und den angränzenden Landern. XII Buch Vlll Cap. 89
meraden zusehen. Doch thun diese Hunde den Einwohnern wenig oder keinen Schaden. RaubchiereSie sind rothharicht, haben dünne schlanke Leiber, und ihre Schwänze kehren sich nach dem ,i"Lc»lgo.^Rücken zu in die Höhe, wie bey den Spürhunden ck).
Dapper meldet, es gäbe hier Bäre und Eber. Die letztem hießen Engallo, und Engallo,hatten zwey große Waffen, mit denen sie alles zerrissen, was sie anfielen. Die Schwarzen oder Eber.fürchten sich vor ihnen mehr, als vor einiger: andern Thieren, und fliehen auö Schrecken, wosie solche nur hören. Man halt das Geseiltckdon ihren Zähnen für ein kräftiges Gegengift.
Die Portugiesen schätzen die Zahne daher sehr hoch, sie sind aber schwer zu bekommen.
DaS Wasser, in das man einen Stein gelegt hat, der an den Zahnen ist gerieben wor-den, ist ein besonderes Hülfsmittel wider das Fieber. Man saget, dieses Thier erhielteseine Gesundheit, wenn es krank wäre, wieder, indem es die Zahne an einem Steine odermit der Zunge riebe e).
Der Engallo, der nach Merollas Berichte, in dem Gehölze von Benguela gefun-den wird, gleicht, wie er meldet, einem Eber sehr. Die Zähne, wenn sie gepülvert sind.,vertreiben das Fieber durch den Schweiß, und mit dem Safte des Palmbaums, Matedagenannt, machen sie ein vortreffliches Gegengift aus. Anderswo meldet er, man fände inden Wäldern häufige Eber /), wodurch vermuthlich die Engallos zu verstehen sind.
In peinba giebt es wilde Zibethkatzen, die von den Portugiesen Algagia genannt Zibethkaöe».werden. Vor der Portugiesen Ankunft zähmten die Schwarzen dieselben, des Zibethö wegen,den sie sehr gern riechen.
Barta liefert eine Menge sehr schöne weiße Zobel F), Namens Insire, die so hoch Zobel,geschätzt werden, daß niemand ohne Erlaubniß des Fürsten Zobel tragen darf, und jedereinen Sklaven gilt. Gegen die Anzikos zu fängt man auch Marder, in deren Haute siesich kleiden ä).
Enstngie ist ein kleines Thier mit schwarz und grau gesprenkelter Haut. Ensingie.
Ein ander kleines Thier heißt Enriengio. Es ist sehr artig gestreift, von schlankem Entiengio.Leibe, mit einem schönen Schwänze und schönen Füßen. Es hält sich beständig auf den Bäu-men auf, und steigt nie auf die Erde herunter, deren bloße Berührung ihm schon tödtlich ist.
Es hat allezeit zwanzig schwarzhärichteGeschöpfe,Ambis genannt, zuBegleitern, zehne vorsich, und zehne hinter sich. Sind die ersten zehne gefangen, so fliehen die letztem zehne sogleich, und das Enriengio ist nach Verlust seiner Leibwache leicht zu fangen. Das Felldieses Thierchens wird so hoch geschätzt, daß es nur der König tragen darf, und solche großeHerren, denen er als ein Ehrenzeichen diese Freyheit verstattet, unter denen sich die KönigevonLoango, Rakongo und Angoy befinden.
Affen und wilde Katzen fallen ihrer Menge wegen beschwerlich) besonders in Sogno, WildeKahen.am Flusse Zaire r). Merolla erwähnet drey Arten von Meerkatzen, als die Paviane, M,,.welche die größten sind, eine andere Art so groß als Katzen, die buntfprenklicht ist, undeine noch kleinere. Alle diese Arten haben längere Schwänze, als ihre Leiber sind 6). Lo-pez saget, Leute vom Stande hielten sie zu ihrer Ergötzung.
In
Dapper heißt sie Biber. i) Ggilby auf der u. f. Seite.
Prgafetta auf der S- Seite. ä) Merolla auf der 6Z7 Seite.
Allgem. Aeiftbefthr. V Band. M