Merolla erkläret die Haut des Zerba oder Zebra für so schön, daß man sie eherfür fein gewebte Seide, als für Haut, ansehen sollte. Sie habe verschiedene Streifen ingleichen Weiten, vier Zoll breit, weiß und schwarz, und an den Rändern röthlicht. Essey so schnell, daß man für ein solches Thier gäbe, was gefordert würde, wenn die Leute nureines zahmen könnten. Der Superior der Capuciner, da Romana, schickte, nebst andernSachen,verschiedene Häute dieses Thiers,als ein Geschenk,an den Großherzog von Toscana r).
Zu des Lopez Zeiten war Aongo voller Heerden Kühe, zahmer Ochsen, Schweine, RindviehSchafe und Ziegen, die zu vier Jungen, und nie weniger, als zwey, werfen »). und Schafe,
Merolla meldet eben das von den Ziegen. Die Schafe haben da nicht Wolle, son-dern Haare, und die Widder keine Hörner, wie in Europa. Die Schafmütter sind nichtso fruchtbar, als die Ziegen, deren Fleisch hier viel höher, als Schöpsenfleisch, geschätzt wird;daher die Leute lieber ihre jungen Böcke, als ihre Lämmer, schneiden ^).
2. Raubthiere. Affen. Schlangen.
Löwen und Tyger. Luumbengv oder Wölfe. InSogno sind keine Naublhiere Wilde Hunde-Engallo oder Eber. Zibethkatzen. Zobel. Mar-der. Ensingie- Eittiengio. Wilde Katzen. Affen.Pongo, oder Mannaffe. Derselbe tödtet Men-schen und Thiere. Seine Beschreibung. Er
liebet die Weibsbilder. Embambe, eine grausa-me Schlange, verschlingt ein Schaf oder einenBock ganz. Geschichte davon. Coprasschlan-ge. Schlange mit der Schwanzklocke. Ot»kern. Drachen. Cameleon.
L^m Lande der Anzrkos findet man Löwen, aber keine in Bamba. Diese Provinz aber Löwen undist voller Tyger, die Engop genannt werden. Diese machen sich über die Schwarzen, Tyger.aber nicht an die Weißen; und mal, hat befunden, wenn sie bey der Nacht gekommen sind,
daß
») pigafettg auf der 7; Seite. 1) Er sah es in Benguela. Siehe das Kupfer.
/>) Purch. Pilgr. U Band auf der 984 Seite. e) Meeollaam oben angef. Orte, a.d.6o6u-f.S>
4, Ggilbp am oben angeführten Orte. «) Pigcrfecca a. d. 88 S
r) Larlj auf der 564 Seite. ar) Merolla auf der 6z? Seite.